Urlauber

Duisburg nun Risikogebiet: Was das für Urlauber bedeutet

Für Urlauber aus Duisburg gilt nun in einigen Ferienregionen ein Beherbergungsverbot.

Für Urlauber aus Duisburg gilt nun in einigen Ferienregionen ein Beherbergungsverbot.

Foto: Christian Charisius / dpa

Duisburg.  Duisburg ist seit Montagmorgen Corona-Risikogebiet. Für Urlauber aus der Stadt gilt in einigen Bundesländern deshalb ein Beherbergungsverbot.

Ausgerechnet in den Herbstferien ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Duisburg über den kritischen Wert von 50 gestiegen. Die Stadt gilt seit Montagmorgen als Risikogebiet. Das hat in der Ferienzeit für Urlauber aus Duisburg Konsequenzen.

In Bayern gilt bereits seit dem 7. Oktober ein Beherbergungsverbot für Reisende aus inländischen Risikogebieten. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege weist auf seiner Homepage darauf hin, dass Ausnahmen nur zulässig seien, „wenn der oder die Reisende über ein ärztliches Zeugnis in Papier- oder digitaler Form verfügt, welches ein negatives Testergebnis auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 bestätigt.“

Duisburg nun Risikogebiet: Hier gelten Beherbergungsverbote

Auch in Hessen, Hamburg, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und im Saarland dürfen Duisburger bei Urlaubsreisen nun nicht mehr in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen übernachten. Niedersachsen plant ebenfalls eine Beschränkung für Reisende aus Risikogebieten.

Die Beschränkungen gelten nicht für Menschen, die sich bereits im Urlaub befinden. Teilweise gelten Sonderregelungen für Familienbesuche.

Berlin und Thüringen sprechen sich gegen Beherbergungsverbot aus

Unter anderem Berlin, Thüringen, Bremen und Nordrhein-Westfalen haben sich bislang gegen ein Beherbergungsverbot ausgesprochen.

Über zukünftige Beschränkungen und Regelungen möchte die Politik bei einem Treffen der Minister am Mittwoch beraten.

Was müssen Duisburger bei Reisen ins Ausland beachten?

Deutschland hat viele Länder – etwa Spanien, Belgien oder weite Teile Frankreichs – zum Risikogebiet erklärt, umgekehrt erklären aber auch einige Staaten die Bundesrepublik zu einem Risikogebiet. Für Reisende aus Deutschland hat dies Konsequenzen bis hin zum Einreiseverbot.

Anders, als für innerdeutsche Reisen, sind diese Beschränkungen aber nicht an städtescharfe Inzidenz-Zahlen geknüpft, sondern betreffen in der Regel das gesamte Land. In Finnland sind Urlaubsreisen für Deutsche derzeit nicht erlaubt, Norwegen (zehn Tage) und Island (14 Tage) rufen für Reisende aus Deutschland eine Quarantänepflicht auf. Bei der Einreise nach Bosnien-Herzigowina wird etwa ein negativer COVID-19-PCR-Test verlangt, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Corona und Reisen: Beliebte Ziele ohne Einschränkungen für Deutsche

Anders ist die Situation in Belgien: Die Regierung stuft einzelne Regionen als „rote“ (Gebiete mit hohem Infektionsrisiko) und „orangene Zonen“ (Gebiete mit mäßig hohem Infektionsrisiko) ein, auch innerhalb einzelner Länder. Für alle Einreisen aus Gebieten mit hohem Infektionsrisiko, also rote Zonen, gilt eine siebentägige Quarantänepflicht. Das Gebiet „Düsseldorf“, zu dem Duisburg zählt, ist aber derzeit orange, sodass es keine Quarantänepflicht für Reisende aus Duisburg gibt.

Beliebte Urlaubsziele ohne Einschränkungen (Stand 12. Oktober) bei der Einreise aus Deutschland sind etwa Griechenland, Zypern oder Italien. Für diese Länder gelten von deutscher Seite aktuell keine Reisewarnungen und somit keine Quarantänepflicht bei der Rückkehr nach Duisburg.

Hier finden Sie aktuelle Informationen zu Storno-Regeln.

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