Wirtschaft

Firma Forstmaschinen Meyer baut in Rees Halle und Büro

Freuen sich über die Ansiedlung (v.li.): Wirtschaftsförderer Heinz Streuff,  Katja Meyer, Schwiegervater Karl-Heinz Woll und Stefan Meyer.

Freuen sich über die Ansiedlung (v.li.): Wirtschaftsförderer Heinz Streuff, Katja Meyer, Schwiegervater Karl-Heinz Woll und Stefan Meyer.

Foto: Thorsten Lindekamp

Rees.  Forstmaschinen Meyer baut im Reeser Gewerbegebiet neue Firma. Gebrauchte Maschinen werden gekauft, repariert, und im Internet wieder verkauft.

Bis vor einiger Zeit saß Stefan Meyer noch selbst am Steuer, tourte durch Europa und kaufte bei Händlern im großen Stil gebrauchte Forstmaschinen, überwiegend der Marke Stiehl, ein. In der Klever Werkstatt hat er sie flott gemacht und wieder verkauft. „Online“, sagt er. Jetzt baut der gebürtige Millinger im Gewerbegebiet an der Marie-Curie-Straße ein neues Firmengebäude.

„Das Geschäft läuft gut“, freut sich der gelernte Schlosser, der früher als Nutzfahrzeug-Mechaniker bei Jordan in Emmerich beschäftigt war und sich 2014 selbstständig machte. Seither handelt der 35-Jährige mit Motor- und Gartengeräten. In diesem Jahr macht der Unternehmer gut 750.000 Euro Umsatz, für 2021 peilt er die Eine-Million-Marke an.

Stefan Meyer investiert rund eine Million Euro

Jetzt steht aber zunächst der Firmen-Neubau in Rees an. Gekauft hat der Unternehmer ein 1900 Quadratmeter großes Grundstück, auf dem er eine 300 Quadratmeter große Halle, ein Büro sowie einen Bungalow für sich und seine Frau bauen will – alles in einem Komplex. Investitions-Summe: rund eine Million Euro.

„Der Bauantrag wird in Kürze eingereicht“, freut sich Wirtschaftsförderer Heinz Streuff über die Neuansiedlung. Anfang 2018 hätten die ersten Gespräch stattgefunden, jetzt soll es bald losgehen. „Die Halle, die etwa fünf Meter hoch wird, sollte um Ostern herum stehen“, hofft Meyer. Und bis Ende nächsten Jahres, so die Planung, wollen er und seine Ehefrau Katja ins neue Zuhause eingezogen sein, „inklusive gestaltetem Garten“, lacht er.

Firma beschäftigt sieben Mitarbeiter

Mittlerweile hat sein Unternehmen alleine vier Mitarbeiter in der Klever Werkstatt, die er auch nicht aufgeben will. „Zwei meiner Leute kommen aus Kleve“, begründet er neben den guten Geschäftsaussichten die Entscheidung. Nicht mehr gebraucht wird aber das Lager in Bocholt, das er zur Zeit noch unterhält. Zum Team gehören noch zwei Fahrer und seine Frau, die das Büro managt.

Weil es so gut läuft mit dem An- und Verkauf der Maschinen, will Stefan Meyer noch drei, vier neue Mitarbeiter einstellen, sobald die Reeser Werkstatt ihren Betrieb aufnehmen kann. Gefragt sind die Freischneider, Motorsägen und Co. übrigens nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Während etwa in Bayern im Winter Laubbläser geordert werden, mit denen Schnee weggeblasen wird, „haben wir jüngst ähnliche Geräte auf zwei französische Inseln vor Afrika verschickt“, sagt Katja Meyer.

Kunden sitzen sogar in Australien und Afrika

Die Gewinnspanne scheint jedenfalls zu stimmen zwischen Ankauf, Reparatur und Weiterverkauf übers Internet. Etwa nach Australien. „Da haben wir jüngst einen Freischneider von Stiehl hin verschickt“, erzählt die Chefin. Trotz Versandkosten von geschätzt 200 Euro habe sich das für den Kunden wohl noch sehr bezahlt gemacht, sich das generalüberholte Gerät in Deutschland zu kaufen statt drüben.

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