Gewinnfalle

9400 Euro gewonnen? Frau aus Rees durchschaute die Falle

Diesen Gewinnbrief erhielt eine NRZ-Leserin aus Rees.

Diesen Gewinnbrief erhielt eine NRZ-Leserin aus Rees.

Foto: Elisabeth Hanf

Millingen.  9400 Euro sollte eine Frau aus Millingen in Rees gewonnen haben. Doch auf den Brief muss man antworten, was eine Bestellung zur Folge hat.

„Streng Vertraulich. Die beigefügten Dokumente wurden auf Gültigkeit überprüft und genehmigt. Dem Versand Ihres Schecks wurde somit stattgegeben. Der Hauptpreis der Vergabe beträgt 9400 Euro.“ Einen Brief mit dieser Aufschrift erhielt eine Millingerin, deren Name der Redaktion bekannt ist, kürzlich. Gut, dass sie nicht blauäugig ist und an Geschenke in dieser Größenordnung glaubt.

Mit Gewinnversprechen in die Falle gelockt

Schnell hatte die Seniorin die Falle durchschaut, aber auch im Internet genügend Hinweise darauf gefunden, wie Leute mit Gewinnversprechen in die Falle gelockt werden. Der vermeintliche Gewinner wird nämlich aufgefordert, auf den Brief zu antworten, diese Antwort ist aber zwangsläufig mit einer Warenbestellung verbunden, hat die Millingerin erfahren. Das nämlich steht im Kleingedruckten. „Und schließlich ist der Gewinn von 9400 Euro plötzlich nur noch eine Nominierung.“

Auch die Verbraucherzentrale, bei der sich die Seniorin erkundigte, weiß von Fällen, in denen unaufgefordert Warensendungen eintrafen, die nie bestellt wurden. Sie müssen entweder bezahlt oder zurückgeschickt werden, was Portokosten verursacht.

So warnt die Millingerin eindringlich davor, auf solche Briefe zu reagieren. Den Unternehmen kann man juristisch nicht viel anhaben, weiß sie inzwischen. Diese Vorgehensweise befinde sich in einer Grauzone. Lediglich unlauterer Wettbewerb könne den Firmen vorgeworfen werden.

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