Expo Real

Diese Expo-Themen interessierten Emmerich und Kreis Kleve

Emmerichs Wirtschaftsförderin Sara Kreipe (vorne Mitte) war auf der Expo Real. Ebenso Kreiswirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers (links hinter ihr), Landrat Wolfgang Spreen (rechts hinter Hans-Josef Kuypers) und Kalkars Wirtschaftsförderer Dr. Bruno Ketteler (2.v.li.), ehemals Bürgermeister von Rees.

Emmerichs Wirtschaftsförderin Sara Kreipe (vorne Mitte) war auf der Expo Real. Ebenso Kreiswirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers (links hinter ihr), Landrat Wolfgang Spreen (rechts hinter Hans-Josef Kuypers) und Kalkars Wirtschaftsförderer Dr. Bruno Ketteler (2.v.li.), ehemals Bürgermeister von Rees.

Foto: Kreis Wirtschaftsförderung

Emmerich/Kreis Kleve.  Emmericher Wirtschaftsförderin Sara Kreipe warb auf der Expo Real in München vor allem für eine Hotelansiedlung in der Hansestadt.

Sie ist eine große Netzwerk-Veranstaltung. Einmal im Jahr kommen Wirtschaftstreibende, -förderer und alle Vertreter von Kreisen und Kommunen in München zur Expo Real zusammen. Erstmals für die Stadt Emmerich dabei: die neue Wirtschaftsförderin Sara Kreipe.

„Ich habe gezielt mit Projektmanagern und Investoren gesprochen. Auch mit Expansionsleitern der Handelsbranche. Mein Eindruck ist, dass sie sich nun mehr mit Emmerich beschäftigen. Emmerich hat Interesse geweckt“, erklärt Kreipe. Besonders habe sie versucht die Ansiedlung eines Hotels in Emmerich schmackhaft zu machen. Was schlussendlich Zählbares dabei heraus kommt, muss sich noch zeigen. Die Expo hat Anstöße dazu gebeben.

Mit dabei war auch Arndt Willems von der Port Emmerich GmbH. Dieser, so Kreipe, habe vor allem Gespräche in Sachen Logistik geführt. Wobei die Kreiswirtschaftsförderung Kleve (WfG) hier ein sinkende Nachfrage ausmachte.

Landrat Spreen unterstrich die Nachhaltigkeit

Dennoch meint die WfG: Die Anziehungskraft des Niederrhein-Standes auf Expo sei so groß wie eh und je. Fast Schulter an Schulter stünden die Interessierten vor der kleinen Bühne, die Bertram Gaiser als Geschäftsführer der Standort Niederrhein hier in Abstimmung mit den Kollegen aus den Kreisen und kreisfreien Städten umsetzte.

Das Thema Nachhaltigkeit wurde von Wolfgang Spreen, dem Landrat des Kreises Kleve als Interview-Gast, durch millionenschwere Investitionen in die Berufskollegs in Geldern und Kleve nachgewiesen, auch die Hochschule Rhein-Waal wurde seinerseits im zehnten Jahr als eine Antwort auf den wachsenden Fachkräftebedarf herausgestellt.

Discounter wollen in den Kreis Kleve

Thema Lebensmittelhändler: Für Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers gab es gleich drei Standortwünsche für überschaubare Discounter. Da die Standorte allerdings „hier und da mit örtlichen Einzelhandelsgutachten kollidieren, wird man zunächst mit den Bürgermeistern Kontakt suchen“, hieß es am Rande der Messe. Dennoch eine schöne Botschaft, die der Discounter Norma ergänzte: „Wir sehen uns heute auch Standorte an, die lediglich 2500 Einwohner haben.“

Interessant sei eine Anfrage eines „Hochkaräters aus der Schweiz“, wo ein auf Nachhaltigkeit bedachter Investor nach Investments in Windräder sucht. Spannend auch ein Gespräch, bei dem nach Wegen zur „Revitalisierung von Bahnhöfen“ gesucht wurde. Von „Sale-and-Lease-Back“-Verfahren bis hin zu konzertierten Aktionen von Öffentlicher Hand und privaten Investments reichten die Gedankenspiele.

Realisierung eines Inklusivhotels wurde thematisiert

Weiterhin wird sucht eine kleine Investorengruppe Möglichkeiten zur Realisierung eines Inklusivhotels. Zusammen mit heimischen Verbundpartnern werden sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen, und dies mit der Etablierung eines qualitativ hochwertigen Hotelbetriebes. „Es ging im Gespräch auf der Expo Real auch darum, einen Standort zu definieren, der unsere ebenso heimatverbundenen wie engagierten Investoren junger Hotelprojekte nicht ansatzweise irritiert“, so die Kreis-WfG. Auch mit eben diesen werde man schon Tage nach der Messe Gespräche zum Thema suchen.

Ein Stahlbau-Unternehmen möchte ins Kreisgebiet wechseln und sucht 5000 Quadratmeter Gewerbegrund. Ein privater Investor stellt sich im Interesse von Städten und Gemeinden die Schaffung von Kindertagesstätten vor und wünscht hier die Nähe zu den erfolgversprechenden Standorten. Und last but not least gibt es den Projektentwickler, der Gewerberaum in größeren Strukturen ab 100 Quadratmeter als gemeinsame Zentren fürs Handwerk entwickelt, um sie dann an den Handwerksmeister im Einzelnen zu veräußern.

>> Zweifel daran, dass der Markt ausreichend bezahlbaren Wohnraum schaffen kann

Bei einer Umfrage unter 1800 Teilnehmern in der Presse-Lounge zweifelte gut jeder Zweite, dass der Markt den Bedarf an bezahlbaren Wohnraum selbst stemmen werde. Eine verstärkte Kooperation mit Politik und Kommunen werde hier angeregt: „Das sind, wenn man so will, deutliche Hinweise darauf, dass man im Kreisgebiet vor dem Hintergrund einer geschaffenen Wohnungsmarktstudie für den Kreis Kleve, dem Austausch bei Unternehmerabenden mit der Kreis-Wirtschaftsförderung und dem hohen Engagement der Städte und Gemeinden zur Ausweisung weiterer Baugebiete auf einem auch von der Wirtschaft gewünschten Weg scheint“, schreibt die WfG.


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