Nahverkehr

Unfallserie in Düsseldorf: Neun kaputte Straßenbahnen

Diese Bahn der Linie 705 entgleiste an der Karl-Geusen-Straße in Düsseldorf-Lierenfeld. Sie ist eines von neun Fahrzeugen, das mit einem schweren Schaden in der Werkstatt steht und für die Rheinbahn ausfällt.

Diese Bahn der Linie 705 entgleiste an der Karl-Geusen-Straße in Düsseldorf-Lierenfeld. Sie ist eines von neun Fahrzeugen, das mit einem schweren Schaden in der Werkstatt steht und für die Rheinbahn ausfällt.

Foto: David Young / dpa

Düsseldorf.  Der Düsseldorfer Rheinbahn fehlen zahlreiche Fahrzeuge im täglichen Betrieb. Die Reparaturarbeiten dauern noch an.

Unfälle mit Autos und Lastern sowie eine Entgleisung – eine Unfallserie legt derzeit neun Fahrzeuge der Rheinbahn lahm. Auf das Verkehrsunternehmen könnten daher Engpässe beim Betrieb zukommen, sollte sich die Lage weiter verschärfen.

Nur das Nötigste: „Auf Schönheitsreparaturen verzichten wir im Moment“

Vor gut zwei Wochen entgleiste eine Bahn der Linie 705 an der Karl-Geusen-Straße in Lierenfeld, wobei 22 Menschen verletzt wurden und das Fahrzeug starke Schäden davon trug. Kurz darauf am selben Tag kollidierte eine Straßenbahn an der Berliner Allee mit einem Auto. Auch hier entstand ein erheblicher Schaden. Eine Woche später dann setzte sich die Unglücksserie fort. Am Reeser Platz stieß eine Bahn mit einem Laster zusammen, und an der Karlstraße war ein Auto in einen Unfall mit einer Straßenbahn verwickelt. In beiden Fällen wurden die Rheinbahn-Fahrzeuge stark beschädigt.

Man konzentriert sich bereits auf die wichtigsten Reparaturen. „Auf Schönheitsreparaturen verzichten wir im Moment“, berichtet Rheinbahnsprecher Georg Schumacher. Wann die beschädigten Bahnen wieder einsatzbereit sein werden, ist noch unklar. Zu ernsten Problemen im normalen Betrieb wird es wohl angesichts der 300 Fahrzeuge starken Flotte (noch) nicht kommen.

Neue Modelle noch nicht zugelassen

Wie das bei Großveranstaltungen wie der Kirmes aussieht ist eine andere Frage. „Noch wissen wir nicht, ob bis dahin einige der neun Bahnen wieder zur Verfügung stehen,“ erklärt Schumacher. Nachschub kommt erst in einigen Monaten. Die vom kanadischen Hersteller Bombardier bestellten neuen HF6-Modelle sind zwar bereits ausgeliefert, „befinden sich aber noch zur Überprüfung bei der technischen Aufsichtsbehörde“, sagt Schumacher. „Wann die Bahnen dann freigegeben werden, können wir nicht sagen. Das ist wie beim echten TÜV, da kann ich auch nicht anrufen und sagen, dass ich mein Fahrzeug jetzt haben möchte.“

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