Ausstellung im PAN

Auf der Suche nach Dalís goldenem Ei in Emmerich

Kunstfreunde können dieses Ostern in der Hansestadt auf eine besondere Eiersuche gehen – im PAN.

Foto: Konrad Flintrop

Kunstfreunde können dieses Ostern in der Hansestadt auf eine besondere Eiersuche gehen – im PAN. Foto: Konrad Flintrop

Emmerich.   Im Emmericher Kunstmuseum PAN gibt es dutzende Eier zu entdecken. Diese haben verschiedenste Erscheinungsformen. Und können nicht ins Osternest.

Die Suche nach dem Ei an Ostern ist in vielen Familien Tradition. Nur zu gern wird das Hühnerprodukt an kniffligen Stellen im Haus oder im Garten versteckt. Kunstfreunde können dieses Ostern in der Hansestadt auf eine besondere Eiersuche gehen – nämlich im PAN. Dutzende Eier sind dort versteckt. Und zwar an den Ausstellungswänden.

Neben den unendlichen Wüsten, Marmorstatuen, zerfließenden Uhren oder Fahrrädern taucht das Ei immer wieder in den Werken des Künstlers Salvador Dalí auf. Über 600 Exponate über und von Dalí sind derzeit im PAN zu sehen. Kein Wunder, dass der Betrachter hier zahlreiche Eier entdecken kann.

Auch auf Buchcovern

Und das versteckt, zentriert oder auch zerschlagen sowie bei Statuen, auf Buchcovern und natürlich auf Gemälden. „Dalí liebte Gegensätze“, erklärt Christiane van Haaren vom Kunstmuseum.

Das Ei mit harter äußerer Schale und weichem inneren Kern passte daher perfekt in seine Arbeiten. Meistens nutzte der Maler es in Verbindung mit Bildern von der Geburt. Da im Ei Leben entsteht, gebrauchte er es auch als ein Zeichen der Hoffnung und Liebe. Einmal lässt Dalí metaphorisch die ganze Welt in der Gebärmutter des Eis zur Welt kommen so wie bei „Geopolitisches Kind beobachtet die Geburt des neuen Menschen“. Ein anderes Mal zeigt er das Hühnerprodukt als Spiegelei wie bei „Der erhabene Augenblick.“

Von klein bis überdimensional

In markant, goldener Form ist es als Teil der Skulptur der Space Venus zu sehen. Diese kopf- und armlose Schönheit ist in zwei Teile gespalten – verbunden wird sie mit einem Ei aus Gold. „Also dem Symbol des Lebens, der Fruchtbarkeit und Hoffnung“, so van Haaren. In goldener Form setzte der Künstler das Ei auch auf einen Äskulapstab, der ebenfalls in der Schau zu sehen ist. Das Ei als Zeichen des Lebens hat Dalí auch auf ein Cover eines amerikanischen Buches gesetzt.

Es handelt von amerikanischen Fabriken und ihren Erzeugnissen. Gern nutzte der Maler das Ei auch in seinen christlichen Werken. So etwa beim Gemälde „Die Madonna von Port Lligat“. Über dem Haupt der Madonna schwebt an einer Muschel befestigt ein Ei. Bei einer Privataudienz zeigte Dalí, der selbst streng katholisch aufwuchs, seine Arbeit sogar Papst Pius XII.

Die Fischerhütte

Klein ist das Ei oft in der Malerei. In der Architektur nutzt Dalí es gern überdimensional. So ließ der Künstler Eier auf sein Museum in Figueres setzen. Auch die von ihm gekaufte Fischerhütte krönt ein Ei. Beides gibt es auch in Emmerich zu sehen. Versteckt im PAN als Fotografien.

>> DIE ÖFFNUNGSZEITEN

Die Ausstellung „Salvador Dalí am Niederrhein“ im PAN an der Agnetenstraße ist von Dienstag bis Freitag von 11 bis 16 Uhr; sowie Samstag und Sonntag von jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Ostersonntag gibt es ab 14 Uhr eine Führung durch die Ausstellung mit Sammler Dr. Michael Imhof. Die Führung kostet zwei Euro zuzüglich des Eintrittspreises. Ostermontag ist die Schau von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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