Gericht

Duisburg: Einbrecher wussten nichts von Wohnung in Halle

Wegen versuchten Einbruchsdiebstahls mussten sich drei Männer vor dem Amtsgericht am König-Heinrich-Platz verantworten.

Wegen versuchten Einbruchsdiebstahls mussten sich drei Männer vor dem Amtsgericht am König-Heinrich-Platz verantworten.

Foto: Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  Drei Männer standen in Duisburg wegen eines Einbruchs in eine Lagerhalle vor Gericht. 27-Jährige sagt: War zur Einbruchszeit in einem Imbiss.

Dass sich das Tor einer Lagerhalle in Rheinhausen, in die sie gerade einbrechen wollten, plötzlich öffnete, jagte den Einbrechern am Abend des 15. Januar offenbar einen panischen Schrecken ein. Die Männer, die offenbar nicht geahnt hatten, dass ein Teil der Halle in eine Wohnung umgebaut worden war, gaben Fersengeld – die Polizei stellte sie dennoch. Am Dienstag wurden sie verurteilt.

Während zwei der Täter vor dem Amtsgericht am König-Heinrich-Platz mit einer Geldstrafe davon kamen, muss ein 27-jähriger Mann aus Saarbrücken für zehn Monate hinter Gitter.

„Ich war an diesem Tag zwar mit den beiden anderen unterwegs, aber ich war nicht an der Halle“, beteuerte der Rumäne, der bereits seit 2013 in Deutschland lebt. „Ich war auf dem Weg zu einem Imbiss. Ich hatte Hunger.“

Prozess: Aussagen mehrerer Zeugen überführten 27-Jährigen

Die beiden Mitangeklagten, zwei 30 und 31 Jahre alte Rumänen, die angeblich nur wegen eines Autokaufs nach Deutschland gekommen waren, legten dagegen Geständnisse ab. Allerdings achteten sie peinlichst darauf, jeweils nur ihren eigenen Tatbeitrag einzuräumen. „Ich habe im Auto gewartet und aufgepasst“, gestand der eine. Er habe sich an dem Hallentor zu schaffen gemacht, der andere.

Der 64-jährige Bewohner der ungewöhnlichen Wohnung war sich allerdings sicher: „Ich habe zwei Männer weglaufen sehen.“ Und einen davon hatte eine schnell eingetroffene Polizeistreife auch noch zu dem ein Stück entfernt parkenden Wagen rennen sehen. Es sei eindeutig der 27-Jährige gewesen, so die Zeugen. Und er kam aus der Richtung der Halle – und nicht von dem beschriebenen Schnellrestaurant. Das Auto mit den drei Männern war nach kurzer Verfolgung gestoppt worden.

Zwei bislang unbescholtene Komplizen kamen mit Geldstrafen davon

Die beiden Mitangeklagten kamen aufgrund ihrer Geständnisse und des Umstands, dass sie bislang noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren, mit jeweils 750 Euro (75 Tagessätze zu je zehn Euro) Geldstrafe davon. Anders sah die Situation bei dem nach Ansicht des Strafrichters des versuchten Einbruchsdiebstahls überführten 27-Jährigen aus. Der Angeklagte war bereits mehrfach einschlägig vorbestraft und stand bereits unter Bewährung.

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