Trickbetrug

Bank-Mitarbeiterin greift ein: Polizei nimmt Betrüger fest

Am Telefon schüchterten die falschen Polizisten die Seniorin ein.

Am Telefon schüchterten die falschen Polizisten die Seniorin ein.

Foto: Rolf Vennenbernd / picture alliance/dpa

Duisburg.  Falsche Polizisten haben in Duisburg versucht, eine 89-Jährige um ihre Ersparnisse zu bringen. Eine Bankmitarbeiterin reagierte schnell.

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Die Mitarbeiterin einer Bank in Duisburg-Homberg hat verhindert, dass zwei Trickbetrüger an die Ersparnisse einer 89-Jährigen gelangen konnten.

Laut Polizei ging die Seniorin am Freitag in die Bankfiliale am Bismarckplatz, um eine größere Summe Bargeld abzuheben. Eine Bank-Mitarbeiterin wurde deshalb stutzig und alarmierte die Polizei. Den Beamten erzählte die 89-Jährige dann ihre Geschichte: Vermeintliche Polizisten hatten sie angerufen und eingeschüchtert. Die Unbekannten hatten der Seniorin berichtetet, Unbekannte wären an ihre Kontodaten gekommen und wollten dieses plündern. Davor wolle man sie nun schützen.

Trickbetrug: Polizei hört Telefonat mit

Die Polizisten begleiteten die Frau zurück in ihre Wohnung und hatten Glück: Die Trickbetrüger riefen erneut bei der 89-Jährigen an. Dieses Telefonat hörten die Beamten mit: Diesmal präsentierten die Betrüger eine andere Story: Bei dem abgehobenen Geld handle es sich um Falschgeld, das man überprüfen müsse.

Als kurze Zeit später ein vermeintlicher Kurier bei der Seniorin klingelte, nahmen Zivilpolizisten den 31-Jährigen sofort fest. Auch sein 21 Jahre alter Fahrer kam in Haft. Das Duo wurde am Montag dem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

Polizei warnt vor falschen Beamten

Die Festnahme des Duos ist ein seltener Erfolg im Kampf gegen die Trickbetrüger. Häufig sei die Suche wegen ungenauer Personenbeschreibungen relativ schwer, erklärte eine Polizeisprecherin.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei auch noch einmal vor falschen Beamten: Die Kripo oder Streifenpolizisten kontrollieren nicht, ob oder wie viele Wertsachen zuhause aufbewahrt werden. In einem solchen Fall sollen Betroffene sich immer nach dem Namen erkundigen und die echte Polizei verständigen.

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