Umbau

Container sollen Kita Huckingen vor der Schließung retten

An der Kindertagesstätte Albert-Schweitzer-Straße in Duisburg-Huckingen gibt es nur drei Toiletten für 50 Kinder. Und es gibt weitere Mängel.

An der Kindertagesstätte Albert-Schweitzer-Straße in Duisburg-Huckingen gibt es nur drei Toiletten für 50 Kinder. Und es gibt weitere Mängel.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Zwei Jahre werden 50 Kita-Kinder auch in Containern untergebracht. Die Kita muss dringend erweitert werden, sonst muss sie geschlossen werden.

Duisburg-Huckingen. Die Kinder der Kita Albert-Schweitzer-Straße werden ab Dezember vorübergehend Container besuchen: Zwei Jahre lang werden sie auch in Containern auf dem Gelände der Grundschule untergebracht, und zwar ab Dezember diesen Jahres. Betroffen davon sind 50 Kinder von drei bis sechs Jahren und sechs Kita-Mitarbeiter. Die vorübergehende Containerlösung kostet knapp 300.000 Euro.

Für 2019 war angedacht, die Kita zu erweitern, um ihre Betriebserlaubnis sicher zu stellen. Währenddessen sollte die Kita in den Räumen der ehemaligen Förderschule untergebracht werden. Allerdings wird die Schule zurzeit im Rahmen von KIDU energetisch saniert, so dass die Förderschulräume schon für die Auslagerung der Schüler benötigt werden. Dadurch wurde die Containerlösung nötig, denn der Umbau der Kita kann nicht warten: Das würde die Betriebserlaubnis gefährden.

Drei Toiletten für 50 Kinder

Diese besteht befristet zunächst für das Kindergartenjahr 2020/2021. Sollte sich der Umbau verzögern, kann sie verlängert werden, sonst müssten allerdings Plätze abgebaut werden, um die Betriebserlaubnis zu erhalten. Denn laut Verwaltung bestehen an der Kita „gravierende Mängel“: Für die 50 Kinder stehen nur drei Toiletten zur Verfügung, fürs Personal nur eine. Außerdem fehlen Differenzierungsräume für die Kinder. Und: Küche beziehungsweise Personalraum und Leitungsbüro teilen sich einen Raum. Über diese Punkte haben sich auch Eltern beschwert.

Bis zum Ende der derzeitigen Befristung soll der Umbau der einstigen Förderschule abgeschlossen sein, so dass die Kita dann dorthin verlegt werden kann, und zwar in drei statt wie bisher in zwei Gruppen. Die Container als Übergang verbesserten die Raumsituation für Kinder und Personal, heißt es von der Stadtverwaltung, damit werde „auch dem Anliegen der Eltern Rechnung getragen“. Die Container ersetzen die bisherigen Räume in dem Pavillon nicht, im dem die Kindertagesstätte sich seit 25 Jahren befindet, sondern erweitern sie. Der Container wird direkt an das bestehende Gebäude angebaut, so dass alle Kinder alle Räume nutzen können.

24 Monate lang sollen die Container stehen bleiben, danach werden sie wieder abgebaut.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben