Wandern

Premiere: Mammutmarsch durchs Ruhrgebiet ab Meiderich

Der Landschaftspark Nord ist Start- und Zielpunkt für den Mammutmarsch. Die Teilnehmer reisen laut Veranstalter aus ganz NRW an.

Der Landschaftspark Nord ist Start- und Zielpunkt für den Mammutmarsch. Die Teilnehmer reisen laut Veranstalter aus ganz NRW an.

Foto: Thomas Berns

Duisburg.  Der Landschaftspark Nord ist Start- und Zielpunkt für 2500 Extremwanderer aus der Region. Es gibt eine 30- und eine 55-Kilometer-Runde.

„Die richtigen Schuhe und Socken sind das A und O“, weiß Bastian Kröhnert-Ferron aus eigener Erfahrung. Der Veranstalter des ersten Mammutmarsches durch das westliche Ruhrgebiet hat schließlich schon selbst so manche Strapaze zu Fuß gemeistert.

2500 Wanderfreunde werden sich am Ostersamstag, 20. April, auf den Weg machen, um eine von zwei angebotenen Rundkursen (30 oder 50 Kilometer) zu absolvieren. Start- und Zielpunkt dieser Event-Premiere ist der Landschaftspark Nord.

Ehemaliges Hüttenwerk in Meiderich

Das ehemalige Hüttenwerk in Meiderich hat es Kröhnert-Ferron angetan: „Das ist für mich eines der imposantesten Industriedenkmäler überhaupt und ein echtes Juwel für die gesamte Region. Von daher war das unsere Wunschlösung“, erklärt der 32-Jährige aus Breckerfeld.

Die Idee zu den Mammutmärschen zündete im Jahr 2006, als sich Kröhnert-Ferron mit einem Freund relativ spontan zu einem 100-Kilometer-Gewaltmarsch von Wetter nach Olpe aufmachte. „Wir waren nach 24 Stunden da. Völlig erschöpft, aber auch glücklich.“

Erster Mammutmarsch in Berlin

Es dauerte bis zum Jahr 2013, ehe er seine Geschäftsidee umsetzte. Der erste Mammutmarsch stieg damals in Berlin. Mit überschaubarer Resonanz: Ganze 17 Starter trauten sich an die Herausforderung über 100 Kilometer heran. Die Sache sprach sich aber schnell herum und wurde immer populärer. „Wir werden in diesem Jahr in ganz Deutschland acht Mammutmärsche anbieten. Und zum ersten Mal ist das Ruhrgebiet mit dabei“, so Kröhnert-Ferron. Start und Zielpunkt ist der Sinterplatz im Landschaftspark.

Von dort aus machen sich jeweils rund 1250 Teilnehmer auf den 30- bzw. 55-Kilometer-Rundkurs. Die kürzere Strecke führt durch Duisburg und Oberhausen, bei der längeren gehört ein Schlenker über Bottrop hinzu.

Start für die lange Runde ist um 8.30 Uhr, die kürzere beginnt um 11 Uhr. Unterwegs gibt es mehrere Verpflegungsstationen – etwa am Haus Ripshorst in Oberhausen oder an der Zeche Prosper-Haniel sowie am Haldenkunstwerk Tetraeder in Bottrop. Dort warten Bananen, Schokoriegel und Getränke als Stärkung auf alle tatendurstigen Extremwanderer.

Die meisten Läufer sind zwischen 20 und 40 Jahre alt

„Das Gros des Teilnehmerfeldes ist zwischen 20 und 40 Jahre alt, es gibt aber auch deutlich ältere Starter“, weiß Kröhnert-Ferron. Während die einen aufs Tempo drücken und eine möglichst gute Zeit erreichen wollen (die Schnellsten schaffen die 55 Kilometer in rund siebeneinhalb Stunden), steht für andere der Naturgenuss im Vordergrund. „Das Ziel halten wir bis Mitternacht geöffnet, damit bleiben für die 55 Kilometer 15,5 Stunden Zeit“, so Kröhnert-Ferron.

Viele Teilnehmer reisen als Gruppe an und wandern auch gemeinsam. „Wer allein kommt, findet aber auch sofort Anschluss“, weiß der Organisator. Hat er für alle Erststarter noch einen Tipp parat? Da schmunzelt Kröhnert-Ferron und sagt: „Ich kann nur davor warnen, sich am Anfang von eiligen Mitläufern mitreißen zu lassen. Wer zu schnell anfängt, dem fehlt am Ende die Kraft.“ Deshalb heißt seine Devise: „Jeder Wanderer sollte sein eigenes Tempo gehen.“

>> Info: Nur noch wenige Startplätze frei

Jeder Starter bekommt neben einem Armband, einer Urkunde und einem Teilnehmer-T-Shirt vor dem Start ein Teilnehmerheft überreicht. Darin ist detailliertes Kartenmaterial für den Streckenverlauf zu finden. Für Smartphones können GPS-Daten zur Verfügung gestellt werden. Als drittes Hilfsangebot werden von den über 100 Kräften des Organisationsteams an den wichtigen Kontenpunkten Richtungspfeile auf Schildern oder per Sprühkreide auf dem Boden aufgetragen.

Stand 9. April waren von den 2500 Startplätzen nur noch rund 40 frei. Die Teilnahme kostet (inklusive Verpflegung und
T-Shirt) 35 Euro für die 30-Kilometer-Wanderung bzw. 65 Euro für die 55-Kilometer-Strecke. Infos: mammutmarsch.de .

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