Stadtteilserie

Heerdt – am Stadtrand und doch citynah

Marco Staack, stellvertretender Vorsitzender der SPD Heerdt/Lörick, fühlt sich wohl in seinem Stadtteil.

Marco Staack, stellvertretender Vorsitzender der SPD Heerdt/Lörick, fühlt sich wohl in seinem Stadtteil.

Foto: Privat

Düsseldorf-Heerdt.   Seit ich im Jahr 2005 mit meiner Familie in diesen Stadtteil gezogen bin, hat eine deutliche und für jeden Heerdter spürbare Stadtteilentwicklung stattgefunden. So stand seinerzeit die Schließung der damaligen Pestalozzi-Grundschule aufgrund fehlender Anmeldezahlen in der Diskussion. Heute undenkbar! Die Zeichen der Zeit stehen auf Erweiterung, damit die Anmeldezahlen der Grundschulen zumindest im Stadtteil gedeckt werden können.

Seit ich im Jahr 2005 mit meiner Familie in diesen Stadtteil gezogen bin, hat eine deutliche und für jeden Heerdter spürbare Stadtteilentwicklung stattgefunden. So stand seinerzeit die Schließung der damaligen Pestalozzi-Grundschule aufgrund fehlender Anmeldezahlen in der Diskussion. Heute undenkbar! Die Zeichen der Zeit stehen auf Erweiterung, damit die Anmeldezahlen der Grundschulen zumindest im Stadtteil gedeckt werden können.

Bauliche Entwicklungen sind sichtbar

Die vielfältigen baulichen Entwicklungen, insbesondere in den letzten fünf Jahren, sind für jedermann sichtbar: Der RKM 749 (rund um das ehemalige Dominikus-Krankenhaus), die bauliche Entwicklung am Nikolaus-Knopp-Platz samt Hochbahnsteig, die Verwandlung des ehemaligen Hochbunkers, der neue Baumarkt, die neue Bebauung im Bereich des Ökotops/Böhlerstraße, die Verlängerung der Böhlerstraße, die neue Jugendfreizeitanlage, das Bauprojekt „40549“, die Wohnbebauung Malmedyer Straße, die Heinrich-Heine-Gärten, die Freizeitanlage Heerdt, das neue Schwimmbad, neue Kitas – dies zeigt: Heerdt ist ein lebendiger und wachsender Stadtteil.

Fluch und Segen

Diese Dynamik – stellvertretend auch für ganz Düsseldorf – birgt sicher Fluch und Segen, da die verkehrliche Belastung zum einen zunimmt, jedoch auch Kaufkraft für Heerdt gewonnen wird und der Stadtteil an Attraktivität gewinnt. In der Politik sind die Nöte der aktuellen Entwicklung bekannt. Allerdings kann man eine Stadt nicht abschließen, sodass auch Heerdt mit seinen bisherigen Freiflächen von intensiven und notwendigen Baumaßnahmen betroffen ist. Ich möchte daher an den Optimismus der Heerdter appellieren, sich an den Herausforderungen konstruktiv und positiv zu beteiligen. Denn Neubürger, egal ob von nah oder fern, bereichern unseren Stadtteil und beleben die vielfältige Vereinslandschaft sowie die weiteren kulturellen, zivilen und natürlich auch politischen Einrichtungen.

Mit dem Ausbau des „Heerdter Dreiecks“ und der bereits ausgebauten Böhlerstraße wurden die verkehrlichen Belastungen (insbesondere der Berufspendler) durch die Ampel-Kooperation angegangen. Langfristig sollte auch eine Untertunnelung von Teilen der Kevaelarer Straße und Burgunder Straße angestrebt werden.

„Heerdter Dreieck“: größtes Verkehrsinfrastrukturprojekt

Eine neue Autobahnabfahrt steht auch immer wieder in der Diskussion. Jedoch ist die Not der angrenzenden Kommunen nicht so hoch, dass zeitnah mit einer vorteilhaften Lösung für Heerdt zu rechnen ist. Das „Heerdter Dreieck“ wird als derzeitig größtes Düsseldorfer Verkehrsinfrastrukturprojekt im Straßenbau zu einer Teilentlastung in Heerdt beitragen. Die darauf folgende geplante Schließung der B7- Abfahrt an der Benediktusstraße wird den LKW-Verkehr, der sich zeitweise in die engen Straßen Alt-Heerdts verirrt, deutlich reduzieren und den Abbiegeverkehr aus der Krefelder Straße am Nikolaus-Knopp-Platz verringern. Als weitere Bausteine einer Lösung der Verkehrsbelastung müssen alternative Mobilitätsformen weiter gefördert und ausgebaut werden. Stichworte sind hierbei: U81, Radwegenetzausbau, Metrobuslinie, Erneuerung der Bahnflotte auf der Linie U75, Mikromobilität (Leihroller/-räder).

Bedürfnissen Rechnung tragen

Auch sollte bei der wohnbaulichen Entwicklung den Bedürfnissen der Bevölkerung Rechnung getragen werden. Das bisherige „Handlungskonzept Wohnen“ reicht hierfür nicht aus! Der Anteil bezahlbaren Wohnraums muss deutlich zunehmen. Fünfzig Prozent der Düsseldorfer Haushalte haben einen Anspruch auf geförderten Wohnraum. Hier muss künftig das „Richtige in der richtigen Verhältnismäßigkeit“ gebaut werden. Ich kann die Stimmen vieler Heerdter verstehen, dass sie die Sorge umtreibt, sich ihren Stadtteil künftig nicht mehr leisten zu können, da augenscheinlich eher hochpreisig vermietet oder verkauft wird und dies die Miet- und Kaufpreise in Heerdt überdurchschnittlich wachsen lässt.

Diesen Herausforderungen des Wandels nehmen wir uns an.

*Der Autor Marco Staack ist stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Heerdt/Lörick

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