Bade-Saison

Tolles Wetter – aber Düsseldorfs Freibäder bleiben dicht

Ab ins Wasser? Das geht in Düsseldorfs Freibädern erst ab Mai.

Ab ins Wasser? Das geht in Düsseldorfs Freibädern erst ab Mai.

Foto: Jana Bauch

Düsseldorf.   Die städtische Bädergesellschaft macht ihre Bäder nicht früher auf. Und die Strandbäder am Unterbacher See öffnen frühestens am 1. Mai.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Düsseldorfer freuen sich darauf: Das wird wettermäßig das schönste Ostern seit 30 Jahren. Was uns erwartet, konnten wir bereits seit Gründonnerstag sehen: Blauer Himmel, Sonnenschein, Temperaturen über 20 Grad – der Klimawandel lässt auch in Düsseldorf grüßen.

Doch statt sich darauf einzurichten, ist die Bädergesellschaft Düsseldorf nicht in der Lage, ihre Freibäder früher zu öffnen. Auch wenn das Wasser noch kalt ist, viele Düsseldorf ohne Garten, Terrasse oder Balkon hätten sich zumindest auf die Liegewiese gefreut. Sie müssen jetzt auf Parks und das Rheinufer ausweichen, um stadtnah im Sonnenschein zu relaxen. Für eine Stellungnahme war die Bädergesellschaft Düsseldorf am Donnerstag nicht erreichbar.

Wassertemperatur am Unterbacher See bei 12,9 Grad

Auch der Unterbacher See ist nicht flexibel genug, um rechtzeitig zum frühen „Sommer-Start“ zu reagieren: Die Strandbäder Nord (Unterbach) und Süd (Eller) bleiben zu – mindestens bis 1. Mai. „Wir planen, die beide Bäder am 4. Mai zu öffnen“, hieß es am Donnerstag vom See. Das Süd-Bad mit FKK-Bereich könnte, falls es wettermäßig passt, auch schon am 1. Mai starten. Die Wassertemperaturen sind derzeit auch nicht gerade einladend am See: 12,9 Grad zeigt das Thermometer Karfreitag.

Unterbacher See sucht Personal

Aber die Luft ist ja wärmer. Und warum können die Strandbäder dann nicht schon zu Ostern, wo das Wetter doch so schön ist? „Wir stecken noch in den Vorbereitungen“, heißt es vom Bad-Leiter. Gleichzeitig nennt er ein anderes Problem: Personal-Engpass vor allem bei den Rettungsschwimmer! Bundesweit fehlen 2500 dieser Fachkräfte. Deswegen konnten vergangenen Sommer zahlreiche Freibäder in Deutschland nur teilweise öffnen oder mussten zeitweise schließen. Woran liegt das? „Niemand will mehr Verantwortung übernehmen, es gibt Schicht- und Wochenendearbeit“, heißt es am See. Das schreckt ab. Dort allerdings gibt es derzeit zwei Auszubildende. Wer Lust hat, drei Jahre eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer oder Fachangestellten Bäderbetriebe zu machen, ist herzlich willkommen...

„Freibäder auf – sofort“, fordert eine Politikerin

arfreitag reagierte die Ratsfraktion Tierschutz/Freie Wähler auf die geschlossenen Bäder. Deren Ratsfrau Chomicha El Fassi: „Zehntausende Düsseldorfer sehnen sich bei diesem Wetter nach einem kühlenden Nass. Die wiederholt frühe Hitzewelle erfordert auch von der Bädergesellschaft ein flexibles reagieren. Es kann nicht sein, dass, um Personalkosten zu sparen, die Schulkinder in Geiselhaft genommen werden.“ Ihre Forderung: „Freibäder auf – sofort.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben