Messe

Gimdu: Steinbruch wird das Highlight der Immobilien-Auktion

Mindestgebot das Grundstück inklusive des Duisburger Steinbruchs: gut 1,2 Millionen Euro.

Mindestgebot das Grundstück inklusive des Duisburger Steinbruchs: gut 1,2 Millionen Euro.

Foto: DANIEL ELKE / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Ein Jahr hat die Gimdu ausgesetzt, jetzt kommt die Messe für Gewerbeimmobilien zurück. Unterm Hammer unter anderem: die Szenekneipe Steinbruch.

Ein Jahr hat Duisburgs Messe für Gewerbeimmobilien ausgesetzt, jetzt kommt sie mit einer Neuerung zurück: Am 6. und 7. November organisiert die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung zum dritten Mal die Gimdu in der Mercatorhalle. Erstmals wird ein Teil der rund 300 Objekte versteigert – darunter auch das Grundstück, zu dem die Szenekneipe Steinbruch gehört.

Im Angebot der Messe finden sich Gewerbeimmobilien vom 50-Quadratmeter Ladenlokal bis zum mehrere tausend Quadratmeter großen Grundstück; Hallen und Büroimmobilien ebenso wie Gewerbeflächen. „Bei den großen Messen reden wir mit den großen Investoren – die fangen so bei fünf Millionen Euro an“, sagt Wirtschaftsdezernent Andree Haack, der auch Mitgeschäftsführer der Gesellschafts für Wirtschaftsförderung ist.

Messe Gimdu als bewusster Gegenentwurf zur Expo Real in München

Für solch große Investitionen gibt es die Expo Real, wo Duisburg erst vor wenigen Tagen die Großprojekte Rheinort und Digitalkontor vorstellte. Die Gimdu ist der bewusste Gegenentwurf dazu: lokal statt national und international, an kleine Anleger gerichtet statt an die ganz Großen. Das lohne sich für den Wirtschaftsstandort Duisburg ebenso wie für die Investoren: „Es rentiert sich, in Duisburg sein Geld anzulegen“, sagt Haack, es geben eine gute Entwicklung von Grundstücks- und Mietpreisen.

Mehr als 20 der 300 Objekte im Angebot kommen unter den Hammer. Unter den Versteigerungsobjekten finden sich neben zwölf aus Duisburg auch welche aus Bochum, Geldern, Münster, Wuppertal, Schwerte. Als Sitz der IHK Niederrhein sei die Erweiterung des Angebots auf die Kreise Wesel und Kleve nur natürlich, findet Andree Haack: „Wir verstehen uns als Oberzentrum für den Niederrhein.“ Überdies helfe das, die kritische Masse für die Auktion zu erreichen: Die Versteigerung ist Novum und Experiment, sie muss sich erst etablieren. Dennoch ist sich Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, schon jetzt sicher: „Die Versteigerung ist ein besonderes Highlight.“ Ein Investment muss nicht gleich sechs- oder siebenstellig sein, wirbt er: „Es ist ein Grundstück dabei, das kostet nur 12.000 Euro.“

Höhepunkt der Auktion: Die Steinbruch-Versteigerung

Höhepunkt der Auktion dürfte die Versteigerung jener Immobilie sein, die schon im Vorfeld für Schlagzeilen sorgte: Unter den Hammer kommt der Steinbruch. Allerdings nicht die Gaststätte selber, sondern das Grundstück, auf dem sie sich befindet – nebst einem Zweifamilienhaus und einer Gewerbehalle. „Es geht nicht darum, die Gaststätte zu vermarkten“, stellt Meurer klar. Mit einem Mindestgebot von 1.260.000 Euro ist die Steinbruch-Fläche das teuerste Objekt im Auktionskatalog. Wer im Steinbruch gerne frühstückt, ein Bier trinkt oder Musik lauscht, muss sich übrigens keine Sorgen machen: Ungeachtet der Versteigerung wird der Betrieb der Kneipe weiterlaufen; der Pachtvertrag läuft noch bis Ende des Jahres 2030.

Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) und ihrer Partner sprechen von Duisburg als B-Standort, sehen das aber nicht als Manko: „Die Märkte an A-Standorten wie dem unserer Düsseldorfer Nachbarn sind gesättigt“, sagt Wirtschaftsdezernent Haack. GfW-Gesellschafter Axel Quester, Geschäftsführer von Armin Quester Immobilien, ergänzt: „Duisburg als B-Standort hat mehr denn je großes Immobilienpotenzial. Bei der Gimdu wird das sichtbar gemacht.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben