Hunderettung Europa

Bloggerin aus Duisburg-Baerl gründet Tierschutzverein

Svenja Gruszeczka (rechts) mit ihren Hunden Lilly und Winnie. Links: Carina Gohmann mit Mirna, die aus einer Tötungsstation in Kroatien gerettet wurde.

Svenja Gruszeczka (rechts) mit ihren Hunden Lilly und Winnie. Links: Carina Gohmann mit Mirna, die aus einer Tötungsstation in Kroatien gerettet wurde.

Foto: Ulla Michels

Duisburg.  Eine Bloggerin aus Duisburg will mit einem eigenem Tierschutzverein Straßenhunden in Rumänien helfen, aber auch Projekte vor Ort unterstützen.

Als „Mrs Verde“ verdient sie ihr Geld mit einem eigenen Blog zum Thema Tierschutz und Nachhaltigkeit. Mittlerweile 30.000 Leser verfolgen ihre Beiträge, erzählt Svenja Gruszecka, während sie ihre Hunde Winnie und Lilly krault. Beide Vierbeiner stammen aus Rumänien, sagt die 29-jährige Baerlerin, die sich schon länger für die dortigen Straßenhunde einsetzt.

Dieses Engagement will sie nun mit dem eigenen Tierschutzverein „Hunderettung Europa“ intensivieren. An ihrer Seite als zweite Vorsitzende: Carina Gohmann (26), eine langjährige Freundin, die sie bei der Arbeit im Moerser Tierheim während ihres Soziologiestudiums kennen gelernt hat.

„Die Unterlagen, um als gemeinnütziger Verein eingetragen zu werden, haben wir bereits beim Finanzamt eingereicht“, sagt Svenja Gruszecka. „Obwohl wir uns noch in der Gründungsphase befinden, haben wir auf Facebook schon über 1000 Fans und schon rund 20 Leute gefunden, die uns helfen wollen.“

200 Hunde in Siebenbürgen gerettet

Konkret unterstützen will die Baerlerin mit ihrem Verein das Tierheim in Brasov in der Region Siebenbürgen. Dort haben 200 Hunde Schutz gefunden, die sonst womöglich in einer der zahlreichen Tötungsstationen gelandet wären.

Sie sei regelmäßig in Rumänien, kenne die Zustände dort. „Hundefänger sind jeden Tag unterwegs“, erzählt Svenja Gruszecka. „Es gibt viele Straßenhunde, die sich ungehindert vermehren und einfach getötet werden – und das wohl nicht auf humanitäre Weise. Es geht das Gerücht um, dass sie bei lebendigem Leib verbrannt werden.“

Eine bessere Lösung, so die 29-Jährige, wäre es, die Tiere zu kastrieren. Durch Spenden sei es bereits ermöglicht worden, auf dem Tierheimgelände in Brasov eine Klinik aufzubauen, die genau dies tut. „Wir wollen auch auf die Hundebesitzer zugehen und ihnen entsprechende kostenlose Angebote machen“, sagt Svenja Gruszecka. Neben der Klinik möchte sie zudem mit Hilfe von Spenden einen Gnadenhof für Hunde bauen, die keine Aussicht auf Vermittlung haben.

Sie will mit ihrem Verein aber nicht nur Vierbeinern in Rumänien und anderen Ländern helfen, sondern auch vor Ort. Sie habe unter anderen bereits mit dem Tierheim in Duisburg Kontakt aufgenommen, um Projekte abzustimmen. „Wir würden außerdem gerne bedürftigen Menschen helfen, die Haustiere haben und vielleicht nicht wissen, wie sie das Futter bezahlen sollen“, sagt Svenja Gruszecka. „Tierschutz fängt für mich vor der eigenen Haustür an und hört aber an keiner Stadt- oder Landesgrenze auf.“

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