Verkehr

Politik in Düsseldorf sucht Alternativen zu den Umweltspuren

Die Umweltspur auf der Düsseldorfer Merowingerstraße war die erste, die eingerichtet wurde. Seither wurden die Umweltspuren immer wieder kritisiert. 

Die Umweltspur auf der Düsseldorfer Merowingerstraße war die erste, die eingerichtet wurde. Seither wurden die Umweltspuren immer wieder kritisiert. 

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Düsseldorf  Im Ordnungs- und Verkehrsausschuss diskutierte die Politik über das Ende der Umweltspuren - und über Alternativen für den Stadtverkehr.

Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) hat sich auf die Fahne geschrieben, . Im Ordnungs- und Verkehrsausschuss gab es zu den Umweltspuren Einbringungen zu einer Beschlussvorlage. Diese sieht Alternativen wie etwa für die Merowinger Straße die kurzfristige Umsetzung einer umweltsensitiven Signalschaltung oder eine Festsetzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit zwischen Kopernikusstraße und Ludwig-Hammers-Platz auf 30 Km/h stadtein- und stadtauswärts vor.

Für die Umweltspur Prinz-Georg-Straße sei eine Umwandlung der beiden rechten Fahrstreifen der Prinz-Georg-Straße zwischen Moltkestraße und Rochusstraße in Radfahrstreifen mit Freigabe für Linienbusverkehr bis zum 1. März vorstellbar, heißt es in der Beschlussvorlage.

Umweltspuren eher hinderlich als nützlich

Christian Rütz (CDU) begrüßte die Beschlussvorlage zur Beendung der Testphase der Umweltspuren und zu den ergänzenden Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Luftqualität. Die Umweltspuren seien ein Versuch gewesen, der sich nicht bewährt habe, so Rütz.

Vielmehr haben sie zu Problemen wie Staus geführt. Dennoch brauche es Alternativen, ,wie etwa, auf der Merowinger Straße. Radwege mit sicherer Führung oder verbesserte Zufahrten zu den Radwegen an der Prinz-Georg-Straße. Auch sprach sich Rütz für eine intelligente Ampelschaltung aus.

Weniger Autos, mehr öffentlicher Nahverkehr

Für Manfred Neuenhaus (FDP) müsse bei den sensitiven Ampelanlagen geprüft werden, ob sie wirklich dafür sorgen, Staus aufzulösen oder die Probleme nur verlagern. Gleichzeitig könne man auch über Tempo 30 auf der Merowinger Straße nachdenken. Aber auch da müsse dann geprüft werden, ob sich der Verkehr verflüchtigt. Grundsätzlich gebe es aber ohnehin zu viel Kfz-Verkehr in der Stadt, so Neuenhaus weiter. „Es muss deutlich weniger werden.“ Das erreiche man vor allem mit dem weiteren .

Auch Martin Volkenrath (SPD) signalisierte, dass man durchaus bereit sei, andere Wege zu gehen. Die Umweltspur sei lediglich „ein Werkzeug“ gewesen. Dennoch brauche es bei den Alternativen eine Überprüfung. So komme ihm in der Evaluation der Umweltspuren der ÖPNV viel zu kurz. Da habe es durchaus Zeitersparnisse gegeben. Auch werde nicht erwähnt, dass auf der Corneliusstraße der Stau signifikant zurückgegangen sei.

Konkreter Plan zur Umsetzung von Maßnahmen fehle

Grundsätzlich wurde bei allen Parteien deutlich, dass es beim Thema Alternativen für die Umweltspuren noch einiges an Redebedarf gibt. So fehlt etwa den Grünen ein konkreter Plan zur Umsetzung. „Alle Vorhaben nützen nichts, wenn es keinen konkreten Zeitplan gibt“, so Mirja Cordes. Der Partei-Klima fehlen konkrete Angaben dazu, wie die Luft nachhaltig besser werden soll.

Die Verwaltung hat die Anregungen der Einbringungen aufgenommen.

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