Fußwallfahrt

73 Emmericher pilgerten für den Frieden nach Kevelaer

73 Emmericher pilgerten in diesem Jahr nach Kevelaer.  

73 Emmericher pilgerten in diesem Jahr nach Kevelaer.  

Foto: Seelsorgeeinheit

Emmerich/Kevelaer.  Alljährlich pilgern die Emmericher nach Kevelaer. 2019 geschah dies zum 72. Male mit 73 Teilnehmern. Die Aktion hat einen besonderen Ursprung.

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73 Teilnehmer machten sich in diesem Jahr auf nach Kevelaer. Die Fußwallfahrt der Seelsorgeeinheit St. Christophorus/St. Johannes der Täufer stand in diesem Jahr unter dem Motto „Herr, wohin sollen wir gehen?“ (Joh. 6,68).

Auch Pfarrer Bernd de Baey begleitete die Pilger der 72. Emmericher Fußwallfahrt in den Marienort.
Nach dem Reisesegen in St. Martini und Liebfrauen trafen sich die Teilnehmer um 6 Uhr an der Emmericher Rheinbrücke. Von hieraus ging es dann gemeinsam auf den Weg nach Kevelaer.

Auch Kinder pilgerten mit nach Kevelaer

Einige Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene waren auch unter den Pilgern. Unterwegs schlossen sich noch 18 weitere Pilger der Gruppe an. An den Gebetsstationen des Weges wurden verschiedene Texte, Auszüge aus der Bibel, Betrachtungen, Gedichte und Erzählungen vorgelesen und auch Liedbeiträge, zum Beispiel von Wolf Biermann, eingespielt.

Nach der Heiligen Messe in der Wisseler Kirche gab es Frühstück im Kulturhaus. Anschließend ging es über Kalkar und Keppeln weiter nach Uedem. Nach einer kurzen Andacht in der Uedemer Kirche war Mittagspause im Katholischen Pfarrheim. Dort wurden leckere Erbsensuppe und vegetarische Lauchsuppe, geliefert vom Malteser Hilfsdienst, sowie Brühwurst angeboten, um sich für den weiteren Weg zu stärken.

Segnung der Pilgerkerze und Ehrung der Pilger

Um 16.30 Uhr zogen die Pilger aus Emmerich dann in Kevelaer ein. Nach der Begrüßung in der Kerzenkapelle und der Segnung der Pilgerkerze wurden Marianne Glaß, Leo Pastor und Gert Braam für die 35. Teilnahme an der Wallfahrt geehrt.

Margot Koster ist zum 30. Mal den Pilgerweg gegangen, Anni Leuverink und Klemens Aldering erhielten Ehrennadeln für ihre 25. Teilnahme. Stephanie Gorgs lief zum 20. Mal nach Kevelaer.

Verabschiedung am Gnadenbild

Am Sonntagmorgen wurde in der Kerzenkapelle die Heilige Messe gefeiert. Der große Kreuzweg am Nachmittag wurde wegen des Dauerregens in die Kerzenkapelle verlegt. Montagfrüh traten 19 Pilger nach der Verabschiedung am Gnadenbild mit Pfarrer de Baey den Rückweg an.

Um 18.15 Uhr zog die Pilgergruppe in die Martinikirche ein, wo der Schlusssegen gegeben wurde.
Die Emmericher Wallfahrt nach Kevelaer geht auf ein Versprechen des damaligen Pfarrrektors von Liebfrauen, Heinrich Breuer, zurück.

Ein besonderer Ursprung der Fußwallfahrt

Während des Luftangriffs auf die Stadt Emmerich am 7. Oktober vor 75 Jahren, betete er mit vielen Menschen und gab der Gottesmutter das Versprechen, zu Fuß nach Kevelaer zu pilgern, wenn die Kirche vom Bombenhagel verschont bliebe.

Seit 1948 gedenkt die Seelsorgeeinheit so der Opfer der Kriege und geht und betet “für den Frieden“.

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