Hund beißt Kind

Herrchen gesucht: Hund beißt Zweijährigen ins Gesicht

In Duisburg wurde ein Kind (2) von einem Hund gebissen und verletzt.

In Duisburg wurde ein Kind (2) von einem Hund gebissen und verletzt.

Foto: Stefan Puchner / dpa

Duisburg.  Ein Kind wurde in Duisburg von einem Hund angefallen und verletzt. Foto des Jungen im Internet veröffentlicht. Polizei kritisiert „Hetzjagd“.

Ein zweijähriger Junge ist in Duisburg von einem unbekannten Hund angegriffen worden. Das Kind erlitt eine Bisswunde im Gesicht, wie die Polizei mitteilt. Der Junge wurde im Krankenhaus stationär behandelt. Er schwebt nicht in Lebensgefahr, so die Polizei. Der kleine Junge, der mit einer 42-jährigen Tante im Park spazieren war, wurde im Gesicht und im Nacken verletzt. Die 42-Jährige brachte ihn sofort im Krankenhaus, wo Ärzte ihn operierten und er stationär versorgt wird.

Gegen 9.30 Uhr am Sonntag ging bei der Polizei in Duisburg ein Anruf ein. In der Parkanlage an der Nombericher Platz/Gartsträucherstraße in Meiderich soll der zweijähriger Junge von einem Hund gebissen und schwer verletzt worden sein. Ohne sich nach dem Gesundheitszustand des Jungen zu erkundigen, soll sich der Hundehalter entfernt haben. Wie es zu der Attacke kam, ist noch unklar. Die Polizei sucht Zeugen.

Tausendfach auf Facebook geteilt

Auf Facebook wurde in öffentlichen Postings nach dem Hundehalter gesucht. Auch ein Foto des Kindes wurde veröffentlicht. Der Beitrag wurde tausendfach geteilt und kommentiert. In dem Beitrag heißt es, der Hund habe einem Rottweiler „ähnlich“ gesehen. Er soll ein gelbes Halsband getragen haben und an einer langen Leine angebunden gewesen sein. Die Polizei beichtet, dass es sich bei dem Hund möglicherweise um einen schwarz-braunen Dobermann-Mix handeln soll.

Die Kripo hat die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen und sucht den Halter des Hundes. Es soll sich um einen 40 bis 50 Jahre alten Mann handeln. Er trug zur Tatzeit eine schwarze Jogginghose und eine dunkle Jacke. Zeugen, die Angaben zu dem Eigentümer des Hundes machen können können sich unter 0203 280-0 melden.

Polizei kritisiert private Fahndung auf Facebook

Die Polizei kritisiert die „Hetzjagd“ nach dem Hundehalter im Internet. „Das Finden des Halters ist Aufgabe der Polizei“, teilt eine Sprecherin mit.

Bereits im Februar wandte sich die Duisburger Polizei an die Öffentlichkeit mit der dringenden Mahnung, private Fahndungen und Hetzjagden auf Facebook unverzüglich einzustellen, und die Beamten ihre Arbeit machen zu lassen. Damals ging es um einen vermeintlichen „Kinderschänder“, der in Duisburg sein Unwesen getrieben haben soll. Wer der Mann tatsächlich war, der beschuldigt wurde und welche Folgen die private Fahndung hatte, lesen Sie hier (Bezahlinhalt).

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