CDU-Parteitag

Die Partei bereitet sich auf den Kommunalwahlkampf vor

Der neue Vorstand der CDU Isselburg, von links Clemens Stockhorst, Heinrich Stoverink, Thomas Bertram, Ulrich Gühnen, Frank Hänsler, Wolfgang Karau, Markus Fahrland, Kurt Istemaas, Stefan Schweers und Norbert Essing.

Der neue Vorstand der CDU Isselburg, von links Clemens Stockhorst, Heinrich Stoverink, Thomas Bertram, Ulrich Gühnen, Frank Hänsler, Wolfgang Karau, Markus Fahrland, Kurt Istemaas, Stefan Schweers und Norbert Essing.

Foto: Christian Creon

Isselburg.   Bei dem Stadtparteitag der CDU Isselburg forderte der Vorsitzende Ulrich Gühnen die Mitbürger auf, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren.

Mit einer Besonderheit wartete jetzt der Stadtparteitag der CDU Isselburg in Werth auf. Seit mindestens 18 Jahren habe kein Isselburger Bürgermeister mehr eine CDU-Versammlung besucht, sagte der Vorsitzende Ulrich Gühnen. Deshalb zeigte er sich erfreut, dass Bürgermeister Michael Carbanje (parteilos) zu Gast war. Anders als sonst bestehe der Hauptteil seiner Rede nicht aus Kritik am Bürgermeister.

„Der Umgang ist jetzt einfacher“, hieß es

„Durch seine Parteilosigkeit ist der Umgang erheblich einfacher geworden und das merkt man der gesamten poltischen Arbeit an“, bemerkte Gühnen.

Der Vorsitzende bemängelte in seiner Rede, dass sich das Interesse an Politik aus Sitzungen und Versammlungen ins Internet verlagert. Zu schnell werde man in Sozialen Medien von einem Fantasienamen, oft mit unwahren Behauptungen an den Pranger gestellt. Als Beispiel nannte er die Diskussion zum Schulgutachten. „Ein unbedachtes Posting kann leicht einen motivierten Menschen zum Rückzug vom Ehrenamt bewegen“, stellt Gühnen fest.

Der Vorsitzende appellierte an die Mitbürger zum Mitmachen in der Kommunalpolitik. An die Presse gerichtet sagte Gühnen: „Schreiben Sie nicht nur über Meinungsverschiedenheiten im Rat, sondern auch über die guten Seiten der Kommunalpolitik, denn Kommunalpolitik ist Politik zum Mitmachen.“

Durchschnittsalter der CDU Isselburg liegt bei 66 Jahren

Die Isselburger CDU hat aktuell 122 Mitglieder, davon sind 98 Männer und 24 Frauen. Fast die Hälfte der Mitglieder (56, darunter 13 Frauen) sind über 70 Jahre alt. Die zweitstärkste Altersgruppe im Stadtverband sei die Gruppe zwischen 50 und 59 Jahren mit insgesamt 29 Mitgliedern. Diese habe auch die zweitmeisten Frauen (5).

Vorstand hat 16 Mitglieder

Weiterhin beschäftigt sich die CDU bereits mit der Kommunalwahl im kommenden Jahr. Der neue Vorstand müsse hier Kandidaten finden und die Vorbereitung des Wahlkampfes angehen. Bei der Vorstandswahl wurde Ulrich Gühnen als Vorsitzender mit 16 Ja- und einer Nein-Stimme wiedergewählt. Stellvertreter sind Frank Häusler und Gerd Tenbrock. Schriftführerin ist Veronika Giesing, ihr Stellvertreter ist Olaf Roßmüller. Den neu geschaffenen Posten des Mitgliederbetreuers übernimmt Clemens Stockhorst.

Beisitzer und Delegierte wurden gewählt

Die neuen Beisitzer sind Kurt Istemaas, Stefan Schweers, Wolfgang Karau, Thomas Bertram, Heinz-Bernd Tekaat, Martin Köcher, Markus Fahrland, Norbert Essing, Hermann van Thiel und Heinrich Stoverink. Als Delegierte für den Kreisparteitag wurden Ulrich Gühnen, Frank Häusler, Wolfgang Karau, Heinz-Bernd Tekaat und Clemens Stockhorst gewählt.

Themen warn der Hochwasserschutz und die Erweiterung des Gewerbegebiets

Bürgermeister Michael Carbanje sprach in seiner Rede über verschiedene Isselburger Themen. Besonders im Hochwasserschutz sei interkommunale Zusammenarbeit wichtig. Er hoffe, dass die Stadt Raesfeld dem Zweckverband zum Hochwasserschutz beitrete. Auch im Gewerbegebiet Heelden sei eine Erweiterung geplant. Es müsse hierbei noch eine Verkehrlösung mit Straßen NRW gefunden werden. Zudem werde der Breitbandausbau in den Außenbereichen weiter vorangetrieben.

Johannes Röring berichtet aus dem Bundestag

Zu Gast beim Parteitag war auch der Bundestagsabgeordnete Johannes Röring aus dem hiesigen Wahlkreis Borken II. Er berichtete von seiner Arbeit in Berlin. Der Start der Großen Koalition sei sehr holprig gewesen. Die SPD tue sich schwer, ob sie Regierung oder Opposition sein wolle.

Keine Enteignung von Wohnungsbaugesellschaften

Zur Diskussion um die Enteignung von Wohnungsbaugesellschaften sagte Röring: „Die CDU ist die Partei des Eigentums. Eine Enteignung wird es mit der CDU nicht geben.“ Auch die Verkleinerung des Bundestages auf die vorgeschriebenen 598 Abgeordnete ist dem Vredener ein Anliegen.

Eine Partei wählen, die für Europa ist

Weitere Themen in seiner Rede war die Diskussion im Bundestag um Bluttests (Down-Syndrom) und Auslandseinsätze der Bundeswehr wie die in Mali. Zum Schluss warb Röring dafür, bei der Europawahl „eine Partei zu wählen, die für Europa ist“.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben