Ausstellung

Ausstellungs-Absage: Stadt Rees entschuldigt sich bei Roos

Dieter Roos zeigt das Konzept zu einer stadtgeschichtlichen Ausstellung, die jetzt abgesagt wurde.

Dieter Roos zeigt das Konzept zu einer stadtgeschichtlichen Ausstellung, die jetzt abgesagt wurde.

Foto: Hanf / NRZ

Rees.  Die Stadtverwaltung Rees hat die Absage der Ausstellung von Dieter Roos nun näher erklärt. Und entschuldigt sich bei dem Heimatforscher.

Warum die stadthistorische Ausstellung zur kirchlichen Jugendarbeit in den 50er- und 60er-Jahren, die Heimatforscher Dieter Roos konzipiert hat, abgesetzt wurde, stellte die Verwaltung in der Kulturausschusssitzung vor.

„Bei der Vorbereitung der Ausstellung ergaben sich eine Reihe von Komplikationen, die eine fachgerechte Umsetzung des gestellten Themas erschwerten: Das von Herrn Roos bereitgestellte Material bezieht sich hauptsächlich auf die katholische Jugendarbeit mit Jungen im Ortsteil Rees. Unterlagen zur Jugendarbeit in den Reeser Ortsteilen und zur Jugendarbeit mit Mädchen liegen nur in sehr geringem Ausmaße vor.“

Es fehlte Jugendarbeit mit Mädchen

„Bemühungen des Stadtarchivs über andere Heimatforscher und die Reeser Heimatvereine ergänzende und/oder vertiefende Informationen u.a. zur katholischen Jugendarbeit in den Reeser Ortsteilen zu erhalten, blieben weitestgehend erfolglos. Im Stadtarchiv selbst sind Informationen und Unterlagen zum Ausstellungsthema aufgrund des Spezialthemas kaum vorhanden.“

Hier gibt es mehr Artikel aus Emmerich, Rees und Isselburg „Zudem hätte die Veröffentlichung der Gruppenfotos vor dem Hintergrund des Urheberrechtes und der Persönlichkeitsrechte überprüft werden müssen. Die Verwaltung vertritt zwar generell die Auffassung, dass es auch vor dem Hintergrund von Schutzrechten möglich bleiben muss, historische Ausstellungen zu zeigen, diese Auffassung hätte jedoch eine genaue Prüfung erforderlich gemacht. Aufgrund der personellen Kapazitäten im Stadtarchiv konnte diese Überprüfung jedoch nicht geleistet werden. In Abwägung aller genannten Fakten entschlossen sich Verwaltung und Stadtarchiv letztendlich, auf ihre Beteiligung an der Ausstellung zu verzichten.“

Alternative hat Dieter Roos abgelehnt

Roos sei angeboten worden, seine Sammlung zur katholischen Jugendarbeit in den VHS-Räumlichkeiten zu präsentieren. Dies habe Roos abgelehnt.

„Die Verwaltung bedauert, dass es zu Missverständnissen in der Kommunikation mit Herrn Roos gekommen ist. Da diese Missverständnisse auch auf Fehler der Verwaltung zurückzuführen sind, hat sich die Verwaltung bei Herrn Roos und seinen ehrenamtlichen Helfern entschuldigt“, heißt es weiter.

Ausschussmitglied Mariehilde Henning zeigte Verständnis für die Entscheidung, obwohl sie selbst Material beigesteuert habe. „Die Leute auf den Fotos leben heute nicht mehr. Diese Art von Jugendarbeit gibt es gar nicht mehr. Ich glaube, dass so eine Ausstellung nur die interessiert, die sich dort wiederfinden.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben