Porträt

Duisburg: Junger Fridays-for-Future-Aktivist bei den Grünen

Der Fridays-for-Future-Aktivist Benedikt Rommeler (18) erzählt, warum er sich bei den Grünen engagiert.

Der Fridays-for-Future-Aktivist Benedikt Rommeler (18) erzählt, warum er sich bei den Grünen engagiert.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Grünen reden vom jüngsten Mandatsträger in Duisburg: Warum Fridays-for-Future-Aktivist Benedikt Rommeler (18) neu im Umweltausschuss sitzt.

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Er ist Fridays-for-Future-Aktivist (18) und sitzt neuerdings für die Grünen im Umweltausschuss. Die Fraktion freut sich über den „jüngsten Mandatsträger in Duisburg“. Wir stellen Benedikt Rommeler vor.

Der 18-Jährige meint es ernst mit dem Umweltschutz. Wer sich dessen vergewissern will, muss nur einen Blick in den Garten der Familie Rommeler in Duisburg-Huckingen werfen. Dort tummeln sich neben einem Hund auch mehrere Hühner – eine kleine Rebellion gegen die Massentierhaltung. „Ich bin einfach ein großer Tierfreund“, sagt Benni, wie er von seinen Mitschülern genannt wird.

Liebe zu den Tieren und zur Natur

Die Liebe zu Tieren und seine Naturverbundenheit waren dann auch der Grund, warum es ihn zu den Grünen gezogen hat. „Mir hat es irgendwann nicht mehr ausgereicht, nur selbst umweltbewusst zu leben“, erinnert sich Benni. Bei den Grünen sah er seine Werte und Interessen am besten vertreten, so dass er sich der Partei im Mai dieses Jahres anschloss.

Kommunalpolitik ist für Benedikt Rommeler der beste Weg, in seinem direkten Umfeld etwas zu bewegen. „Am Anfang habe ich vor allem Arbeitskreise und Fraktionssitzungen besucht“, erzählt er. Als ihm dann ein Platz im Umweltausschuss angeboten wurde, zögerte er nicht lange. „Umweltschutz ist eines meiner Lieblingsthemen, deswegen habe ich sofort zugesagt.“

Im Ausschuss möchte sich der Duisburger in erster Linie für einfache, aber innovative Projekte einsetzen. „In den Niederlanden werden zum Beispiel Bushaltestellendächer begrünt“, berichtet er. Auf diese Weise könne auch Duisburg zum Schutz der Artenvielfalt beitragen. Der Ausbau von Fahrradwegen und der Erhalt von Grünflächen zählen ebenfalls zu seinen Anliegen.

Engagement für Umweltschutz und Sozialpolitik in Duisburg

Im Rahmen seines Engagements für den Klimaschutz besucht Benedikt Rommeler regelmäßig die Kundgebungen der Fridays-for-Future-Bewegung. Von seiner Arbeit bei den Grünen möchte er das aber strikt trennen: „Durch mein Engagement bei den Grünen ist es mir auch verboten, mich dort aktiv zu engagieren“, erklärt er. „Ich finde es auch richtig, dass sich Fridays for Future von den Parteien distanziert.“ Trotzdem möchte er auch in Zukunft als Demonstrant an den Klimastreiks der Bewegung teilnehmen.

Neben Umwelt- und Klimaschutz ist für den 18-Jährigen auch die Sozialpolitik ein wichtiges Thema. „Wir haben in der Schule oft über die soziale Ungleichheit im Ruhrgebiet gesprochen“, erzählt er. „Das sind Themen, die mich sehr berühren.“ Besonders in Bezug auf ungleiche Bildungschancen hat er schon eigene Erfahrungen gemacht: „Ich hatte dieses Jahr ein Praktikum in einer Grundschule in Marxloh. Das hat mir nochmal verdeutlicht, wie sehr der Zugang zu Bildung vom Elternhaus abhängig ist“, erzählt er.

Erfahrungen für die Arbeit als Politiker sammeln

Nach seinem Abitur im nächsten Jahr möchte Benedikt Rommeler Sozialwissenschaften studieren. „Ich hoffe, dass ich dadurch noch besser verstehe, wie Politik funktioniert“, erzählt er. Auch bei den Grünen möchte er weiterhin aktiv bleiben. „Ich könnte mir schon vorstellen, später als Politiker auf Landes- oder Bundesebene zu arbeiten“, meint Benni. Vorher möchte er aber Erfahrungen in anderen Bereichen sammeln: „Ich fände es zum Beispiel spannend, als Lehrer an einer Brennpunktschule zu arbeiten und diese Erfahrungen dann für die Politik zu nutzen.“

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