Rheinischer Karneval startet

In Monheim und Langenfeld sind die Jecken los

Werben für den Sessionsstart: André Sersch, Heinrich Klassen, Manfred Lüdemann, Uli Sturm, Claudia Pietzsch und Peter Koch (v. l.).

Werben für den Sessionsstart: André Sersch, Heinrich Klassen, Manfred Lüdemann, Uli Sturm, Claudia Pietzsch und Peter Koch (v. l.).

Foto: ralph Matzerath / )

Monheim/Langenfeld.  Die Jecken stehen in den Startlöchern. Am Montag geht es im rheinischen Karneval mit den ersten närrischen Sessions los. Ein Überblick.

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Das lange Warten auf den Sessionsstart hat bald ein Ende. Am Montag, 11. November, um 11.11 Uhr wird der Schelm geweckt. Allerdings könnte die Sache noch spannend werden. Denn der ist nicht in seinem Bett. Das beklagt Sitzungspräsident Moritz Peters von der Großen Monheimer Karnevalsgesellschaft (Gromoka) bei der Vorstellung des Programms für diese und die nächste Session.

Peters hat eigens im Schelmenturm nachgeschaut, ob die Traditionsfigur des Monheimer Karnevals noch schläft. „Das Bett war leer ...“, erklärt Peters. „Wir werten die Hinweise aus.“ Und die führen nach Baumberg zum „Hippebock“. Am Montag wird Peters die Aufklärung im Zwiegespräch mit dem Schelm (Pascal Pietrzik) liefern. Kinderschelm Marc Zimmermann ist dabei und hofft ebenso wie Peters auf Unterstützung der Monheimer. Getreu dem diesjährigen Motto „Kein Kunstgeschmack, doch Kohle satt – Monnem wööd Kulturhauptstadt!“ könnte es dabei auch um Kunst gehen.

Die Altstadtwirte übernehmen am Donnerstag, 20. Februar, den Ausschank. Neben den klassischen Auftritten von Prinzessin und Showtanzgruppen kündigt Volgmann auch ein Bühnenprogramm an. Ab 11.30 Uhr spielen „Kuhl un de Gäng“ aus Köln, ab 12.30 Uhr die Gruppe „Fiasko“.

Auch der Zugweg des Rosenmontagszugs (24. Februar) muss wegen der Baustelle Alte Schulstraße geändert werden. Das gleiche gilt für den Kinderzug (23. Februar).

Die Prunksitzung der Gromoka startet am 25. Januar im Festzelt an der Kapellenstraße, die Damensitzung am 12. und die Herrensitzung am 16. Februar. „Weil die Damensitzung für diese Session bereits nach 20 Minuten ausverkauft war, haben wir uns doch entschlossen, für die Session 20/21 eine zweite Sitzung anzubieten“, sagt Volgmann. „Der Frust derjenigen, die keine Karten mehr bekommen, war einfach zu groß.“ 1700 Karten pro Abend sollen künftig angeboten werden. Bislang hat die Gromoka 2200 Karten für den einen Abend verkauft. 2021 gibt es dann zwei identische Sitzungen an aufeinander folgenden Tagen (2. und 3. Februar 2021).

Knapp 500 Orden mit einer stürzenden Gänseliesel will Moritz Peters mit Unterstützung seines Elferrates unters Narrenvolk bringen. Guido Bremer (48), der auch schon einmal als Karnevalsprinz in Monheim unterwegs war, und Max Schürtz haben gerade die Leitung des Elferrates übernommen „Da müssen wir nur nett gucken“, sagt Bremer und grinst. Max Schürtz (39) sieht seine Rolle offensiver: „Wir, der Elferrat, müssen für Stimmung sorgen“, sagt Schürtz. Nächster offizieller Anlass für die Jecken: die Proklamation der Prinzenpaare am Samstag, 16. November, um 19.11 Uhr in der Aula am Berliner Ring.

Die eigentlichen Aufgaben übernimmt der Elferrat eher hinter den Kulissen. „Wir unterstützen den Gromoka-Vorstand, helfen bei der Organisation der Sitzungen und netzwerken“, so Bremer. 26 Mitglieder hat die Abteilung „Elferrat“. Beim Rosenmontagszug fährt der Elferrat im eigenen Wagen mit. „Der wird jedes Jahr ein bisschen aufgehübscht“, so Bremer. Unterstützung haben die Monheimer Jecken sich bei Jacques Tilly geholt, Düsseldorfs berühmten Wagenbauer.

Langenfeld: Treff im Marktkarree

Traditionell eröffnet in Langenfeld der Verein der ehemaligen Prinzen- und Traditionspaare die neue Karnevalssession; mit einem Bühnenprogramm vor der Stadtgalerie. Die Langenfelder Karnevalisten treffen sich am Montag bereits um 10.11 Uhr im Marktkarree und stimmen sich gemeinsam mit der Kapelle „Op Tied Muuj“ aus den Niederlanden mit Karnevalsmusik ein. Gegen 10.50 Uhr ziehen sie vom Marktkarree durch die City zum Galerieplatz.

Pünktlich um 11.11 Uhr werden Präsident Heinrich Klassen und Bürgermeister Frank Schneider den Startschuss in die Session geben – begleitet von einem krachenden Bodenfeuerwerk. Die Proklamation des Berghausener Dreigestirns ist ebenfalls am Montag, 11. November; und zwar ab 18.55 Uhr (Einlass ab 18.11 Uhr) im SSV-Vereinsheim an der Baumberger Straße 60. Zu Beginn wird das noch amtierende Dreigestirn mit Prinz Sasa, Jungfrau Frieda und Bauer Babs entthront, so dass als Höhepunkt des Abends das neue Bercheser Dreigestirn vorgestellt und proklamiert wird.

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