Heimatpreis Emmerich

Die Emmericher Politik empfiehlt einen neuen Heimatpreis

Der Rat der Stadt Emmerich soll auf Empfehlung des Kulturausschusses für die Einführung des Heimatpreises stimmen, den die AfD beantragt hat.

Der Rat der Stadt Emmerich soll auf Empfehlung des Kulturausschusses für die Einführung des Heimatpreises stimmen, den die AfD beantragt hat.

Foto: Hans Blossey

Emmerich.  Die AfD hat die Einführung eines Heimatpreises Emmerich beantragt. Der Kulturausschuss tat sich schwer, empfahl aber dem Rat die Einführung aber.

Mit neun Ja-, einer Nein-Stimme und sechs Enthaltungen hat der Kulturausschuss dem Rat der Stadt Emmerich die Einführung eines Heimatpreises empfohlen. Die Politik tat sich schwer. Nicht, weil man die Förderung der um die Heimat bemühten Akteure nicht fördern möchte. Aber der Antrag kam von der AfD, die sich auf die Einführung eines Landesförderprogramm bis 2022 des NRW-Heimatministeriums bezieht.

Pawlak sieht Heimatboom als Grundrauschen rechter Symbolpolitik

Gerhard Gertsen (CDU) stimmte dagegen, weil zwischen seiner Vorstellung des Begriffes Heimat und der der AfD „Kilometer“ liegen würden. Die SPD enthielt sich, sah Probleme mit der Definition des Begriffes Heimat. Leonie Pawlak, sachkundige Bürgerin für die SPD, hat einen „Heimatboom“ in der Nation ausgemacht, der als „Grundrauschen rechter Symbolpolitik“ zu sehen sei.

Ausschussleiterin Irmgard Kulka (CDU) erinnerte: „Es soll ja ein Gremium aus Mitgliedern des Ausschuss geben, dass über die Vergabe entscheidet.“ Herbert Ulrich (CDU) pflichtete ihr bei: „Es geht darum, wie wir es mit Leben füllen.“ So sei etwa eine Förderung der Bürgeraktion Pro Kultur bestimmt für viele förderwürdig.

Das sollen die Kriterien für den neuen Preis sein

Der Preis soll nur verliehen werden, wenn die 5000 Euro vom Land auch fließen. Das sollen die Preiskriterien sein, von denen mindestens eine erfüllt sein muss: Beiträge...

  • zur Erhaltung von Traditionen zur Pflege des Brauchtums,
  • zum Erhalt und zur öffentlichen Sichtbarmachung von Informationen über die Geschichte und das kulturelle Erbe der Stadt Emmerich,
  • die Begeisterung für lokale Besonderheiten schaffen,
  • die Kultur und Kreativität in der Stadt Emmerich prägen und fördern.

Michael Rozendaal, Leiter des Kulturbetriebs KKK, betonte, dass man die Richtlinien bewusst „weit gefasst“ habe, weil der Betriff Heimat sehr unterschiedlich ausgelegt werden könne.

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