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Corona: Duisburg verbietet Hamsterkäufe – 224 Infizierte

Stopp Coronavirus - 6 simple und effiziente Maßnahmen im Alltag

Panik, Mundschutz-Bunkern, Desinfektions-Bäder und Klopapier-Horten sind nicht die Alltagsretter im Kampf gegen Coronaviren. Diese 6 Maßnahmen sind viel effizienter.

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Duisburg.  28 Menschen gelten in Duisburg inzwischen als genesen. Die Stadt hat per Allgemeinverfügung neue Regeln für den Einkauf im Supermarkt erlassen.

Hier lesen Sie die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Duisburg in unserem lokalen Newsblog.

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Coronavirus in Duisburg: Fallzahlen Sars-CoV-2-Infektionen

Was beim Blick auf die Fallzahlen bedacht werden muss: Es gibt eine hohe Dunkelziffer – nicht aufgefallene und gemeldete, somit also nicht registrierte Sars-CoV-2-Infektionen. Diese Grafik aktualisieren wir fortlaufend, schnellstmöglich mit den aktuellsten Daten des Duisburger Gesundheitsamtes:

• Fr., 27.3.: 224; in stationärer Behandlung: 31; genesen 28; verstorben: 1
• Do., 26.3.: 215; in stationärer Behandlung: 27; genesen: 22; verstorben: 1
• Mi., 25.3.: 189; in stationärer Behandlung: 24; genesen: 3
• Di., 24.3.: 173; in stationärer Behandlung: 23; genesen: 3
• Mo., 23.3.: 157; in stationärer Behandlung: 14; genesen: 3

• So., 22.3.: 133; in stationärer Behandlung: 6; genesen: 2
• Fr., 20.3.: 98; in stationäre Behandlung: 6
• Do., 19.3.: 75
• Mi., 18.3.: 58
• Di., 17.3.: 46
• Mo., 16.3.: 30

• So., 15.3.: 24
• Sa., 14.3.: 14
• Fr., 13.3.: 9
• Do., 12.3.: 9
Mi., 11.3.: 7
Di., 4.3.: 3
Sa., 29.2.: 2
• Do., 27.2.: zwei Verdachtsfälle (negativ)

Die aktuelle Entwicklung in Duisburg am Freitag, 27. März

Und hier finden Sie unsere interaktive NRW-Karte mit allen aktuellen Fallzahlen.

16.50 Uhr: 224 Menschen sind in Duisburg nach aktuellen Zahlen vom Freitag mit dem Coronavirus infiziert. 31 von ihnen werden wegen starker Symptome stationär in Krankenhäusern behandelt. Die gute Nachricht: 28 Corona-Infizierte gelten mittlerweile als wiedergenesen.

15.30 Uhr: Eisdielen dürfen nun als Lieferdienste weiterarbeiten. Der Verkauf vor Ort bleibt allerdings verboten

15 Uhr: Die Stadt Duisburg verbietet per Allgemeinverfügung die Hamsterkäufe in Supermärkten. „Es dürfen nur Waren in einem haushaltsüblichen Umfang an eine Person abgegeben werden“, besagt die Regelung.

Die Supermärkte müssen außerdem Vorkehrungen zur Einhaltung der Hygiene und des Mindestabstands treffen. Die Märkte müssen Sorge tragen, dass die maximal zugelassen Anzahl von Menschen im Verkaufsraum (eine Person pro zehn Quadratmeter) nicht überschritten wird.

Außerdem müssen alle Kunden beim Einkauf einen Einkaufswagen benutzen. Die Regelungen gelten ab dem 28. März bis vorerst zum 19. April.

14 Uhr: Vor dem Wochenende weist die Stadt noch einmal darauf hin, dass Ansammlungen von mehr als zwei Menschen in der Öffentlichkeit mit Bußgeldern in Höhe von 200 Euro pro beteiligter Person bestraft werden. Ordnungsamt und Polizei hatten zuletzt bis zu 80 Einsätze wegen Verstößen gegen das Kontaktverbot gefahren.

13.45 Uhr: Der Stadtwerke Turm soll ab Samstag in den Abend- und Nachtstunden weiß leuchten. Das Unternehmen möchte damit ein Zeichen der Solidarität und Dankbarkeit in der Coronakrise senden. Geschäftsführer Marcus Wittig sagt: „Der Einsatz so vieler Menschen in der Stadt verdient Respekt, Wertschätzung und Solidarität. Deshalb sowohl in Richtung aller Alltagshelden, die täglich für Duisburg im Einsatz sind, als auch in Richtung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein herzliches Dankeschön für Ihren unermüdlichen Einsatz.“

12.30 Uhr: Das Gesundheitsamt hat für allgemeine und medizinische Fragen eine E-Mail-Adresse scharf geschaltet. An infocorona@stadt-duisburg.de können Duisburgerinnen und Duisburger allgemein-medizinische Fragen senden. Die Stadt weist Bürger aber daraufhin, dass Fragen zur eigenen Situation, zum Beispiel zur Quarantänezeit, weiterhin an gesundheitsamt@stadt-duisburg.de zu stellen sind.

11.30 Uhr: Die Stadt Duisburg bereitet sich auf einen Anstieg von Patienten vor, die wegen ihrer Corona-Symptome in Krankenhäusern behandelt werden müssen: Der Krisenstab hat deshalb ist ein Behelfs-Krankenhaus in der Helios „Rhein-Klinik“ in Duisburg-Beeckerwerth mit 50 Patientenbetten eingerichtet. Das Behelfskrankenhaus ist nun betriebsbereit. „Durch eine Verlegung von unkritischen Patienten schaffen wir in den Regel-Kliniken Kapazitäten für Menschen, die an einer COVID-19-Infektion erkrankt sind und einer intensivmedizinischen Behandlung bedürfen“, erklärt der ärztliche Leiter der Feuerwehr Duisburg, Anästhesist Sascha Zeiger. In das Behelfs-Krankenhaus sollen Patienten verlegt, die keine COVID-19-Infektion haben, aber aufgrund ihres Krankheitsbildes einer stationären Versorgung bedürfen.

11 Uhr: Die Corona-Krise hat auch viele niedergelassene Fachärzte in Duisburg vor schwierige Entscheidungen gestellt. Mussten sie doch ihre zumeist vollen Terminkalender durchforsten und den Patienten absagen, die oft lange auf ihren Termin gewartet haben. Schon jetzt rechnen sie damit, dass die Wartezeiten auf neue Termine ansteigen werden.

10.50 Uhr: Die Industrie- und Handelskammern verschieben die für April und Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen in den Sommer 2020. Hiervon sind rund 210.000 Auszubildende betroffen. Die schriftlichen IHK-Ausbildungsprüfungen werden nach jetzigem Stand in der Zeit vom 16. bis zum 19. Juni 2020 nachgeholt. Die industriell-technischen Prüfungen sollen am 16. und 17. Juni 2020 und die kaufmännischen am 18. und 19. Juni 2020 stattfinden.

Seit fast zwei Wochen arbeitet die WAZ Lokalredaktion Duisburg im Homeoffice, um dem Coronavirus nicht auf die Sprünge zu helfen. Vor vier Wochen noch hätten wir nicht geglaubt, wie eng wir getrennt voneinander die „Tagesproduktion“ wuppen können. Wir berichten täglich darüber, wie das Coronavirus das Leben der Duisburger verändert. Hier erzählen unsere Reporter von neuen Herausforderungen und zeigen ihr Homeoffice.

EINTRÄGE VON DONNERSTAG, 26. MÄRZ: Erster Duisburger Todesfall nach Corona-Infektion – 86-Jähriger verstirbt in Dinslakener Klinik

17.05 Uhr: Schlechte Nachrichten aus einem Krankenhaus in Dinslaken: Am Dienstagabend ist dort ein 86-jähriger Duisburger an einer Lungenentzündung, ausgelöst durch Covid-19, verstorben. Der Mann ist damit der erste Duisburger, der den Folgen der Infektion mit dem neuartigen Coronavirus erliegt.

Inzwischen werden 27 betroffene Duisburger wegen schwerer Krankheitsverläufe stationär behandelt. gefährlich das Coronavirus ist, zeigt diese Rechnung: Aktuell müssen mehr als zwölf Prozent der erfassten Infizierten aus Duisburg ins Krankenhaus. Dort behandeln die Ärzte vor allem deren Atemnot.

Zu den Krankheitsverläufen der Covid-19-Patienten berichtete Stadtsprecherin Anja Kopka am Donnerstagnachmittag: „Bislang sind alle stationären Fälle den bekannten Risikogruppen – hohes Alter und Vorerkrankungen – zuzuordnen.“

Aktuell sind in der Statistik des Gesundheitsamtes 215 Infizierte erfasst – das sind 26 offizielle Fälle mehr als am Tag zuvor. Zudem sind aktuell 680 Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

Sprunghaft gestiegene Zahl der Genesenen

Sprunghaft gestiegen ist erstmals auch die Zahl der als genesen geltenden Infizierten: Heute sind es 22, gestern waren es noch drei. Nach der Definition des Robert-Koch-Instituts (RKI) gelten Corona-Infizierte frühestens 14 Tage nach Beginn ihrer Symptome als genesen. Außerdem müssen sie weitere Kriterien erfüllen: Sie dürfen 48 Stunden lang keine Symptome wie Husten oder Fieber gehabt haben. Zur Bestätigung der Genesung erneut getestet, werden inzwischen meist nur noch schwer Erkrankte. Zu Beginn der Epidemie hatte das RKI solche Wiederholungstests als Bedingung für die Anerkennung der Geneusung genannt.

Mit Blick auf all diese Fallzahlen ist auch die Zahl der von Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Gesundheitsamt durchgeführten Corona-Tests interessant: inzwischen sind es 1725 (Stand: 26. März, 15.45 Uhr).

In den drei medizinischen Sichtungszentren wurden bislang insgesamt 856 Patienten untersucht, teilt die Stadt zudem mit. Stand: 26.03., 15 Uhr).

Kodi spendet 1000 Schutzmasken ans Bethesda-Krankenhaus

17 Uhr: Die Firma Kodi spendet dem Duisburger Bethesda-Krankenhaus 1000 Atemmasken. Die Masken seien ursprünglich für die Mitarbeiter in den Filialen bestellt worden. Diese mussten dann aber wegen der Allgemeinverordnung schließen.

15.30 Uhr: Wir haben mit Oberbürgermeister Sören Link telefoniert und mit ihm über die Arbeit des Krisenstabs, seine Kritik an der Landesregierung, die Corona-Kurve in Duisburg, seine Sorge um den Wirtschaftsstandort und seine eigene Situation gesprochen.

14.30 Uhr: Die Stadt Duisburg will die von den Geschäftsschließungen betroffenen Händler und Wirte entlasten, indem sie die Gebühren für die Sondernutzungen öffentlicher Flächen bis auf weiteres nicht erhebt. Den Gastronomen, die im ersten Quartal 2020 bereits Flächen für ihre Außengastronomie genutzt haben, werde die Gebühr nicht berechnet, teilt die Stadt mit. Teilweise seien bereits entsprechende Aufhebungsbescheide erlassen.

„Mit diesen Sofortmaßnahmen wollen wir dazu beitragen, die betroffenen Betriebe zu unterstützen und ihnen kurzfristig mehr Luft zum Atmen verschaffen“, sagt Oberbürgermeister Sören Link. Neue Bescheide und dementsprechend neue Berechnungen würden erst gefertigt, „wenn absehbar ist, wie sich die derzeitige Situation entwickelt“, schreibt das Amt für Kommunikation.

Dabei gelte für alle Gewerbetreibenden der Grundsatz, dass nur die Monate voll berechnet werden, die auch entsprechend voll nutzbar sind. „Somit wird für die im Monat März von Geschäftsschließungen betroffenen Gewerbetreibenden keine Sondernutzungsgebühr erhoben.“

Duisburger Covid-19-Patienten im Krankenhaus alle Risikogruppen zuzuordnen

13.15 Uhr: Die Zahl der registrierten Infizierten war von Dienstag auf Mittwoch von 173 auf 189 Fälle gestiegen, also nicht besonders stark – vor allem in Anbetracht der inzwischen 1600 Corona-Tests, die alleine die Stadt und die Feuerwehr gemacht haben. Allerdings dauert es zurzeit drei bis Tage, mitunter noch länger, bis Getestete in Quarantäne das Testergebnis erhalten.

24 Menschen werden in Duisburg wegen des Coronavirus stationär behandelt (Stand: gestern). Die Ärzte bekämpfen dabei vor allem die Atemprobleme der Patienten.

Zu den Krankheitsverläufen der Covid-19-Patienten berichtet Stadtsprecherin Anja Kopka: „Bislang sind alle stationären Fälle den bekannten Risikogruppen – hohes Alter und Vorerkrankungen – zuzuordnen.“

11.30 Uhr: Geschäfte, die den täglichen Bedarf der Kunden bedienen, dürfen im Forum weiter öffnen. Der Drogeriemarkt DM hat von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet. Die Bäckerei Kamps bedient die Kunden von 9.30 bis 16 Uhr.

Auf der Königstraße geht der Betrieb unter anderem beim KFC weiter.

10.30 Uhr: Stadtwerke, DVG, Netze Duisburg: Ihre Dienste dürfen in Duisburg trotz Corona nicht ausfallen. Wie der Pandemieplan der DVV das sicherstellt.

EINTRÄGE VON MITTWOCH, 25. MÄRZ

17.15 Uhr: 189 Menschen sind nach Stand von Mittwochnachmittag in Duisburg mit dem Coronavirus infiziert. Drei Infizierte sind wieder genesen. 24 Duisburger werden wegen ihrer starken Symptome stationär in Krankenhäusern behandelt, Nach Angaben der Kliniken befinden sich die Patienten auf Isolierstationen. Zum Zustand der Infizierten machen das Gesundheitsamt und die Krankenhäuser keine Angaben.

16.50 Uhr: Nach der Kritik von Handwerkern und Gewerbebetrieben haben die Wirtschaftsbetriebe eine Lösung für deren Entsorgung von Abfällen gefunden. Die Betriebe hatten bemängelt, dass es nach der Schließung der Recyclinghöfe keine Entsorgungsmöglichkeit gibt. Ein neues Verfahren sieht nun vor: Unter der E-Mail-Adresse recyclinghofnord@wb-duisburg.de kann der jeweilige Betrieb anmelden, welche Menge und Art der Abfälle entsorgt werden sollen. Bei einer positiven Entscheidung erhält der Kunde per Mail eine Bescheinigung mit dem Tag der Anlieferung. Die Abfälle werden nur über den Recyclinghof Nord, Im Holtkamp 84 in Duisburg-Röttgersbach entsorgt.

Spardabank schließt alle Filialen in Duisburg

16 Uhr: Die Sparda-Bank schließt wegen des Coronavirus vorerst alle Filialen in Duisburg. „Um Kunden und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, haben wir uns für diese Maßnahme entschieden“, begründete Manfred Stevermann, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank, die Entscheidung. Alle Bankgeschäfte laufen nach Angaben des Geldinstituts weiter. Kontakt zur Bank können Kunden telefonisch unter 0211 23 93 23 93 und übers Internet aufnehmen.

13 Uhr: Viele Duisburger melden sich bei der Polizei, weil sie Verstöße gegen das Kontaktverbot beobachten. Bis zu 80 Einsätze fährt die Polizei nach eigenen Angaben deshalb täglich, darunter auch gegen Gruppen, die im Park grillen. Den Großteil der Ordnungswidrigkeiten bekämpft aber der städtische Außendienst, der mit 80 Mitarbeitern in zwei Schichten kontrolliert.

12 Uhr: Das Finale des Niederrheinischen Kabarettpreis „Das Schwarze Schaf“ fällt aus. Die RuhrFutur gGmbH und Stiftung Mercator haben beschlossen, die Endrunde abzusagen. Bereits gekaufte Tickets für die Finalveranstaltung am 9. Mai werden erstattet. Über einen Nachholtermin des diesjährigen Wettbewerbs wird entschieden, sobald eine verlässliche Planung möglich ist.

EINTRÄGE VON DIENSTAG, 24. MÄRZ

19.30 Uhr: „Das Schlimmste wäre, wenn die Kurve steil ansteigt und wir wären nicht vorbereitet“, sagt Oliver Tittmann. Die Kurve – damit meint Duisburgs Feuerwehr-Chef die zurzeit stetig, aber nicht beschleunigt wachsende Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Duisburg. Tittmann sagt ehrlich, noch wisse niemand, ob und wann der gefürchtete Anstieg in Duisburg komme, „aber wir geben echt alles, um die Kurve flach zu halten.“ Sein Ziel für die kommenden Wochen: „Vor die Lage kommen! Durchhaltefähig sein!“

19 Uhr: Nach den Aufrufen von Stadt und Feuerwehr haben sich 45 Ärztinnen und Ärzte sowie 31 Pflegekräfte gemeldet, um ehrenamtlich – oftmals: im Ruhestand – zu helfen. „Und die sind alle motiviert bis in die Haarspitzen, weil es deren Berufung ist“, schwärmt Duisburgs Feuerwehrchef Oliver Tittmann.

Hier der jüngste Aufruf der Stadt:

„Die Stadt Duisburg sucht Menschen, die auf freiwilliger Basis in einer Krankenstation helfen können. Sie sollten ausgebildete Pflegekräfte bzw. Pflegehilfskräfte sein oder eine rettungsdienstliche Qualifikation besitzen. Auch Physiotherapeuten und andere medizinisch ausgebildete Personen sind herzlich willkommen. Personen, die freiwillig mitarbeiten wollen, melden sich bitte unter folgender E-Mail-Adresse: spontanhelfer@feuerwehr.duisburg.de.“

„Duisburg lebt durch Nächstenliebe“

17.30 Uhr: Überall in der Stadt, an Krankenhäusern, Wachen und über der Autobahn, haben Unbekannte Spruchbänder aufgehängt, um allen zu danken, die nun trotz beziehungsweise wegen der Pandemie besonders hart arbeiten müssen: Kranken- und Altenpflegepersonal, Ärzte, Kassiererinnen, Feuerwehrleute, … An der Hauptwache hängt ein Banner mit der Aufschrift: „Allen Malochern eine angenehme Schicht. Danke für euren Einsatz!“, steht auf einem Banner an der Hauptwache. Auf einem anderen: „Duisburg lebt durch Nächstenliebe. Danke für euren Einsatz!“ – „Das macht Gänsehaut“, sagt Feuerwehrchef Tittmann.

Die blaue Schrift auf weißem Grund, die Formate und die Schriftart sprechen dafür, dass Fans aus der organisierten Fanszene des MSV die Botschaften erstellt und angebracht haben.

173 Infizierte – 23 Patienten im Krankenhaus – 525 Kontaktpersonen in Quarantäne

16.50 Uhr: In allen lokalen Duisburger Statistiken steigen die erfassten Zahlen wie erwartet, aber zurzeit trotz der vermehrten Tests nicht beschleunigt:

Die Zahl der registrierten bestätigten Infektionen ist von Montag auf Dienstag um 16 Fälle auf 173 angestiegen.

Von den Erkrankten müssen jedoch inzwischen 23 im Krankenhaus behandelt werden, die übrigen 150 Patienten befinden sich in häuslicher Quarantäne. Drei Personen (von 173) sind wieder genesen.

Zudem sind aktuell 524 Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne, 20 Personen (von 544) konnten aus der Quarantäne entlassen werden.

In den Testzentren in Großenbaum und Walsum sowie bei den mobilen Tests wurden bisher insgesamt 1153 Corona-Tests durchgeführt (Stand: 24.03., 15 Uhr).

56 Ansammlungen im Duisburger Norden – 85 Verstöße gegen Schließungsverbot

16.15 Uhr: 80 Mitarbeiter des städtischen Außendienstes (SAD) sind im Dauereinsatz, um die Auflagen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu kontrollieren, vor allem die Schließungsverfügung der Stadt und das Kontaktverbot des Landes NRW. „Ein großer Teil der Bürger hält sich an das Kontaktverbot“, sagte Stadtsprecher Peter Hilbrands am Dienstag. Jedoch kämen „in bestimmten Stadtteilen noch immer vereinzelt größere Gruppen von Menschen zusammen, insbesondere große Gruppen spielender Kinder.“

So seien zuletzt im Duisburger Norden, wo auch die Polizei kontrollieren wollte, 56 Ansammlungen festgestellt worden. Dies könne mit „Sprachbarrieren zusammenhängen“, so Hilbrands. Die Stadt hoffe, dass hier die Veröffentlichung von Informationen zum Kontaktverbot auf Türkisch, Kurdisch, Rumänisch und Bulgarisch Früchte trägt, die auch im Interkulturellen Stadtportal veröffentlicht wurden. Oberbürgermeister Sören Link postete die Übersetzung am Dienstag bei Facebook.

Die Bereiche an der Regattabahn, wo viele Menschen spazieren, joggen und radeln, seien indes keine Problemzone, so Hilbrands. Die Leute dort „halten Abstand“.

Das SAD-Team, für das eine Urlaubssperre gilt, habe bis Dienstagmittag zudem 645 Betriebe wegen des Schließungsverbotes kontrolliert. Inzwischen wurden 85 Verstöße festgestellt und 16 Betriebe versiegelt. Bei den versiegelten Betrieben handele es sich „hauptsächlich um Wettbüros, Spielhallen und Shisha-Bars“, so Hilbrands. Dreimal seien Siegel gebrochen worden. In solchen Fällen stellen die Ordnungshüter Strafanzeige und leiten Gewerbeuntersagungsverfahren ein.

Drittes medizinisches Sichtungszentrum im Westen

15.50 Uhr: Das Patientenaufkommen in den Notaufnahmen und Arztpraxen hat in den vergangenen Tagen weiter zugenommen, deshalb will die Stadt Duisburg ab Mittwoch, 8 Uhr eine weitere medizinische Sichtungsstelle an der Glück-Auf-Halle im Duisburger Westen in den Dienst – zusätzlich zu den zwei bereits bestehenden Sichtungsstellen im Norden und Süden der Stadt.

So sollen die Wartezeiten von Patienten verringert sowie Notaufnahmen und Arztpraxen entlastet werden. Auch in dem neuen Sichtungszentrum sollen sich unabhängig von einem Corona-Verdacht alle Personen vorstellen, die sich krank fühlen und in der Lage sind, diese Sichtungsstelle selbstständig aufzusuchen. Dort werden sie durch einen Arzt untersucht. Stellt dieser eine Behandlungsbedürftigkeit fest, händigt er Patienten eine entsprechende Bescheinigung aus. Mit dieser Bescheinigung stellen sich die betroffenen Patienten dann in einer Arztpraxis oder einer Notaufnahme vor.

Die medizinischen Sichtungszentren stellen keine Rezepte, Arbeitsunfähigkeits- oder Quarantänebescheinigungen aus. Auch wird dort keine COVID-19-Testung durchgeführt. Hierzu müssen die Patienten weiterhin in die Corona-Testzentren an der Stadthalle Walsum oder an der Gesamtschule Süd fahren, betont die Stadt in einer Pressemitteilung.

Das sind die Standorte der medizinischen Sichtungszentren:

  • Sichtungszentrum West: Glück-Auf-Halle, Dr.-Kolb-Str. 2, 47198 Duisburg-Homberg
  • Sichtungszentrum Süd: Gesamtschule Süd, Großenbaumer Allee 168-172, 47269 Duisburg-Großenbaum
  • Sichtungszentrum Nord: Stadthalle Walsum, Waldstr. 20 (Anfahrt über Beckersloh), 47179 Duisburg-Walsum

Öffnungszeiten: täglich von 8 Uhr bis 18 Uhr

Patienten, die sich dort vorstellen, benötigen ihren Personalausweis und die Versichertenkarte der Krankenkasse. Die Stadt weist nochmals darauf hin, dass Anrufer über die Notrufnummern 112 oder 110 keine Auskünfte zu Corona erhalten. Die Notrufnummern müssen für Notfälle freigehalten werden. Telefonische Auskünfte zu COVID-19 bekommen Sie bei Ihrem Hausarzt oder außerhalb der Praxiszeiten beim Ärztlichen Notdienst unter der Rufnummer 116117.

Wir sammeln Hilfsangebote für ältere Duisburger und Lieferdienste von Duisburg Restaurants.

Und bitten Sie um Hinweise auf weitere solcher Dienste an redaktion.duisburg@waz.de. Vielen Dank im Voraus!

EINTRÄGE VON MONTAG, 23. MÄRZ

21.45 Uhr: Die Duisburger Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany und der Bundesverband Rettungshunde (BRH) aus Hünxe unterstützen die Stadt Duisburg nach eigenen Angaben im Kampf gegen das Coronavirus.

Sie stellen für die Einrichtung der geplanten Behelfsklinik in Duisburg-Laar (siehe 18.40 Uhr) Ausrüstung, die für internationale Hilfseinsätze vorgesehen war. „Am Montagvormittag wurde dafür die Ausrüstung aus dem Lager in Hünxe nach Duisburg gebracht“, berichtete I.S.A.R.-Pressesprecher Stefan Heine am Montagabend. „So werden ein Röntgengerät, Geräte zur Sterilisation von medizinischer Ausrüstung und Geräte zur Blutgasanalyse, Ausrüstung zur Intubation von Patienten sowie Defibrillatoren übergeben.“ Außerdem erhalte die Stadt Duisburg Desinfektionsmittel und Schutzmasken: „In den nächsten Tagen werden Mitglieder des medizinischen Teams von I.S.A.R. und BRH die Mitarbeiter der Klinik in die Handhabung der Ausrüstung einweisen.

„Die Hilfe liegt uns sehr am Herzen“, sagten die Präsidenten von I.S.A.R. Germany und BRH Bundesverband Rettungshunde, Daniela Lesmeister und Jürgen Schart.

Die ISAR ­(die englische Abkürzung steht für International Search-and-Rescue, auf Deutsch: Internationale Such- und Rettungstruppe) mit Sitz in Duisburg und der Geschäftsstelle in Kleve hat rund 170 aktive Retter in ganz Deutschland.

19.30 Uhr: Das Kontaktverbot und die Kontrolle der Allgemeinverfügung stellen den städtischen Außendienst (SAD) vor große personelle Herausforderungen. Für die Mitarbeiter verhängen die Verantwortlichen eine Urlaubssperre. An vielen Orten wurden am Montag die strikten Vorgaben zur Eindämmung des Coronavirus eingehalten. „Mir sind keine gröberen Verstöße bekannt“, sagte Stadtsprecherin Anja Kopka aus dem Krisenstab. Wie viele Verstöße Polizei und Ordnungsamt am Montag ahndeten, war am Abend noch unklar.

Die Stadt kündigte im Fall der Fälle harte Sanktionen an: „Sofern Uneinsichtige angetroffen werden, werden konsequente Maßnahmen ergriffen. Diese werden im Einzelfall getroffen und können zur Versiegelung und zum Austausch der Türschlösser, der Einleitung eines Strafverfahrens und eines Gewerbeuntersagungsverfahrens führen“, erklärte Stadtsprecher Peter Hilbrands.

18.40 Uhr: Die Stadtverwaltung rüstet sich weiter auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie und will helfen, die Kapazitäten für schwer erkrankte Covid-19-Patienten in Duisburg auszubauen:

Der Krisenstab hat mit Blick auf die Versorgung schwer erkrankter Infizierter beschlossen, „ein Behelfskrankenhaus in der ehemaligen Rhein Klinik in Duisburg-Laar zu errichten“. In dem Behelfskrankenhaus sollen nicht Infizierte behandelt werden. Stattdessen soll das Behelfskrankenhaus den Duisburger Kliniken ermöglichen, ihre Kapazitäten für Covid-19-Patienten aufzustocken.

Die Behelfsklinik in Laar solle „Patienten aus den Duisburger Kliniken aufnehmen und versorgen, die zwar noch einer stationären, aber keiner intensivmedizinischen Pflege und Versorgung bedürfen“.

Die Stadt bittet an dieser Stelle nochmals Ärztinnen und Ärzte und Pflegekräfte, die aktuell keine Beschäftigung haben, sich über die Email-Adresse: spontanhelfer@feuerwehr.duisburg.de zu melden. Die Feuerwehr wird jede Meldung aufnehmen und sich mit den Helferinnen und Helfern in Kontakt setzen.

18.30 Uhr: Wesentliche Unternehmen der Maredo-Gruppe haben einen Insolvenzantrag gestellt. Als Auslöser nennt das Unternehmen die Coronakrise: Nachdem es zunächst zu einem massiven Umsatzeinbruch kam, mussten danach aufgrund der Erlasse von Bund, Land und Kommunen alle Restaurants schließen. In Duisburg betrifft die Schließung der Filiale an der Königstraße 23 Mitarbeiter.

Corona: 157 Infizierte, 14 im Krankenhaus, 640 in Quarantäne

16.23 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Duisburg ist von Sonntag auf Montag um 24 Fälle auf 157 gestiegen (Stand: 23. März, 16 Uhr). 14 Covid-19-Patienten müssen nach Angaben der Stadt in Krankenhäusern stationär behandelt werden. Drei der Infizierten aus der Duisburg-Statistik gelten inzwischen als genesen.

Über die Infizierten hinaus seien mittlerweile 481 Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne, zehn weitere Personen konnten inzwischen aus der Quarantäne entlassen werden.

Stadt und Feuerwehr haben über 1000 Menschen in Duisburg auf Sars-CoV-2 getestet

Mit der Einrichtung der beiden mobilen Drive-in-Testzentren ist es dem Krisenstab anscheinend gelungen, eine so wichtige Voraussetzung zur Bekämpfung der Pandemie zu schaffen: Es müssen möglichst viele Menschen getestet werden, um die Bevölkerung besser schützen und die Dunkelziffer verringern zu können. Nach Angaben der Stadt wurden in den beiden Testzentren in Walsum und Großenbaum sowie durch das mobile Team der Feuerwehr bislang insgesamt 1.043 Corona-Tests durchgeführt (Stand: 23.03., 10 Uhr).

In den zwei medizinischen Sichtungszentren seien bis Montag, 10 Uhr, „insgesamt 346 Patienten untersucht worden.

Stadt sucht freiwillige Pflegekräfte, Physiotherapeuten und Sanitäter

Nachdem die Stadt Duisburg bereites ehrenamtliche Ärzte gesucht hat, ruft sie nun auch andere Helfer auf, auf freiwilliger Basis in einer Krankenstation zu helfen: „Sie sollten ausgebildete Pflegekräfte bzw. Pflegehilfskräfte sein oder eine rettungsdienstliche Qualifikation besitzen. Auch Physiotherapeuten und andere medizinisch ausgebildete Personen sind herzlich willkommen. Personen, die freiwillig mitarbeiten wollen, melden sich bitte unter folgender E-Mail-Adresse: spontanhelfer@feuerwehr.duisburg.de.“

13.45 Uhr: Nun also doch: Nach Sparda-Bank und Commerzbank schließt nun auch die Sparkasse Duisburg wegen der Ansteckungsgefahr zahlreiche Filialen ab Dienstag, 24. März: „Der Schutz von Kunden und Mitarbeitern hat oberste Priorität. Die Reduzierung sozialer Kontakte ist der wirksamste Weg, um die rasante Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen.“

Die Sparkasse schließt folgende elf Geschäftsstellen vorübergehend, bis auf Weiteres:

• Baerl, Schulstraße 4

• Fahrn, Ziegelhorststraße 64

• Friemersheim, Kaiserstraße 45

• Homberg, Bismarckplatz 3-4

• Koloniestraße, Koloniestraße 90

• Meiderich, Auf dem Damm 64-68

• Rheinhausen, Beethovenstraße 21

• Rumeln-Kaldenhausen, Düsseldorfer Straße 79

• Vierlinden, Franz-Lenze-Straße 69

• Wedau, Wedauer Straße 325

• Wanheim, Beim Knevelshof 35

Das Selbstbedienungsangebot – Geldautomaten, Kontoauszugsdruckern und Überweisungsterminals – bleibe in allen Filialen erhalten und könne sieben Tage wöchentlich von 6 bis 24 Uhr genutzt werden.

Für die weiterhin geöffneten Geschäftsstellen kündigt die Sparkasse „temporäre Zugangsbeschränkungen“ an, sollten Kunden den Sicherheitsabstand von anderthalb Metern wegen zu großen Andrangs nicht einhalten können. Geöffnet bleiben diese 17 Filialen:

• Alt-Hamborn, Alleestraße 22b

• Beeck, Marktplatz 7-11

• Bergheim, Trompeter Straße 12

• Buchholz, Münchener Str. 62

• Großenbaum, Angermunder Straße 1

• Hamborn, Duisburger Str. 233-235

• Hochfeld, Wanheimer Straße 78

• Hochemmerich, Duisburger Straße 7-9

• Hochheide, Moerser Str. 242

• Huckingen, Düsseldorfer Landstraße 300

• Kaiserberg, Gerh.-Hauptmann-Straße 5-7

• Marxloh, Weseler Str. 64

• Meiderich-Bahnhof, Von-der-Mark-Straße 8

• Neudorf, Bismarckstraße 78

• Neumühl, Holtener Straße 200

• Walsum, Kometenplatz 58

• Wanheimerort, Düsseldorfer Straße 488

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Duisburg, Dr. Joachim Bonn, appelliert an die Kundschaft: „Bitte kommen Sie aktuell nur in eine Geschäftsstelle, wenn es unbedingt nötig ist. Nutzen Sie unser Online-Angebot über unsere Homepage www.sparkasse-duisburg.de oder über die Sparkassen-App. Nutzen Sie den telefonischen Kontakt zu uns über das Kunden-Service-Center unter der Telefonnummer 0203 2815-0.“

Über die telefonische Kundenbetreuung sei es möglich, montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr Bankgeschäfte zu erledigen, etwa Überweisungen bis zu 1500 Euro zu tätigen und Gesprächstermine zu vereinbaren. Bonn bittet um Verständnis, „dass es aufgrund der herrschenden Ausnahmesituation zu Wartezeiten kommen kann“.

Er möchte besorgte Bürger mit dem Hinweis beruhigen, dass die Bargeldversorgung „jederzeit sichergestellt ist“. Die Sparkasse unterhalte in Duisburg und Kamp-Lintfort rund 100 Geldautomaten. „Bitte nutzen Sie aus hygienischen Gründen dennoch verstärkt die Möglichkeit der bargeldlosen Zahlung mit Karte oder Smartphone“, bittet Sparkassen-Chef Bonn und appelliert: „Seien Sie solidarisch, schützen Sie sich und andere, bleiben Sie zu Hause, damit wir gemeinsam diese Krise meistern! Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!“

13 Uhr: Während Düsseldorf wegen der Coronakrise keine Knöllchen mehr verteilt, bleibt Falschparken in Duisburg teuer: Die Stadt kassiert weiter. Änderungen bei der Kontrolle des ruhenden Verkehrs gibt es aber trotzdem.

Neue Regelungen zur Betreuung von Kita- und Schulkindern

12.25 Uhr: Die Stadtverwaltung informiert zur Ausweitung des Betreuungsangebotes für Kinder in Kindertagesstätten und Schulen. Ab heute, 23. März, werde demnach die bestehende Regelung der Notbetreuung an Schulen und Kitas erweitert. Wir geben die Informationen zunächst im Wortlaut wieder:

„Für Schulen gilt dann:

Einen Anspruch auf Notbetreuung haben nun alle Beschäftigten – unabhängig von der Beschäftigung des Partners oder der Partnerin –, „die in kritischen Infrastrukturen beschäftigt sind, dort unabkömmlich sind und eine Betreuung im privaten Umfeld nicht gewährleisten können.

Ebenfalls ab heute bis einschließlich 19. April wird der zeitliche Umfang der Notbetreuung ausgeweitet. Ab dann steht die Notbetreuung bei Bedarf an allen Tagen der Woche, also auch samstags und sonntags, und in den Osterferien grundsätzlich mit Ausnahme von Karfreitag bis Ostermontag zur Verfügung.

Seit dem 18. März 2020 bieten die Schulen in NRW insbesondere für die Klassen 1 bis 6 eine Notbetreuung an. Wo ein Ganztagsangebot besteht, ist ab sofort auch eine Betreuung aller Schülerinnen und Schüler bis in den Nachmittag sichergestellt. Dies gilt unabhängig davon, ob das jeweilige Kind einen Ganztagsplatz hat. Ein Anspruch auf diese Notbetreuung bestand bislang, wenn beide Elternteile im Bereich sog. kritischer Infrastrukturen arbeiten, sie dort unabkömmlich sind und eine Kinderbetreuung durch die Eltern selbst nicht ermöglicht werden kann. Einen Anspruch haben auch Alleinerziehende mit einer beruflichen Tätigkeit im Bereich kritischer Infrastrukturen. Zur kritischen Infrastruktur gehören die Versorgung mit Energie, Wasser und Lebensmitteln, das Gesundheitswesen, Telekommunikation, Finanzwesen, Transport und Verkehr, staatliche Verwaltung, die Schulen selbst und Einrichtungen der Kinder- Jugend und Behindertenhilfe.

Link zum Formular des Schulministeriuums

Für die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen gilt:

Um den Betrieb der kritischen Infrastruktur sicherzustellen, hat die Landesregierung entschieden, dass ab dem 23. März 2020 jede Person, die in kritischer Infrastruktur tätig ist, und eine Bescheinigung des Arbeitgebers zur Unabkömmlichkeit vorlegen kann, unabhängig von der familiären Situation einen individuellen Anspruch auf eine Betreuung ihrer Kinder in Kindertagesbetreuungsangeboten hat.

Es reicht damit, wenn ein Elternteil eine entsprechende Bescheinigung vorlegt, es müssen nicht länger zwei Bescheinigungen vorgelegt werden.

Alleinerziehende, die in kritischer Infrastruktur tätig sind, brauchen neben der Arbeitgeberbescheinigung keine weiteren Nachweise zu erbringen.

• Der Betreuungsanspruch wird in den Einrichtungen oder Kindertagespflegestellen erfüllt werden, mit denen Eltern einen Betreuungsvertrag haben.

• Einen Betreuungsanspruch haben auch die Eltern, die keinen Betreuungsvertrag mit einem Kindertagesbetreuungsangebot haben. Eltern wenden sich in diesen Fällen an das Jugendamt.

• Wie bei den Schulen gilt: Eine Wochenendbetreuung wird ab dem 23. März 2020 sichergestellt.

Unabhängig davon appelliert das Ministerium in einem Elternbrief nochmals ausdrücklich an die Eltern, dass aus Infektionsschutzgründen die Inanspruchnahme dieser Neuregelung auf das unbedingt erforderlichen Maß beschränkt bleiben muss.

Die Kinder sollen nur dann in die Kindertageseinrichtung bzw. Kindertagespflege, wenn die Betreuung wirklich nicht selbst oder anderweitig verantwortungsvoll – nach den Empfehlungen des RKI – organisiert werden kann. In diesem Elternbrief macht das Ministerium weiterhin darauf aufmerksam, dass mit jedem zusätzlichen Kontakt außerhalb der Familie ein steigendes Infektionsrisiko für das Kind und die Familie besteht.

Genauso sieht es auch die Stadt Duisburg und schließt sich diesem Appell, auch in Bezug auf die Notbetreuung in Schulen, an.

Wichtig: Die Personen, die in kritischer Infrastruktur tätig sind, dürfen ihre Kinder nicht bringen, wenn sie selbst oder ihre Kinder

• Krankheitssymptome aufweisen,

• wissentlich in Kontakt zu infizierten Personen stehen, es sei denn, dass seit dem Kontakt mit infizierten Personen 14 Tage vergangen sind und sie keine Krankheitssymptome aufweisen,

• sich in einem Gebiet aufgehalten haben, das durch das Robert Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist (zur RKI-Seite), es sei denn, dass seit Rückkehr aus diesem Risikogebiet 14 Tage vergangen sind und sie keine Krankheitssymptome zeigen. Hier sind die Eltern in der Verantwortung zu entscheiden, ob die Kinder betreut werden dürfen oder nicht.

8.30 Uhr: Die Wirtschaftsbetriebe haben in Duisburg ab sofort alle Recyclinghöfe geschlossen. Die Schließungen sind eine Reaktion auf das Kontaktverbot, das NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Sonntagnachmittag verkündet hat.

Im Norden verschiebt sich aufgrund des Brandes in der Umladestation am Recyclingzentrum Nord am Samstagabend die haushaltsnahe Altpapiersammlung außerdem um jeweils einen Tag nach hinten. Die Löscharbeiten dauerten bis zum Sonntagmittag an. Die Polizei ermittelt hier zur Brandursache.

8 Uhr: Oberbürgermeister Sören Link hat sich über den Youtube-Kanal der Stadt Duisburg an die Bürger gewandt. Sein Beitrag im Wortlaut:

„Liebe Duisburgerinnen und Duisburger,

wir alle erleben das, was jetzt passiert, zum ersten Mal, seitdem es die Bundesrepublik Deutschland gibt: eine landesweite Ausgangsbeschränkung. Wir alle erleben aber auch eine Welt, die es mit einer einmaligen Herausforderung zu tun hat. Und das bedeutet ganz unmissverständlich: Wir müssen jetzt entschlossen mithelfen, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen, indem wir konsequent zuhause bleiben. Mir ist bewusst: Die neuesten Entwicklungen fordern nach allem, was wir in den vergangenen Wochen schon erlebt haben und aushalten mussten, ein weiteres großes Opfer. Unsere persönliche Freiheit wird dadurch massiv eingeschränkt und unsere Geduld auf eine harte Probe gestellt.

Auch ich weiß, wie sich das anfühlt. Wenn man den starken Impuls unterdrücken muss, bei den eigenen Eltern vorbeizuschauen, die persönliche Unterstützung und Zuwendung gerade jetzt nötig hätten. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie schwer es fällt, wenn Eltern ihren Kindern erklären müssen, dass sie jetzt erst einmal zuhause bleiben müssen und nicht mehr ihre Freunde treffen dürfen. Dass sie Oma und Opa nur am Telefon sprechen können. Ich weiß auf, dass sich einige gerade in dieser schweren Zeit liebend gerne mit Freunden, Sport- und Vereinskameraden treffen und austauschen möchten. Tun Sie es bitte nicht, nur so können wir die weitere Ausbreitung des Virus verlangsamen.

Bleiben Sie zuhause, sofern Sie nicht zur Arbeit fahren, Einkaufen gehen oder anderen helfen müssen! Nutzen Sie die Gelegenheit draußen an der frischen Luft zu spazieren gehen, um abzuschalten und um Kraft zu tanken. Aber bitte tun Sie das nur alleine oder mit den Menschen, mit denen Sie ohnehin unter einem Dach leben. Halten Sie dabei zu anderen den nötigen Abstand von 1,5 Metern. Waschen Sie regelmäßig, gründlich und oft ihre Hände. Vermeiden Sie unnötige soziale Kontakte. Nur wenn wir uns alle daran halten, können wir weitere Verschärfungen vermeiden.

Und denken Sie bitte gerade in dieser außergewöhnlichen Situation an alte und kranke Menschen – bieten Sie ihnen Hilfe an.

Liebe Duisburgerinnen und Duisburger, ich bin genau wie Sie ein freiheitsliebender Mensch. In einer Zeit wie dieser merken wir alle nun ganz unmittelbar, wie wertvoll unsere freie und solidarische Gesellschaft ist. Zum Wohl aller und genau für diese Gesellschaft bitte ich Sie ganz eindringlich: Bleiben Sie zuhause! Glück auf – und bleiben Sie gesund!“

EINTRÄGE VON SONNTAG, 22. MÄRZ

18.30 Uhr: Auch in Duisburg gilt ab sofort ein Kontaktverbot. Das bedeutet, dass Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen verboten sind. Oberbürgermeister Sören Link sagte zur der Entscheidung: „Die Kontaktsperre fordert nach allem, was wir in den vergangenen Wochen schon erlebt haben und aushalten mussten, ein weiteres großes Opfer. Unsere persönliche Freiheit wird dadurch massiv eingeschränkt und unsere Geduld auf eine harte Probe gestellt“. Allerdings sei die Maßnahme aus seiner Sicht „unvermeidbar“ für den Schutz der Bevölkerung.

Polizei und Ordnungsamt werden die Einhaltung in Duisburg kontrollieren. Verstöße können mit einer Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

12.30 Uhr: Die Zahl der Infizierten ist am Sonntag auf 133 gestiegen. Sechs von ihnen werden wegen starker Symptome weiter im Krankenhaus behandelt. Zwei Patienten konnten die Ärzte wieder entlassen.

Informationstext zu Beschränkungen in mehreren Sprache

12.15 Uhr: Duisburgs OB hat über Facebook noch einmal an, die Bevölkerung appelliert, sich an die Vorgaben der Behörden zu halten:

„Es gibt anscheinend immer noch zu viele Menschen gleich welchen Alters, gleich welcher Nationalität, die sich nicht an die relativ einfachen Verhaltensregeln und Vorgaben der Behörden halten. Wenn wir die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen wollen, dann schaffen wir das nur zusammen“, schrieb der Oberbürgermeister.

Gemeinsam mit Erkan Üstünay, dem Vorsitzenden des Integrationsrats, hat Link einen Informationstext entworfen, der nun in die verschiedenen Sprachen übersetzt wird.

Der Informationstext im deutschen Wortlaut:

Liebe Duisburgerinnen und Duisburger, wir erleben gerade erhebliche Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens in unserer Stadt. Viele Geschäfte und öffentliche Einrichtungen sind geschlossen. Grund ist der Corona-Virus, der bereits weltweit und auch in Deutschland Todesopfer gefordert hat und sich immer weiter verbreitet.

Wir können alle etwas dafür tun, um die weitere Verbreitung des Virus zu verlangsamen:Waschen Sie oft, regelmäßig und gründlich ihre Hände. Vermeiden Sie alle unnötigen Sozialkontakte und bleiben Sie möglichst zuhause. Vermeiden Sie Menschenansammlungen und halten Sie mindestens 1,5m Abstand zu anderen Menschen.Verlassen Sie ihre Wohnung oder ihr Haus nur, um Lebensmittel oder Medikamente einzukaufen oder zur Arbeit zu kommen. Helfen Sie alten und geschwächten Menschen. Bieten Sie aktiv ihre Hilfe an, um für sie Lebensmittel oder Medikamente einzukaufen oder wichtige Fahrten zu übernehmen.Zusammen können und werden wir es schaffen, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und ihn letztlich zu besiegen.Bitte teilen Sie diese Nachricht an möglichst viele Menschen in Ihrem Umfeld und beachten Sie die Hinweise und Vorgaben der Behörden.

Informieren Sie sich im Radio oder Fernsehen, auf der Homepage oder der Facebook-Seite der Stadt Duisburg oder des Robert-Koch-Instituts.Bleiben Sie gesund.

Ihr Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg und Ihr Erkan Üstünay, Vorsitzender des Integrationsrats der Stadt Duisburg

11.30 Uhr: Die Stadt berichtet von einer sehr unterschiedlichen Auslastung der beiden mobilen Testzentren: Während an der Gesamtschule Duisburg-Süd ein konstant hoher Andrang herrscht, ist der Auflauf an der Walsumer Stadthalle deutlich geringer. Gleiches gilt für die angeschlossenen Sichtungszentren.

Die Verantwortlichen bitten deshalb auch Menschen aus der Mitte und dem Süden, verstärkt die Zentren im Norden anzufahren, sofern es ihnen möglich ist.

Alle Infos und Regelungen zu den Testzentren finden Sie hier.

11 Uhr: Ein Blick in die Duisburger Innenstadt: In der Fußgängerzone tummeln sich kaum Menschen. Auch auf den Autobahnen in Duisburg ist beispielsweise extrem wenig Verkehr

EINTRÄGE VON SAMSTAG, 21. MÄRZ

17.30 Uhr: Die Corona-Testzentren an der Walsumer Stadthalle und der Gesamtschule Duisburg-Süd sind am Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Wichtig: Nur der Hausarzt und die medizinischen Sichtungszentren dürfen dorthin überweisen. Die Sichtungszentren sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr im Dienst.

14 Uhr: Unser Reporter hat sich in der Innenstadt, der Regattabahn und an der Pauluskirche umgesehen. Sein Eindruck: Die angedrohte Ausgangssperre hat Eindruck hinterlassen: Die Menschen halten Abstand und fluten nicht mehr die Ausflugsziele.

EINTRÄGE VON FREITAG, 20. MÄRZ

19.30 Uhr: Die Stadt Duisburg hat im Norden der Stadt, an der Stadthalle Walsum, am Freitagabend ein zweites „Sichtungszentrum“ eröffnet, weil immer mehr Patienten in die Notaufnahmen und Arztpraxen strömen.

In diesem Sichtungszentrum sollen sich – unabhängig von einem Corona-Verdacht – alle Personen vorstellen, die sich krank fühlen und in der Lage sind, die Einrichtung selbstständig aufzusuchen.

Dort werden sie von einem Arzt untersucht. Dieser stellt fest, ob der Betroffene auf eine Corona-Infektion getestet werden oder anderweitig behandelt werden sollte. Behandlungsbedürftige erhalten eine Bescheinigung, mit der sie sich in einer Arztpraxis oder einer Notaufnahme melden können – oder in einem der beiden mobilen Corona-Testzentren.

„Ziel dieser Maßnahme ist es, die Kapazitäten der Notaufnahmen für Notfälle und Unfälle freizuhalten“, sagt Stadtsprecherin Anja Kopka: „Die Stadt bittet alle Duisburgerinnen und Duisburger diese Sichtungszentren zu nutzen.“ Das sind die Adressen:

• Medizinisches Sichtungszentrum Süd, Gesamtschule Süd, Großenbaumer Allee 168-172, 47269 Duisburg

• Medizinisches Sichtungszentrum Nord, Stadthalle Walsum, Waldstraße 20 (Anfahrt über Beckersloh), 47179 Duisburg

Die medizinischen Sichtungszentren sind täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Patienten, die sich dort vorstellen, benötigen ihren Personalausweis und die Versichertenkarte der Krankenkasse.

Die Sichtungszentren sind nicht zu verwechseln mit den beiden jeweils benachbarten mobilen Corona-Testzentren, in die nur solche Patienten mit ihrem Auto zum Abstrich vorfahren dürfen, die ein Arzt geschickt hat.

18 Uhr: Viel Aufregung um eine Lieferung Klopapier: Die Polizei hat am Freitagnachmittag gleich mehrere Streifenwagen zur Rossmann-Filiale in Duisburg-Beeck geschickt, weil besorgte Anrufer einen Tumult mit angeblich 100 Kunden vor der Drogerie gemeldet hatten. Das sagt die Polizei dazu.

Aufregung um Klopapier-Lieferung in Beeck

Von 75 auf 98 Fälle – acht Infizierte im Krankenhaus

16.40: Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten ist in Duisburg von Donnerstag auf Freitag so stark gestiegen wie nie zuvor: von 75 auf 98 Fälle.

Acht Personen werden nun im Krankenhaus behandelt (eine davon allerdings ursprünglich nicht wegen der Corona-Infektion) – sechs mehr als in den Tagen zuvor. „Nach aktuellem Kenntnisstand besteht allerdings in keinem der Fälle Lebensgefahr“, erklärte Stadtsprecher Peter Hilbrands.

Der Anstieg ist einerseits alarmierend, andererseits auch auf die Bemühungen von Stadt, Feuerwehr und Krankenhäusern zurückzuführen, mehr Menschen zu testen.

Am Donnerstag hatte die Stadt in Walsum ein zweites Drive-in-Testzentrum eingerichtet. Dort und in Großenbaum werden nur Abstriche von Patienten genommen, die von Ärzten geschickt werden. Allerdings seien die Wartezeiten im Norden deutlich geringer, erklärte die Stadt.

Duisburg: Stadt richtet Sichtungszentrum im Süden ein

Für alle anderen gibt es nun auch ein Sichtungszentrum an der Gesamtschule-Süd. Ärzte untersuchen dort Patienten, die sich unschlüssig darüber sind, ob sie zum Hausarzt gehen sollen. Die Ärzte überweisen nach der Untersuchung zum Hausarzt, Notarzt oder direkt zum Corona-Testzentrum auf dem Schulgelände.

Das Sichtungszentrum an der Großenbaumer Alle 168 ist täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet und über den Seiteneingang der Schule erreichbar. Patienten müssen zur Untersuchung ihre Versichertenkarte und ihren Personalausweis mitbringen.

14.30 Uhr: Große Gottesdienste können die beiden Kirchen in Duisburg wegen des Coronavirus nicht mehr feiern. Deshalb wenden sich ein evangelischer Pfarrer und ein katholischer Diakon am Sonntag über das Internet an die Gläubigen.

Die Videoandacht, die am Samstag im Freien aufgezeichnet wird, wird am Sonntag, 22. März um 10 Uhr ausgestrahlt. Sie ist auf der Seite und auf dem Youtube-Kanal von Radio-Duisburg zu sehen. Pfarrer Björn Hensel aus der evangelischen Kirchengemeinde Trinitatis und Diakon Thomas Löv von der Katholischen Pfarrgemeinde St. Judas-Thaddäus aus dem Duisburger Süden haben den Auftakt der Serie, die bis zum 19. April gehen soll, gestaltet. In der gemeinsamen Andacht soll es um die Kostbarkeit des Lebens und darum, dass die Menschen auch jetzt unter dem Schutz Gottes und seiner Zusage stehen.

12 Uhr: Eine besondere Maßnahmen greift nun für Taxiunternehmen: Das Straßenverkehrsamt Duisburg befreit eingesetzte Fahrzeuge von Taxiunternehmen von der Betriebspflicht. Die betroffenen Unternehmen können laut Stadt ab sofort von montags bis freitags, zwischen 8 und 13 Uhr, telefonisch unter 0203 283-4821 einen Termin zur Außerbetriebsetzung der Fahrzeuge vereinbaren.

11.30 Uhr: Am Donnerstag hat die Stadt im Duisburger Norden ein zweites Testzentrum eingerichtet. Dort wurden zwischen 14 und 20 Uhr 35 Menschen getestet.

10.45 Uhr: Die Stadt Duisburg hat an der Gesamtschule Duisburg-Süd ein Sichtungszentrum in Betrieb genommen. Ärzte untersuchen dort Patienten, die sich unschlüssig darüber sind, ob sie zum Hausarzt gehen sollen. Die Ärzte überweisen nach der Untersuchung zum Hausarzt, Notarzt oder direkt zum Corona-Testzentrum auf dem Schulgelände.

Das Sichtungszentrum an der Großenbaumer Alle 168 ist täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet und über den Seiteneingang der Schule erreichbar. Patienten müssen zur Untersuchung ihre Versichertenkarte und ihren Personalausweis mitbringen.

9.10 Uhr: Bis die getesteten Duisburger ihre Ergebnisse bekommen dauert es immer länger. „Am Anfang sind wir von 48 Stunden ausgegangen. Mittlerweile sind es aber oft über 72 Stunden“, berichtet Stadtsprecherin Anja Kopka. Die Labore seien bis zum Anschlag belastet. Das Gesundheitsamt verfügt über keine eigenes Labor, schickt die Tests unter anderem nach Krefeld und Köln.

EINTRÄGE VON DONNERSTAG, 20. MÄRZ

17.40 Uhr: Die Stadt Duisburg hat auf einen offenen Brief von Tageseltern reagiert: Oberbürgermeister Sören Link wird dem Rat der Stadt Duisburg vorschlagen, den Kindertagespflegepersonen unabhängig von der gegenwärtigen Anzahl der betreuten Kinder auf der Basis der bestehenden Betreuungsverträge das Entgelt für die Betreuung zahlen – einschließlich der Betriebskostenpauschale, der bislang gewährten Mietkostenzuschüsse sowie der anteiligen Sozialversicherungsleistungen zunächst bis zum 30. April.

Voraussetzung für die weitere Finanzierung sei aber, dass sich die Tageseltern grundsätzlich für die Betreuung der Kinder von Schlüsselpersonen zur Verfügung stellen.

16.40 Uhr: Die Fallzahl der Corona-Infizierten hat in Duisburg noch einmal einen Sprung gemacht. Laut Stadt ist die Zahl um 17 Infizierte auf nun 75 gestiegen. 301 Kontaktpersonen befinden sich darüber hinaus in häuslicher Quarantäne.

16 Uhr: Seit Donnerstag kontrolliert der städtische Außendienst (SA), ob all die Betriebe wie angeordnet schließen, die nicht der Grundversorgung dienen. Die meisten Restaurants und Cafés, Teestuben und Eisdielen, Spielhallen und Wettbüros halten sich wie berichtet an das Verbot, das die Corona-Infektionskette unterbrechen soll. Stadtsprecherin Anja Kopka sagt auf Nachfrage jedoch, dass die Ordnungshüter bis Donnerstagmittag auch etwa 15 Läden uneinsichtiger Inhaber in Marxloh und Hochfeld versiegeln mussten, darunter einige Cafés im weitesten Sinn. In Einzelfällen bat das Ordnungsamt dabei die Polizei um Vollzugshilfe.

Zudem stoßen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes und Polizisten immer wieder auf Menschenansammlungen. Sie informieren und klären auf, die Polizisten haben aber zur Gefahrenabwehr auch schon Platzverweise erteilt.

Polizei Duisburg: Weniger Einbrüche durch Homeoffice und Grenzkontrollen

15.55 Uhr: Ein positiver Nebeneffekt der Pandemie und all der Einschränkungen ist der Polizei Duisburg bereits aufgefallen. Es gebe weniger Einbrüche, sagt Polizeisprecher Stefan Hausch.

15.40 Uhr: Die Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Duisburg hat am Donnerstagnachmittag mitgeteilt, dass ab Freitag in den Einrichtungen der stationären Pflege der Awocura, des Caritasverbandes, der DRK Pflege und Betreuung Gesellschaft, der Evangelischen Altenhilfe und des Evangelischen Christophoruswerkes keine Besuche mehr möglich sind. Die bisher teilweise geltende Regelung von auf eine Stunde begrenzten Besuchsmöglichkeiten für je einen Angehörigen pro Bewohner fällt damit weg.

Duisburg: Schauinsland sagt Auslandsreisen bis zum 3. April ab

15.30 Uhr: Der Apothekerverband Duisburg/Niederrhein warnt vor Hamsterkäufen bei Medikamenten. „Das führt dazu, dass bei 300.000 Duisburgern drei Pakete eines Medikamentes liegen und dann für 200.000 Bürger nichts von diesem Medikament übrig ist, selbst wenn es jemand dringend braucht und es eigentlich viel mehr als genug davon gibt“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende Dr. Christoph Herrmann. Er kündigte an, dass man Menschen im Fall der Fälle wegschicken werde.

15.15 Uhr: Ein Rewe-Markt in Duisburg hat sich zum Schutz für Mitarbeiter und Kunden zu einer ungewohnten Maßnahme entschieden: Kunden dürfen nur noch einzeln die Filiale an der Herbststraße in Mittelmeiderich betreten.

13.30 Uhr: Der Duisburger Reiseveranstalter Schauinsland Reisen sagt alle Auslandsreisen mit Anreisedatum bis 3. April ab, für bestimmte Länder auch über diesen Zeitpunkt hinaus. Für die Kunden ist diese Stornierung kostenlos. Schauinsland weist darauf hin, dass über den April hinausgehende Stornierungen nötig werden können, sollte es am jeweiligen Reiseziel Ausgangssperren geben oder Hotels beziehungsweise der Luftraum geschlossen sein.

13 Uhr: Ein Pressesprecher des Christophoruswerkes, das in Duisburg mehrere Seniorenheime mit 850 Bewohnern betreibt, meldet sich gerade:

„Die Aktualität überholt uns gerade selbst: Die im Bericht (dieser Artikel, d. Red.) genannten Besuchseinschränkungen werden ab morgen (Freitag, d. Redaktion) nicht mehr gültig sein. Ab morgen werden wir alle Einrichtungen komplett für Besucher schließen – das gilt bis auf Weiteres –, werden sicher viele, wenn nicht alle Träger von Pflegeeinrichtungen so machen. Oberste Priorität hat der Schutz von Bewohnern und Mitarbeitern.“ Eine Ausnahme werde bei der Sterbebegleitung „unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen“ gemacht, ebenso bei medizinischen Notfällen. „Aber der normale Besuchsverkehr wird nicht mehr stattfinden.“

Mobiles Testzentrum im Duisburger Süden: 248 Abstriche in zwei Tagen

12.20 Uhr: Einige Hintergrundinformationen zur Zahl der Infektionen in Duisburg. Das Gesundheitsamt meldet die Fallzahl täglich dem Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG NRW). Der Stand vom Mittwochnachmittag: 58 Sars-CoV-Infektionen.

Krisenstab, Gesundheitsamt und Feuerwehr können aktuell nicht auswerten, wie viele Personen in Duisburg bislang insgesamt getestet wurden. Zur Erinnerung: Auch das St. Anna-Krankenhaus in Huckingen zum Beispiel führt Tests in einem extra eingerichteten Zelt durch. Malteser-Sprecher Patrick Pöhler fordert die Duisburger auf, das Malteser-Zelt ausschließlich nach ärztlicher Anweisung aufzusuchen. „Wir machen keine Verdachtstestungen.“

Im ersten mobilen Testzentrum auf dem Parkplatz der Gesamtschule Großenbaum seien aber zwischen dessen Start am Dienstagmorgen (17. März) und Mittwochabend (Stand: 19 Uhr) bereits 248 von Ärzten geschickte Personen getestet worden.

Das mobile Team der Feuerwehr habe bis Mittwochabend (Stand: 18. März, 19 Uhr) 122 Abstriche in Duisburg eingesammelt. Inzwischen dürften also deutlich mehr als 400 Personen getestet worden sein. Die meisten Proben schickt die Stadt zur Analyse zu Laboren in Düsseldorf und Krefeld. „Allerdings reagieren wir situationsbedingt, je nach Kapazitäten“, sagt ein Stadtsprecher Sebastian Hiedels.

Zurzeit befänden sich etwa 200 Menschen in Duisburg in Quarantäne. Gesundheitsamt und Krisenstab gehen von einer „erheblichen Dunkelziffer“ nicht erfasster beziehungsweise nicht gemeldeter Infektionen aus.

Redakteur Martin Schroers, der stellvertretende Leiter der Duisburger Lokalredaktion, wartet seit Montagnachmittag auf das Ergebnis seines Corona-Test. Hier ist sein Bericht aus der Quarantäne vom Dienstag.

DVG fährt nach Samstagsfahrplan – erste Bilanz

11 Uhr: In Zeiten leerer Supermarkt-Regale in Duisburg, verzeichnet der Online-Lieferdienst Picnic eine hohe Nachfrage. Picnic beliefert in Duisburg inzwischen jeden zehnten Haushalt, und für Neukunden gibt es eine Warteliste. Ein Selbstversuch, wie es klappt.

10.30 Uhr: Die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) fährt seit Mittwoch, 18. März, aufgrund der rückläufigen Nachfrage in Zeiten von Corona weniger. Eine erste Bilanz am späten Nachmittag fällt positiv aus.

10 Uhr: Die Sparkasse Duisburg appelliert an ihre Kunden, ihre Bankgeschäfte online zu erledigen, weil in der Corona-Krise aktuell deutlich mehr Menschen in die Filialen strömen – offenbar auch, um Bargeld zu bunkern.

Dennis Radtke (CDU) kritisiert Links Kritik am Krisenmanagement der Landesregierung

9.45 Uhr: Der Europaabgeordneter Dennis Radtke (CDU/EVP) kritisiert die Kritik von Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) am Krisenmanagement der Landesregierung NRW (CDU/FDP): „Wie Herr Link die NRW-Landesregierung pauschal angreift, klingt für mich nach Eröffnung des Kommunalwahlkampfs“, sagt Radtke. „Wir brauchen jetzt gemeinsames Handeln aller staatlichen Ebenen“, so der Abgeordnete. „Und zwar miteinander, nicht gegeneinander. Was wir nicht brauchen, ist die Ellbogen gegeneinander auszufahren.“

Link gingen die Erlasse der Landesregierung gegen die Corona-Pandemie nicht weit genug. Er hatte am Dienstag weitere Schließungen gefordert, etwa von Spielplätzen: „Die gefassten Entschlüsse sind Stückwerk und verspielen das Vertrauen der Bürger in die öffentlichen Institutionen.“

Radtke betonte: „Ich habe volles Vertrauen in die Arbeit von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Ministerpräsident Armin Laschet und in die Arbeit der gesamten Landesregierung. Alle arbeiten gewissenhaft und sind sich ihrer Verantwortung in dieser Krise bewusst“. Und an Duisburgs OB adressiert: „Bei Herrn Link sind immer die anderen Schuld. Er sollte sich besser selbstkritisch mit seiner Arbeit auseinandersetzen.“

AB HIER ABWÄRTS LESEN SIE ENTWICKLUNGEN VON MITTWOCH, 18. MÄRZ

Dieser Artikel fasst einige Entwicklungen des Mittwochs in Duisburg nochmals zusammen.

Hier nochmal einige Artikel vom Mittwoch, 18. März, in der Übersicht:

• Zum Artikel Schauinsland hat schon 15.000 Urlauber heimgeflogen

• Zum Artikel Corona-Angst: Duisburger sitzt zwei Stunden im Zug fest

• Zum Artikel Recyclinghöfe in Duisburg werden überrannt

• Zum Artikel In Duisburg gab es schon 230 Schließungskontrollen

• Zum Artikel Duisburger Bäckerei bietet Gratis-Lieferservice ab

• Zum Artikel Stornierungsflut beschäftigt Duisburger Reisebüros

Kämmerer Murrack verspricht Wirtschaft Unterstützung und kritisiert Landesregierung NRW

18 Uhr: Duisburgs Stadtdirektor und Kämmerer Martin Murrack kündigt wegen der „schon jetzt zum Teil dramatischen Folgen für den Wirtschaftsstandort“ Unterstützung der Stadtverwaltung an: „Ob Messebauer, Caterer, Gastronom, Künstler, Klein- oder Mittelständler – von einem Tag auf den anderen Tag brechen Geschäftsgrundlagen zum Teil vollständig weg. Aber auch die nicht direkt betroffene Wirtschaft hat mit Lieferengpässen, abnehmender Nachfrage und Personalproblemen zu kämpfen. Auch das kann existenzbedrohend sein.“

Obwohl die Stärkungspaktkommune noch immer Altschulden in Höhe von 1,3 Milliarden Euro Schulden hat – der „Konzern Stadt“ mit den Tochtergesellschaften wie DVV drei Milliarden Euro Schulden –, wolle die Stadtverwaltung „alles Mögliche unternehmen, um die von der Krise Betroffenen zu stärken“, versichert Murrack.

Auf Antrag hin werde es so möglich sein, die ausstehende kommunale Abgabe zu stunden, bei entsprechender Begründung auch zinsfrei. „Zudem können Absenkungen der Vorauszahlungen auf die Gewerbesteuer formlos beantragt werden“, sagt Murrack. Gleichwohl sei schon jetzt klar, dass die erforderliche finanzielle Unterstützung der Arbeitgeber „weit über die Leistungsfähigkeit einzelner Kommunen hinausgeht. Erste mögliche Unterstützungsangebote durch die Bundesregierung scheinen zum jetzigen Zeitpunkt in die richtige Richtung zu gehen“, findet der Sozialdemokrat.

Er nimmt auch die Landesregierung in die Pflicht: „Einige Bundesländer sind im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen schon jetzt einen großen Schritt voraus, sodass wir die Landesregierung deshalb dringend dazu auffordern, schon jetzt tragfähige Sofortlösungen zu etablieren.“ Finanzielle Hilfe, die „erst in Wochen oder Monaten vor Ort ankommt, kommt für viele Unternehmen zu spät.“

Jeder weitere Tag, „an dem es für die finanziell am stärksten Betroffenen keine Unterstützung gibt“, so Murrack, bedeute „den Verlust von Arbeitsplätzen und wirtschaftlichen Existenzen“.

Die Stadt Duisburg stehe Gewerbetreibenden und Bürger für wirtschaftliche Fragen und Auswirkungen durch das Virus als Ansprechpartner per E-Mail unter Stadtkasse@stadt-duisburg.de und telefonisch unter 0203-94000 zur Verfügung.“

Für den Unternehmerverband ist zur Rettung von Jobs das Kurzarbeitergeld das Mittel der Wahl.

17 Uhr: Uns erreicht ein Aufruf der Stadt Duisburg: „Ärzte im Ruhestand gesucht!“

Feuerwehr und Gesundheitsamt suchen für ärztliche Tätigkeiten im ambulanten Bereich ehrenamtliche Ärzte, die nicht berufstätig oder im Ruhestand sind. Es werden Mediziner für die beiden eingerichteten Testzentren im Norden und Süden Duisburgs sowie zur Unterstützung bei der Beratung von infizierten Patienten im Gesundheitsamt gesucht.

Sogar eine E-Mail-Adresse hat die Feuerwehr schon eingerichtet, an die Interessierte ihre Kontaktdaten schicken können: spontanhelfer@feuerwehr.duisburg.de oder per Post an die Adresse der Feuerwehr Duisburg, Wintgensstr. 111, 47058 Duisburg.

Zwölf neue Corona-Fälle – offiziell

16.47 Uhr: Der Krisenstab teilt die neue Zahl der in Duisburg registrierten Infizierten mit: Es sind seit gestern nochmal zwölf hinzugekommen. Alles in allem macht das 58 Fälle. Die Krankheitsverläufe sein weiterhin „weitestgehend unkompliziert“.

Was bei dieser Zahl nicht vergessen werden darf: Virologen rechnen damit, dass es eine hohe Dunkelziffer nicht entdeckter, gemeldeter und somit nicht registrierter Sars-CoV-2-Infektionen gibt.

Und: Das erste mobile Testzentrum im Duisburger Süden hat seine Arbeit erst am gestrigen Dienstag aufgenommen – dort positiv getestete Duisburger dürfen also in der aktuellen Statistik noch nicht erfasst sein, da es zurzeit in der Regel länger als einen Tag dauert, bis die Testergebnisse vorliegen.

Bürgerservice-Stationen geschlossen, aber zu erreichen

15 Uhr: Seit heute sind alle Ämter mit Publikumsverkehr zunächst bis zum Ende der Osterferien geschlossen, auch die Bürgerservicestationen in den Stadtteilen. Für „nicht aufschiebbare Notfälle“ hat die Stadt eine Rufnummer eingerichtet: 0203 283-90000 zu wenden. Schriftlich sind solche Anfragen per E-Mail an buergerservice@stadt-duisburg.de möglich sowie postalisch an diese Adresse: Amt für bezirkliche Angelegenheiten, 47049 Duisburg.

Kindertagespflegestellen: Eltern ohne Notbetreuung sollen Beiträge zurückbekommen

14.50 Uhr: Am Montag hatte Oberbürgermeister Sören Link bereits angekündigt, dass er dem Stadtrat vorschlagen wird, allen Eltern die gezahlten Elternbeiträgen anteilig zurückzuerstatten, denen für den Zeitraum der Schließung von Kindertageseinrichtungen kein Notbetreuungsplatz angeboten werden konnte.

Was viele Duisburger Eltern darauf erst Recht forderten, will die Stadtspitze gemeinsam mit der Ratsmehrheit nun auch umsetzen: Gezahlte Elternbeiträge sollen anteilig auch an all jene Eltern zurückfließen, denen wegen der Schließung von Kindertagespflegestellen kein Notbetreuungsplatz angeboten werden konnte.

„Auch für Eltern von Tagespflegekindern, die von der Schließung betroffenen sind, entsteht durch den Ausfall der Betreuungsleistung eine erhebliche organisatorische Belastung. Eine anteilige Erstattung für die fehlende Betreuungsleistung ist aus meiner Sicht daher auch in diesem Fall mehr als gerechtfertigt“, lässt sich Link vom Amt für Kommunikation zitieren.

Auch für diese Erstattung werde ein Antrag der Betroffenen erforderlich sein. „Wir werden die Einzelheiten noch ausarbeiten und die Eltern entsprechend informieren“, kündigt Thomas Krützberg an, der scheidende Beigeordnete für Familie, Bildung und Kultur, Arbeit und Soziales. Die Erstattungen sollen, sofern der Rat für die Erstattung auch der Kindertagespflege-Beiträge stimmt, am Ende der Schließzeit bearbeitet werden. Von sofortigen Anträgen bittet das Jugendamt aktuell abzusehen.

14.15 Uhr: Alle Mensen und Cafeterien des Studierendenwerks stellen den Betrieb an der Universität Duisburg-Essen (UDE) ab Donnerstag, 19. März auf unbestimmte Zeit ein. Die Fachbibliotheken sind bereits ab heute, 15 Uhr für den Publikumsverkehr geschlossen.

13.30 Uhr: Die Stadt Duisburg richtet ein weiteres mobiles Coronatestzentrum ein. Das Testzentrum soll sich im Norden der Stadt befinden. Mit dem zweiten Testzentrum sollen betroffenen Personen unnötige Wege erspart und damit das Verbreitungsrisiko minimiert werden. Die Testzentrum im Süden würde so entlastet und die Wartezeiten auf ein Minimum verkürzt, teilte Stadtsprecherin Anja Kopka mit.

Die Vorgaben bleiben für das zweite Testzentrum gleich: Nur Hausärzte und der kassenärztliche Notdienst dürfen dorthin überweisen. Personen ohne Überweisung werden nicht getestet. Der Arzt teilt dem Patienten auch erst die Adresse des Fieberzentrums mit.

Im Drive-in-Verfahren entnehmen Mitarbeiter der Stadt dort Proben. Das mobile Test-Team testet weiterhin die Personen, die nicht zu den Fieberzentren fahren können.

Schließungen: Ordnungsamt kontrolliert, nicht alle Betriebe halten sich an Regeln

12.15 Uhr: Fitnessstudios, Restaurants, die meisten Einzelhändler: Das Ordnungsamt kontrolliert – und erwischt einen Betrieb beim Verstoß gegen das Verbot. 230 Betriebe hat die Stadt bis jetzt (Stand: Dienstagnachmittag) kontrolliert. 229 davon hatten wie vorgeschrieben geschlossen. Zum Bericht.

Recyclinghöfe werden laut Wirtschaftsbetrieben überrannt

10.45 Uhr: Die Wirtschaftsbetriebe berichten von einem Ansturm auf die Recyclinghöfe. Es habe sich seit Dienstag herausgestellt, dass Kundinnen und Kunden die drei Recyclinghöfe in deutlich größerer Zahl aufsuchen als sonst üblich, erklärte Sprecherin Silke Kersken. Sie bittet darum, die Recyclinghöfe nur in unaufschiebbaren Fällen aufzusuchen.

Der Recyclinghof Mitte in Duisburg-Hochfeld wurde am Dienstag bis auf Weiteres geschlossen. Die Recyclinghöfe Nord, Süd und West sind nach Angaben der Wirtschaftsbetriebe von Montag bis Samstag wie gewohnt von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Werkstatt für Menschen mit Behinderung auch geschlossen

10.38 Uhr: Nun schließen auch alle Einrichtungen der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) in Duisburg sofort. Einige Mitarbeiter waren der Werkstatt bereits ferngeblieben, da sich auch deren Eltern und Wohneinrichtungen sorgten, das Coronavirus könne sich unter den besonders gefährdeten Mitarbeitern verbreiten. Mit dem gestrigen Erlass der Landesregierung ist die Hängepartie nun beendet., die Werkstätten müssen bis zum 19. April schließen. Es soll eine Notbetreuung geben, sagt WfbM-Geschäftsführer Alexander Schmanke.

9.48 Uhr: Die Stadt Duisburg hält sich an die Allgemeinverfügung und erlaubt bestimmten Geschäften im Einzelhandel auch sonntags zu öffnen. Die Sondergenehmigung gilt unter anderem für Apotheken, Drogerien und Lebensmittelgeschäfte. Sie dürfen bis auf Weiteres an Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 13 bis 18 Uhr öffnen. Die Ausnahmeregelung gilt nicht an Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag.

9 Uhr: Dieser Artikel fasst die Ereignisse in Duisburg vom Dienstag, 17. März, zusammen: So kämpft Duisburg gegen die Corona-Pandemie

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