Weltkindertag

Kinderrechte stehen im Fokus beim Fest zum Weltkindertag

Auch die Familie März hat Spaß beim Fest zum Weltkindertag: Von Entenangeln bis Bogenschießen reichte das Angebot für Natalie, Oskar, Matilda und Florian.

Auch die Familie März hat Spaß beim Fest zum Weltkindertag: Von Entenangeln bis Bogenschießen reichte das Angebot für Natalie, Oskar, Matilda und Florian.

Foto: Zoltan Leskovar

Duisburg.  Jede Menge Infos über Kinderrechte haben die Besucher des Festes zum Weltkindertag in Duisburg bekommen. Und der Spaß kam auch nicht zu kurz.

Hüpfburgen, Trampoline und eine Kletterwand – der Duisburger Innenhafen gleicht an diesem Sonntag einem großen Abenteuerspielplatz. Anlass ist der Weltkindertag. Der ist zwar offiziell erst am 20. September, doch schon an diesem Wochenende konnten Kinder und Eltern in Duisburg gemeinsam ein Fest für die ganze Familie feiern.

Besonders im Fokus sollten dieses Mal Kinderrechte in Deutschland und dem Rest der Welt stehen. „Im Vergleich zu anderen Ländern sind Kinder in Deutschland natürlich privilegiert“, meint Familiendezernent Thomas Krützberg. Dennoch sieht er auch hierzulande noch Verbesserungspotenzial: „Wir müssen zum Beispiel erreichen, dass jedes Kind Zugang zu Bildung und guter Ernährung hat.“ Das Familienfest sei ein gutes Instrument, um auf die Situation und die Probleme im Land aufmerksam zu machen.

In Duisburg lobt Krützberg vor allem die Arbeit von Jugendämtern und Sozialarbeitern. „Gerade Jugendzentren haben sich in den vergangenen Jahren extrem verändert“, erzählt er. Es gebe dort heute viel mehr Mitarbeiter, die sich um die Jugendlichen kümmern. „Auch so etwas kann zur Stärkung der Kinderrechte beitragen.“

Kinderarbeit in Krisengebieten

Für verbesserte Kinderrechte auf der ganzen Welt setzt sich das Kinderhilfswerk Unicef ein. „Die Missachtung von Kinderrechten hat in den vergangenen Jahren leider zugenommen“, stellt Unicef-Mitarbeiter Wolfgang Stuwe fest. Vor allem in Krisengebieten stehe Kinderarbeit noch immer auf der Tagesordnung. „Deswegen wollen wir in diesen Regionen Schulen bauen, um den Kindern dort eine Perspektive zu bieten“, berichtet Stuwe. „Außerdem versuchen wir, vor Ort die Eltern der Kinder zu unterstützen“, ergänzt sein Kollege Peter Walter.

Einige Stände weiter widmet sich auch die Kindernothilfe dem Thema Kinderrechte. „Kinder müssen über ihre Rechte Bescheid wissen“, fordert Mitarbeiter Uli Dörr. „Deswegen stellen wir bei solchen Gelegenheiten immer genügend Infomaterial zur Verfügung.“ Auch über die Politik versucht die Organisation, den Schutz von Kindern zu verbessern. „Wir sind in verschiedenen Gremien vertreten und versuchen so, Einfluss auf Gesetzesänderungen zu nehmen“, erklärt Dörr.

Sicherheit im Straßenverkehr

Die Gesetzeshüter informieren indes an ihrem Stand über Sicherheit im Straßenverkehr. „Das Familienfest ist für uns immer die angenehmste Form der Öffentlichkeitsarbeit“, erzählt Polizist Rainer Schwartz. Er und seine Kollegen beantworten an diesem Tag zahllose Fragen der Eltern, während sich die Kinder auf einem echten Polizei-Motorrad fotografieren lassen können. „Es ist toll zu sehen, wie viel Spaß die Kinder hier haben“, meint Schwartz.

Eine ganze Menge Spaß hat an diesem Tag auch Familie März. Matilda und Oskar haben heute schon einiges erlebt - von Entenangeln bis Bogenschießen war so ziemlich alles dabei. Ihre Mutter Natalie ist begeistert von der angenehmen Atmosphäre. „Ich bin durch einen Flyer im Kindergarten auf das Fest aufmerksam geworden“, erzählt sie. Besonders positiv findet sie, was auch den Veranstaltern wichtig ist: Alle Aktionen auf dem Familienfest sind umsonst.

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