Kirche

Duisburg: Pfarrerin schreibt Geschichten zum Mutmachen

In der „Kirche mit Kindern“ wird auch gespielt. Durch die Hygiene-Maßnahmen ist das derzeit nicht möglich.

In der „Kirche mit Kindern“ wird auch gespielt. Durch die Hygiene-Maßnahmen ist das derzeit nicht möglich.

Foto: Alexa Kuszlik / FUNKE Foto Services

Duisburg-Süd.  Die evangelische Pfarrerin Ute Sawatzki hat in den letzten Wochen Vorlesegeschichten geschrieben, um Kindern Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Pia und Leon sind traurig. Seit Beginn der Corona-Krise ist nichts mehr, wie es vorher einmal war. Pia kann nur wenige Tage in die Schule gehen und Leon ist in der Notbetreuung im Kindergarten – ohne seine Freunde: „Du hast gesagt, dass nach Ostern bestimmt alles wieder gut ist. Stimmt aber nicht! Ich kann immer noch nicht mit allen in den Kindergarten. Ich will meine Freunde sehen“, beschwert sich Leon bei seiner Mama. Und Pia kann ihm ausnahmsweise nur zustimmen: „Vielleicht kümmert sich Gott doch nicht um uns. Die blöde Krankheit geht ja gar nicht weg.“

Die evangelische Pfarrerin Ute Sawatzki hat sich die Geschichten rund um Pia und Leon ausgedacht. Mittlerweile zehn Kurzgeschichten sind auf der Internetseite der Gemeinde Trinitatis zu finden. Denn seit der Corona-Krise gibt es auch keine „Kirche mit Kindern“ mehr. Durch die Vorlesegeschichten will sie den Jungen und Mädchen verschiedene Situation anhand von Bibel-Geschichten verständlich machen. „Ich habe mir Leon und Pia ausgedacht. Mit den Sorgen und Erlebnissen der beiden können sich bestimmt viele Kinder identifizieren“, sagt Ute Sawatzki. „In den Geschichten erfahren Leon und Pia von der Bibel, von Gott und dem Glauben, und zwar so, dass auch kleine Kinder durch das Vorgelesene Hoffnung und Zuversicht entwickeln können.“

„Kirche mit Kindern“ soll in geselliger Atmosphäre stattfinden

Während für die Erwachsenen die Gottesdienste in den Gemeinden langsam wieder beginnen, gibt es für die Familiengottesdienste noch keinen Zeitplan. „Ich kann mir vorstellen, dass wir erst nach den Sommerferien wieder mit der Kirche mit Kindern starten können“, sagt die Pfarrerin. „Wenn überhaupt. Es müssen so viele Hygiene-Maßnahmen eingehalten werden, das ist nichts für die Kleinen. Unsere Gottesdienste sollen ja in einer geselligen Atmosphäre stattfinden. Und das ist mit Masken und Abstand kaum machbar.“

Bis die Regeln wieder gelockert werden und auch die „Kirche mit Kindern“ altersgerecht stattfinden kann, schreibt Ute Sawatzki weiter von den Erlebnissen von Pia und Leon. Zu finden sind die Geschichten auf trinitatis-duisburg.de. Wer kein Internet hat, kann sich die kurzen Texte kostenfrei und ausgedruckt zuschicken lassen: ein Anruf unter 0203 / 29513500 genügt.

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