Schädlinge

Nester entfernt: Duisburger Schüler können zum Unterricht

Die Brennhärchen der Raupen des Eichenprozessionsspinners verursachen einen Juckreiz.

Die Brennhärchen der Raupen des Eichenprozessionsspinners verursachen einen Juckreiz.

Foto: Foto: Bernd Settnik / dpa

Duisburg-Hüttenheim.  Auf dem Hof der Hüttenheimer Sternenschule hat sich der Eichenprozessionsspinner ausgebreitet. Die Schädlingsbekämpfer waren im Einsatz.

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Die Schädlingsbekämpfer haben am Montag an der bilingualen Sternenschule in Hüttenheim ganze Arbeit geleistet und sämtliche Nester der Eichenprozessionsspinner (EPS) entfernt. Der Unterricht kann am Dienstag, 25. Juni, wieder wie gewohnt stattfinden.

Auf dem Schulgelände der Sternenschule hatten sich die Eichenprozessionsspinner nicht nur in Eichen breitgemacht, auch andere Bäume waren von den Nestern befallen. Bereits am Freitag musste aus diesem Grund der Unterricht bis einschließlich Montag, 24. Juni, ausfallen. Mehrere Kinder klagten über Hautausschlag und Juckreiz. Die Kinder konnten jedoch zur Betreuung ins geschlossene Gebäude gebracht werden, einige Eltern haben dieses Angebot auch in Anspruch genommen.

Die Zahl der betroffenen Schüler stieg, also musste eine Entscheidung her. Petra Gluth von der Sternenschule sagte gegenüber dem WDR: „Uns war nicht klar, das die Haare fliegen können. Wir haben uns entschieden zum Wohle der Kinder die Schule komplett zu schließen“. Die Schädlingsbekämpfungs-Firma ist derzeit im Dauereinsatz und hat so viel zu tun, dass sie erst am Montag in der Schule im Süden anrücken kann. Zunächst hatte der Unterricht nur am Freitag ausfallen sollen.

Duisburger Süden besonders betroffen

In diesem Jahr ist der Duisburger Süden besonders betroffen. Anfang Juni musste ein Teil des Schulhofes der GGS Lauenburger Allee gesperrt werden. Gefahr durch den Eichenprozessionsspinner gibt es auch an der Sechs-Seen-Platte. Dort wurden Bäume markiert mit dem Hinweis „Achtung, Eichenprozessionsspinner.“

Die Stadt bekämpft derzeit gezielt die Raupen der Eichenprozessionsspinner, etwa in Wäldern und sonstigen Naturflächen sowie im Bereich von Schulen, Kindergärten und Sportanlagen. Die Kosten für die Bekämpfung liegen jährlich bei 50.- bis 70.000 Euro je nach Aufwand. Die Raupen der Eichenprozessionsspinner sammeln sich in Nestern.

Gruppen von Raupen krabbeln derzeit über den Schulhof der bilingualen Sternenschule. Die Firma wird die Tiere und ihre silber-weißen Nester von den Bäumen absaugen. Die Säuberungsaktion soll spätestens am Dienstag abgeschlossen sein. Erst dann kann der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden. (red/dpa)

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