Unglücksfall

Duisburger verliert bei „Polenböller“-Explosion seine Hand

Ein Polizist des Landeskriminalamtes Hamburg zeigt einen so genannten "Polenböller".

Ein Polizist des Landeskriminalamtes Hamburg zeigt einen so genannten "Polenböller".

Foto: Bodo Marks / dpa

Duisburg.  Ein 25 Jahre alter Mann hat in Duisburg bei einem Unfall mit einem „Polenböller“ seine linke Hand verloren. Die Polizei warnt eindringlich.

Bei einem Unfall mit einem sogenannten „Polenböller“ hat in Duisburg ein 25-jähriger Mann seine linke Hand verloren. Nach Angaben der Polizei kam es zu der folgenschweren Explosion am Dienstagnachmittag in Friemersheim, nachdem der Mitarbeiter einer Autoverwertung zwei Böller in einem Schrottfahrezug gefunden und gezündet hatte. Ein Rettungshubschrauber brachte den Schwerverletzten ins Krankenhaus.

Auf Nachfrage erklärt Sprecherin Jacqueline Grahl derweil, dass der junge Mann Glück im Unglück hatte. Die Sprengkraft dieser illegalen Böller ist mitunter so immens, dass sie lebensgefährlich sein können. Deshalb warnt die Duisburger Polizei abermals eindringlich, dass der Besitz und die Einfuhr der „Polenböller“ nicht nur gefährlich, sondern auch eine Straftat nach dem Sprengstoffgesetz sind. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werden.

Zehnjähriger bringt Schulklo mit „Polenböller“ zur Explosion

Welche Wucht derlei Feuerwerkskörper entfalten, zeigte sich zuletzt auch sehr deutlich, als im Dezember ein vermeintlicher Dumme-Jungen-Streich an der Grundschule auf der Bruckhauser Straße ein ganzes Schulklo samt Kabine regelrecht zerfetzte.

Der Knallkörper zerstörte die Toilette und ein Fenster daneben. Glassplitter flogen circa 15 Meter weit über den Schulhof, die Decke der Toilettenkabine stürzte herab.

Der Schüler hatte damals Glück im Unglück. Er war nach dem Zünden des Böllers weggelaufen. Weder der Zehnjährige noch andere Grundschüler oder Lehrer wurden durch umherfliegende Glas- oder Keramiksplitter verletzt.

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