Tourismus

Duisburg will verstärkt Radtouristen in die Stadt ziehen

Der nationale Radkongress soll eine Chance für Duisburg als Fahrrad-Stadt sein.

Der nationale Radkongress soll eine Chance für Duisburg als Fahrrad-Stadt sein.

Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Services / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Duisburg-Kontor und der ADFC holen den nationalen Radtourismuskongress nach Duisburg. Die Lage könnte eine Chance für die Stadt sein.

Wenn am 23. und 24. Oktober der erste nationale Radtourismuskongress auf den Duisburger Landschaftspark rollt, kommt das nicht von ungefähr: Duisburg-Kontor hat lange daran gearbeitet, um diese Messe nach Duisburg zu bekommen. Von ihr – so erhofft sich das Stadtmarketing – sollen wichtige Impulse auch zur Stärkung des eigenen Stadttourismus ausgehen. Denn die Stadt könnte in der Landschaft eine besondere Rolle einnehmen.

„Duisburg ist das Scharnier zwischen Industriekultur- und den Niederrhein-Routen“, sieht Herbert Fürmann, Sprecher des hiesigen Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), beste Chancen für Duisburg, sich touristisch im guten Licht zu präsentieren. Der ADFC im Bund richtet den Kongress aus.

Denn Deutschlandweit hat das Freizeitradeln satten Rückenwind: 9,2 Milliarden Euro Bruttoumsatz im Jahr, 250 Radfernwege mit 76.000 Kilometern touristisches Radroutennetz, 5,5 Millionen Radreisende im vergangenen Jahr – das sind die Eckstücke eines saftigen Kuchens, auf den der ADFC und Duisburg Kontor aus unterschiedlichen Gründen schielen. „Jeder Kilometer, den man touristisch mit dem Rad statt dem Wohnmobil zurücklegt, ist ein Gewinn“, meint der ADFC-Sprecher.

Duisburg Kontor hofft auf weitere Impulse für den Radtourismus

Für Kai Uwe Homann vom Duisburg-Kontor war es „folgerichtig, uns dafür einzusetzen, dass diese imageträchtige Veranstaltung des ADFC-Bundesverbandes als Premiere nach Duisburg kommt“. Denn von Beginn an habe man auf den Radtourismus gesetzt. „Zum anderen ist diese Veranstaltung das erste größere Projekt, das wir im Rahmen unseres neuen Tagungsnetzwerkes Duisburg Convention realisiert haben.“

Homann hofft daher auf weitere Impulse für den Radtourismus in Duisburg in der Szene der Radreiseveranstalter. Das Thema bekomme durch den Kongress nicht nur lokal, sondern auch bundesweit mehr Aufmerksamkeit. Homann: „Auch unser lokales Netzwerk für Radtourismus profitiert. So werden wir zum Beispiel auch den Kollegen vom ADFC Duisburg und vom Planungsamt Duisburg die Gelegenheit geben, auf unserem Messestand mit den Fachbesuchern in Kontakt zu treten.“

Radtourismus soll Botschafter für den Radverkehr im Alltag werden

Die Vorteile des Freizeitradelns könnten sich auch anderswo zeigen: im Alltag. „Der Radtourismus ist auch Botschafter des Alltagsradverkehrs“, hofft Fürmann darauf, der Verkehrswende in der Stadt erneut Schwung geben zu können. Denn besonders beim Baustellenmanagement sieht der ADFCler einigen Nachholbedarf, wenn es um die Ausweisung von alternativen Routen geht, so etwa bei der Sperrung der Hubbrücke in Homberg. Radler müssen dort nun über die Rheindeichstraße, wo Tempo 70 gilt und kein Radweg vorhanden ist.

Unlängst hatte auch der RVR angekündigt, die Radtourismus-Strecken wie den Ruhrtalradweg und die Route der Industriekultur auch für den Alltag ertüchtigen zu wollen. Die „Synergien zwischen Alltagsradverkehr und Tourismus“ sollen daher ein großes eigenes Thema auf dem Kongress werden.

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