Wort der Zuversicht

Superintendent Schneider: Das macht in der Coronakrise Mut

Pfarrer und Superintendent Achim Schneider hat viele Dinge gefunden, die ihm in der Krise Zuversicht geben.

Pfarrer und Superintendent Achim Schneider hat viele Dinge gefunden, die ihm in der Krise Zuversicht geben.

Foto: Ev. Kirchenkreis Duisburg

Duisburg.  In der Coronakrise hat die WAZ mit den Kirchen in Duisburg eine Serie gestartet. Sie beginnt mit dem „Wort der Zuversicht“ von Achim Schneider.

Innerhalb weniger Wochen hat die Coronakrise unser Leben auf den Kopf gestellt. Der Alltag ist nicht mehr der gleiche. Gemeinsam mit der evangelischen und katholischen Kirche in Duisburg hat die WAZ die Serie „Wort zum Sonntag“ gestartet. Zum Auftakt schreibt Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, über das, was in der Krise Mut macht:

„Da hilft nur noch beten.“ Diesen Satz habe ich schon oft gehört. Von Menschen, denen das Gebet vertraut ist, und von Menschen, denen das Gebet fremd ist. Manch einer oder einem kommt vielleicht hin und wieder ein Stoßgebet über die Lippen: „Da hilft nur noch beten.“

Was hilft in diesen Zeiten der Krise? Sie hat unser gewohntes Leben völlig auf den Kopf gestellt. Der allein lebenden älteren Dame hilft, dass ihre Nachbarin ihr angeboten hat, die Einkäufe für sie zu erledigen. Der Kassiererin im Supermarkt helfen die aufmunternden Worte der Kunden und die öffentliche Anerkennung, die ihr jetzt zuteilwird. Dem Patienten im Krankenhaus tut es gut, auf kompetente Ärztinnen und Ärzte zu treffen, auf Schwestern und Pfleger, die trotz der enormen Belastungen, denen sie ausgesetzt sind, ihm freundlich zugewandt bleiben.

Gott sei Dank gibt es viele, die helfen. Und Gott sei Dank gibt es Vieles, was hilft. Und viele Menschen entdecken viele hilfreiche Möglichkeiten füreinander da zu sein. Dafür bin ich dankbar. Persönlich bin ich auch dankbar für die Möglichkeit des Gebets. Im Gebet kann ich ungeschönt und ungeschützt vor Gott ausbreiten, was mich bewegt. Meine offenen Fragen und Zweifel, meine Sorgen und Ängste, meine Freude und Dankbarkeit. Es gibt nichts, was nicht im Gebet vor Gott gebracht werden dürfte. Nicht immer erhalte ich eine Antwort auf mein Gebet. Aber es tut gut, abzugeben, loszulassen, sich einer Kraft anzuvertrauen, die größer ist als meine Kraft, die diese Welt – und auch mein persönliches Leben – über alles Verstehen und Begreifen in seinen guten Händen hält.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben