Gastronomie

Das Brauhaus „Schiffchen“ im Duisburger Innenhafen schließt

Aktuell laufen Verhandlungen zwischen der Brauerei „Anheuser Busch Inbev“, die die Räume an das Schiffchen im Hafen verpachtet hat.

Aktuell laufen Verhandlungen zwischen der Brauerei „Anheuser Busch Inbev“, die die Räume an das Schiffchen im Hafen verpachtet hat.

Foto: Foto: Mara Troeger / FES

Duisburg-Innenhafen.  Der Wehrhahnspeicher im Duisburger Innenhafen scheint ein schwieriges Pflaster für Gastronomie. Darum ist schon wieder Schluss fürs Schiffchen.

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Das Schiffchen im Duisburger Innenhafen ist auf Grund gelaufen. Zum Jahresende wird das Brauhaus, das erst vor einem Jahr im November eröffnet hatte, schließen. Der Wehrhahn-Speicher scheint eine schwierige Lage zu sein. Zuvor war bereits das Diebels-Brauhaus, das es 15 Jahre an gleicher Stelle gab, Pleite gegangen.

Brauhaus „Schiffchen“ war erst vor einem Jahr im Innenhafen eröffnet worden

„Wir treffen uns seit Jahren einmal im Monat im Innenhafen. Früher im Diebels, jetzt im Schiffchen. Sonst waren mittags immer mal wieder Leute zum Mittagessen da. Aber das hat in den vergangenen Monaten stark nachgelassen“, erklärt ein Gast. Er wurde von der Nachricht überrascht, dass sich sein Stammtisch künftig ein anderes Lokal suchen muss. Eine Mitarbeiterin bestätigt, dass das Brauhaus schließen wird. „Duisburg ist kein einfacher Standort.“

Zur Eröffnung hatten die Macher noch davon geschwärmt, dass Duisburg „wirklich Potenzial“ habe, vor allem zu Messezeiten, wenn viele Besucher hier übernachten. Offenbar haben sich die Erwartungen nicht erfüllt. „Wir haben leider gemerkt, dass der Standort für unseren Betrieb nicht der richtige ist. Daher haben wir die Bremse gezogen und den Vertrag nicht verlängert. Wir bleiben noch bis zum 1. Januar 2020“,erklärt Inga Peters vom Schiffchen. 22 Mitarbeiter wurden zur Eröffnung eingestellt. „Die Mitarbeiter werden wir in unserem Mutterunternehmen in Düsseldorf beschäftigen“, versichert Inga Peters.

Wie geht es mit der Sportsbar im Duisburger Innenhafen weiter?

Die Gemengelage ist kompliziert: Das Gebäude gehört der Volksbank. Die vermietet den Speicher, an die Brauerei-Gruppe „Anheuser-Busch Inbev“ (AB Inbev), zu der Biermarken wie Diebels, Beck’s oder Hasseröder gehören. Zuvor hatte die „AB Inbev“ den Mietvertrag mit der HB Hafen GmbH geschlossen, die das Diebels und die benachbarte Bodega betrieb.

Auch das Schiffchen und die erst kürzlich eröffnete Sportsbar Joe Champs gehören zusammen. „Nach unserer Information bleibt die Sportsbar weiterhin bestehen“, so Peters. Auf Nachfrage erklärt eine Sprecherin der „AB Inbev“: „Wir können bestätigen, dass beide Partner sich momentan in ergebnisoffenen Verhandlungen bezüglich des bestehenden Pachtverhältnisses befinden. Die diesbezüglichen Details befinden sich zur Zeit in der Klärung.“

Hausgemachte Fehler oder ist der Innenhafen kein guter Standort mehr?

Sind die Fehler hausgemacht oder liegt es am Standort? „Wir hatten schon einmal mehr Leerstand im Innenhafen“, erklärt Citymanagerin Dagmar Bungardt. Der Innenhafen sei nach wie vor eine gute Adresse. „Aber ich würde mir mehr besondere Gastronomie wünschen.“

Jens Thiem, Betreiber des Innenhafenportals, weiß: „Jammern gehört bei den Gastronomen dazu.“ Das Wirtshaus von König Pilsener auf der anderen Uferseite des Innenhafens, laufe hingen „wie Schmitz Katze. Da ist es mittags und abends regelmäßig voll.“ Allerdings sei dort auch das Ambiente anders. Und: Mit der Werbung habe es im Schiffchen ebenfalls gehapert. Auf der Internetseite wird noch der Tanz in den Mai angekündigt.

Inga Peters vom Schiffchen stellt jedoch klar: „Wir werden alle Reservierungen erfüllen.“

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