Versuchte Entenrettung

Kükenalarm: Versuchte Entenrettung am Duisburger Klinikum

Die insgesamt zwölf Entenküken auf dem Gründach des Duisburger Klinikums waren sehr rege. Drei von ihnen konnten nicht eingefangen werden.

Die insgesamt zwölf Entenküken auf dem Gründach des Duisburger Klinikums waren sehr rege. Drei von ihnen konnten nicht eingefangen werden.

Foto: Klinikum

Duisburg.   Eine Entenmutter befindet sich mit zwölf Küken auf einem Gründach des Duisburger Klinikums. Warum ein Umzug der Tierfamilie gescheitert ist.

Enten-Alarm am Duisburger Sana-Klinikum: Mehrere Mitglieder der Facebook-Gruppe „Ich bin ein Duisburger, weil...“ meldeten am Dienstag, dass eine Entenmutter mit mehreren Küken auf einem Dach des Krankenhauses in Wanheimerort festsitzen. Vogelretter Karl-Heinz Dietz wurde alarmiert, der am frühen Nachmittag mit Korb und Kescher anrückte. Nach Angaben einer Klinikum-Sprecherin versuchte der 76-Jährige, zusammen mit Mitarbeitern aus der Technik die Tiere einzufangen.

Bei der Entenmutter gelang dies schnell. Von den insgesamt zwölf und sehr regen Küken konnten allerdings nur neun in den Transportkorb befördert werden. Alle weiteren Versuche, die jungen Enten zu erwischen, scheiterten. Sie hatten sich unerreichbar unter einer Blechummantelung verkrochen. Dietz empfahl daraufhin, im Sinne der Entenfamilie, alle Tiere weiter auf dem Gründach zu belassen. Damit es Mutter und Jungtieren gut geht, sollen sie nun täglich mit Wasser und Futter versorgt werden. Wenn die Kleinen flügge sind, wird ein erneuter Umzugsversuch an einen der Duisburger Seen unternommen.

Enten brüten seit vielen Jahren auf den Gründächern

Laut der Sprecherin des Klinikums brüten Enten bereits seit vielen Jahren im Frühjahr auf den begrünten Flachdächern des Krankenhauses. Spannend werde es immer, wenn die Familie „umziehen“ soll, weil das Futterangebot dort nicht mehr ausreicht. In diesem Jahr sei Vogelretter Dietz relativ früh gerufen worden.

Der 76-Jährige hat bereits seit 2002 eine Vogelrettungsstation in Duisburg-Buchholz und seitdem rund 7000 verschiedenste Vögel gerettet. Allein 2018 waren es 665, in diesem Jahr sind es bereits 30. Die Kosten dafür belaufen sich laut Dietz jährlich auf bis zu 4000 Euro. Das Geld müsse durch private Spenden aufgebracht werden.

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