Innenhafen

Briten und Wikinger kämpfen in Duisburg im Drachenboot

Die Steuerfrau gibt trommelnd den Takt vor, und die „Sklaven“ im Boot stechen zu, was das Zeug hält.

Die Steuerfrau gibt trommelnd den Takt vor, und die „Sklaven“ im Boot stechen zu, was das Zeug hält.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Zum 20. Mal fand die Drachenboot-Fun-Regatta im Duisburger Innenhafen statt. Ausgefallene Kostüme und Spaß am Paddeln gehören dazu.

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Paddel, die im Takt zum Trommelschlag ins Wasser stechen und dabei auch mal den ein oder anderen Mitpaddler nass spritzen – das gehört zum großen Spaß bei der Drachenboot-Fun-Regatta, die am Wochenende wieder Wassersportfreunde und Besucher in den Innenhafen lockte. Bereits zum 20. Mal veranstaltete die Wanheimer Kanu-Gilde die Fun-Regatta in Verbindung mit dem internationalen Hafenfest. Schon am Freitag startet die große Drachenbootregatta mit dem Schülerwettbewerb. „Es ist Tradition, die Schüler mit einzubinden“, sagt Werner von Häfen von der Kanu-Gilde. Über 600 junge Teilnehmer paddelten auf der Strecke, von Klasse fünf bis zum jetzigen Abi-Jahrgang war jede Klassenstufe vertreten. „Da geht es wirklich um Schule gegen Schule, aber dennoch haben alle viel Spaß dabei.“

140 Mannschaften am Start

Am Samstag startete die Regatta für alle anderen Teams. Insgesamt gingen 140 Mannschaften an den Start. Von absoluten Anfängern bis hin zu Amateuren, die regelmäßig trainieren – sie waren nicht nur an den Paddeln begeistert dabei, sondern, sondern viele hatten sich auch originelle Kostüme ausgedacht. So wurde die Queen von der „echten Briten“ ins Ziel gepaddelt, und als Wikinger, verkleidet mit Helm und langen Zöpfen, ging das Team einer bekannten Brauerei an den Start.

Manche sitzen zum ersten Mal im Boot

Dass da nicht jeder Profi ist, ist selbstverständlich, aber auch der sinn der Sache: „Wir haben hier Leute bei, die sitzen zum ersten Mal in einem Drachenboot.“ Dennoch gibt es auch die Sportgruppen, die wöchentlich trainieren und Bestzeiten auf der 250 Meter langen Strecke fahren. Um den Wettbewerb fair zu gestalten, wird in verschiedenen Gruppen gestartet, aufgeteilt in Sport- und Fun-Teams. Nach den ersten Rennen und Zeiten wird noch mal aufgeteilt, so dass ein fairer Wettbewerb entstehen kann. „Im Finale ist es besonders spannend, da wird hintereinander hergefahren, nicht mehr nebeneinander“, sagt von Häfen. Die Finalstrecke wird dann in der Fun-Klasse auf 500 Meter angehoben, in der Sportklasse auf 1000 Meter. Um im Innenhafen überhaupt auf diese Distanzen zu kommen, müssen die Boote wenden. Wenn das gleichzeitig mit dem Nebenboot passiert, „geht schon mal ein Drachenkopf am Boot kaputt.“ Trotz solcher kleinen Schäden an den Booten, lassen sich die Teams die gute Laune nicht vermiesen. Im Vordergrund steht für alle der Spaß. „Es ist wirklich schön, aber unglaublich anstrengend“, blickte einer der Teilnehmer auf seinen ersten Einsatz zurück.

Sieben auf einem Board

Neben den Drachenboot-Wettbewerben wurden auch Rennen im Stand-Up-Paddling ausgetragen. Das Besondere dabei: Sieben Leute stehen auf einem Big Board, sie müssen eine Strecke von 500 Metern bewältigen. Das kann ganz schön wacklig werden, und man muss gut aufpassen, nicht ins Wasser zu fallen. Nass wurden dennoch die meisten Paddler, denn wer mit Elan paddelt, kann es nicht vermeiden sich oder seine Teamkollegen zu bespritzen. Aber man ist ja nicht aus Zucker.

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