Gesundheit

Diskussion um Studie: Weniger Krankenhäuser in Düsseldorf?

Das Universitäts-Klinikum Düsseldorf ist eines der zwölf Krankenhäuser in der Stadt. Einigen davon könnte zukünftig die Schließung drohen.

Das Universitäts-Klinikum Düsseldorf ist eines der zwölf Krankenhäuser in der Stadt. Einigen davon könnte zukünftig die Schließung drohen.

Foto: Marius Becker / dpa

Düsseldorf.  Das Marien-Krankenhaus in Düsseldorf schließt Ende des Jahres. Geht es nach der Bertelsmann Stiftung, ist es eines von vielen, das schließt.

Die bevorstehende Schließung des Marien-Krankenhauses in Kaiserswerth Ende des Jahres könnte einen Vorgeschmack auf die Zukunft der Krankenhäuser in Düsseldorf geben. Zumindest, wenn es nach der Bertelsmann Stiftung geht. Denn diese fordert nun, basierend auf ihrer kürzlich veröffentlichten Studie, die Zahl der Krankenhäuser in Deutschland drastisch zu verringern. Von den aktuell rund 1400 Krankenhäusern sollen nur noch 600 weiterbetrieben werden. Diese sollen spezialisiert und besser ausgerüstet werden. Damit soll die Krankenversorgung insgesamt verbessert werden. Sollte diese Forderung von der Politik umgesetzt werden, könnte einigen der insgesamt zwölf Düsseldorfer Krankenhäuser die Schließung drohen.

Spezialisierung durch Zusammenlegung

Von Seiten der Stadt wollte man sich nicht zum Thema äußern. „Die Erstellung des Krankenhausbedarfsplans ist Ländersache und stellt keine kommunale Aufgabe dar“, heißt es in einer Mitteilung. „Der Fokus sollte stets auf die Sicherstellung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung – auch bei steigender Einwohnerzahl - ausgerichtet sein.“

Ende des Jahres wird es in Düsseldorf dann nur noch zehn Krankenhäuser geben. Denn die Zusammenlegung des Marien-Krankenhauses in Kaiserswerth mit dem St. Vinzenz-Krankenhaus soll dann abgeschlossen sein.

Beide Einrichtungen gehören zum Verband Katholischer Kliniken Düsseldorf (VKKD). „Wir arbeiten seit vielen Jahren an der Schwerpunktbildung und haben lange Zeit bevor die Politik anfing, über das Thema zu diskutieren, mit der Spezialisierung unserer Einrichtungen begonnen“, erklärt Martin Schicht, Pressesprecher des VKKD. „So ist das Augusta-Krankenhaus im Düsseldorfer Norden auf Herzgefäßerkrankungen wie Herzinfarkte spezialisiert. In der Stadtmitte betreiben wir das auf den Bewegungsapparat spezialisierte St. Vinzenz-Krankenhaus und das Marien-Hospital mit dem Schwerpunkt auf Schlaganfällen.“ Neben den genannten Einrichtungen betreibt der VKKD auch noch das Krankenhaus Elbroich in Holthausen. Damit ist der VKKD mit fünf Krankenhäusern der größte Träger der Stadt.

„Uniklinik ist bestens aufgestellt“

Beim Uniklinikum (UKD) macht man sich derweil keine Sorgen wegen möglicher Schließungen. „Wir sind ein Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe und daher in der Lage, das gesamte Spektrum der Medizin abzudecken“, sagt Tobias Pott, UKD-Pressesprecher. „Das gilt auch für die personelle und technische Ausstattung, die in der Studie als Qualitätskriterien erwähnt werden.“ Reaktion vom EVK zu diesem Thema: „Kein Kommentar!“

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