Food-App

Food-App filtert Speisekarten für Allergiker in Duisburg

Heike Bähr will die App „Coded Food“ in ein paar Wochen an den Start bringen.

Foto: Michael Dahlke

Heike Bähr will die App „Coded Food“ in ein paar Wochen an den Start bringen. Foto: Michael Dahlke

Duisburg.  App für Allergiker bietet schnelle Übersicht über geeignete Gerichte in Duisburger Restaurants. Die Idee hatte eine Diplom-Pädagogin aus Rumeln.

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Heike Bähr ist ein Fall für „Die Höhle der Löwen“. Für die nächste Staffel der Gründershow auf Vox hat sich die Diplom-Pädagogin und Leiterin der ambulanten Hilfen beim Diakoniewerk mit ihrer App für Allergiker beworben. Die Zielgruppe soll damit einen schnellen Überblick bekommen, welche für sie geeigneten Gerichte auf den Speiseplänen der Restaurants in Duisburg stehen. „Coded Food“ ist das Stichwort.

Auf die Idee ist die 42-Jährige aus Rumeln nicht zufällig gekommen. Sie ist selbst allergisch – gegen Milcheiweiß und Gluten. „Ich weiß deshalb, wie nervig es ist, in Restaurants ständig fragen zu müssen, welche Allergene im Essen sind“, erzählt Heike Bähr. „Dazu kommt das Schamgefühl, denn die Kellner müssen dann häufig erst in der Küche nachfragen. Man hält den Betrieb auf. Alles nicht schön.“ Zwar gebe es seit einigen Jahren eine Auszeichnungspflicht für Allergene. „Aber bei den ganzen Buchstaben und Zahlen blickt da ja trotzdem keiner durch.“

Hauptallergene wie Milcheiweiß oder Gluten

Das soll sich bald mit ihrer App ändern, an der sie seit zehn Monaten arbeitet und die sie bereits rund 10 000 Euro investiert hat. Noch gibt es „nur“ eine Webseite mit den nötigsten Informationen, in den kommenden Wochen soll die App aber in den entsprechenden Stores heruntergeladen werden können.

Die Anmeldung sei dann mit einem Benutzer- und nicht zwingend mit dem Klarnamen möglich. „Die datenschutzrechtrechtlichen Bestimmungen werden eingehalten und nur die nötigsten Infos abgefragt“, versichert die 42-Jährige, die mit Hilfe eines „Dummys“ die weiteren Schritte erklärt. „Ein Klick für die Altersgruppe, ein weiterer fürs Bundesland und dann erscheint schon eine Übersicht mit 14 Hauptallergenen. Wieder einfach anklicken, bei mir zum Beispiel Milcheiweiß und Gluten.“

Speisekarte wird automatisch gefiltert

Wer danach auf einer Karte über Google Maps eines der mit Fähnchen gekennzeichneten Restaurants auswählt, erhält unter dem Punkt „Meine Gerichte“ eine automatisch gefilterte und ganz persönliche Speisekarte. „Da erscheinen wirklich nur die Gerichte, die ich bedenkenlos essen kann“, erklärt Heike Bähr. Die komplette Speisekarte ist übrigens auch einsehbar – für die Restaurant-Begleitung, die gegebenenfalls unter keiner Unverträglichkeit leidet.

Ihre App ist kostenlos. „Mir geht es erst einmal nicht darum, damit Geld zu verdienen“, sagt die Duisburgerin. „Aber natürlich habe ich bereits ein Geschäftsmodell, um die App weiterzuentwickeln, weitere Kategorien wie Geschmacksrichtungen und -vorlieben einzuführen. Jetzt möchte ich aber erst einmal meine Idee etablieren, für die ich so brenne.“

>>>Restaurants können sich jetzt schon registrieren

Laut Heike Bähr hat sie bisher zwölf Restaurants in Duisburg von ihrer App überzeugen können. Die Duisburgerin hofft, dass sich noch weitere bis zum offiziellen Start registrieren, um Allergikern eine möglichst große Auswahl bieten zu können. Weitere Infos gibt es auf www.codedfood.com oder per Mail an info@codedfood.com.

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