Soziales

Ambulante Palliativ-Versorgung nun auch in Rees und Emmerich

Die spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung wird nun auch am rechten Niederrhein angeboten.

Die spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung wird nun auch am rechten Niederrhein angeboten.

Foto: Kleinrensing

Emmerich/Rees.   Seit März kann die spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung in Emmerich und Rees angeboten werden. Derzeit werden sechs Patienten betreut.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Eine würdevolle Betreuung – das wünschen sich viele Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Oft ist die Angst vor Schmerzen, vor Übelkeit und vor anderen Symptomen der eigenen Krankheit groß. Verständlich ist da der Wunsch, dass viele gern zu Hause in vertrauter Umgebung – und manchmal auch im Beisein ihrer Angehörigen – sterben möchten.

Möglich machen kann dies die „spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung“ (SAPV). „Seit dem 6. März kann diese auch rechtsrheinisch angeboten werden“, erklärt Elke de Lasberg von der Mobilen Pflege der Caritas in Rees. Derzeit werden sechs Patienten von der Rheinstadt aus betreut.

Zwei Mediziner wurden gefunden

Koordiniert wird die SAPV durch das Palliativ Netzwerk Niederrhein. In diesem sind verschiedene Pflegedienste organisiert. Im Bereich der SAPV ist die Mobile Pflege der Caritas in Emmerich und Rees unterwegs. Dass hier die spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung erst seit März angeboten wird, hat auch einen Grund.

Um diese durchführen zu können, braucht es niedergelassene Ärzte für die medizinische Versorgung. Diese sind nun endlich gefunden. In dem Bereich Emmerich/Rees sind nun hauptsächlich die Palliativmediziner Dr. med. Dieter Schleip aus Rees und Clemens Schiffer , der zwar in einer Praxis in Kleve arbeitet aber in Emmerich wohnhaft ist, bei der spezialisierten ambulanten Palliativ-Versorgung mit im Boot. Da es natürlich eine 24-Stunden-Rufbereitschaft gibt, werden die beiden auch von allen anderen Medizinern des Netzwerkes unterstützt.

Das Palliativ-Care-Team tauscht sich aus

Gekümmert wird sich um die Patienten – bei denen meist eine Krebserkrankung vorliegt – innerhalb eines Palliativ-Care-Teams. „Dieses besteht aus den Ärzten und den Pflegeteams, Apothekern, Physiotherapeuten und Hospizen,“, so de Lasberg. Regelmäßig kommt das Team zusammen, um sich über den Patienten auszutauschen.

Darüber hinaus ist das Team natürlich für den Patienten 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche erreichbar. Das Ziel ist klar. Gemeinsam will man den Patienten ein würdevolles Leben bis zum Tod in ihrer gewohnten Umgebung ermöglichen – und das kann auch in stationären Pflegeeinrichtungen, Hospizen oder im Betreuten Wohnen sein.

Hierfür organisiert das spezialisierte Palliativteam die notwendige palliativ-ärztliche sowie palliativ-pflegerische Betreuung, Beratung sowie Versorgung, und koordiniert die notwendigen Versorgungsleistungen.

SAPV verschreiben lassen

Eine SAPV erhalten Patienten, die eine nicht-heilbare Erkrankung haben. Oder deren Lebenserwartung nur noch sehr gering ist. „Die SAPV muss von einem Arzt verschrieben werden“, erklärt de Lasberg. Die SAPV sei eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse – ein Pflegegrad spiele keine Rolle.

Wer die SAPV von einem niedergelassenen Arzt verschrieben bekommen hat – Ärzte im Krankenhaus können dies nur für sieben Tage –, wendet sich am besten an das Palliativ Netzwerk Niederrhein. Hier wird dann an die richtigen Stellen weiter vermittelt.

>> SO KANN MAN KONTAKT HERSTELLEN

Das Palliativ Netzwerk Niederrhein ist in die drei Bezirke Nordkreis und Südkreis Kleve sowie Moers und Umgebung gegliedert. Die Geschäftsstelle des Netzwerkes befindet sich in Issum an der Weseler Straße 16.

Weitere Informationen zum Netzwerk und den jeweiligen Ansprechpartnern gibt es auf der Seite www.palliativnetz-niederrhein.de oder unter 0162/5151888 oder auch unter 02835/446030.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben