Freunde der Realschule: Straver reagiert auf die Kritik

Steffen Straver, Sprecher der Bürgerinitiative Freunde der Realschule, reagiert auf die Kritik des Bürgermeisters und der SPD.

Steffen Straver, Sprecher der Bürgerinitiative Freunde der Realschule, reagiert auf die Kritik des Bürgermeisters und der SPD.

Foto: Thorsten Lindekamp

Emmerich.  Emmerichs Bürgermeister und die SPD haben die Initiative für die Gründung einer neuen Realschule kritisiert. Nun reagiert die Bürgerinitiative.

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Steffen Straver, Sprecher der Bürgeriniatitve (BI) Freunde der Realschule, reagiert auf die Kritik von Bürgermeister Peter Hinze und durch die SPD-Fraktion. Wie berichtet möchte die BI die Gründung einer neuen kleinen Realschule vorantreiben.

Bei der Zügigkeit der Gesamtschule unterstreicht er die Tendenz, dass es immer weniger Schüler pro Jahrgang werden würden. Wenn sich dieser Trend verstetige, dann sei das Gebäude am Brink zu groß gebaut. „Es könnten dort neben den Jahrgängen 5 bis 7 auch noch die 8. Jahrgänge Platz finden“, meint Straver. Allerdings geht er dabei nicht darauf ein, dass es sich um Jahrgangsstufen-Cluster handelt. Also nicht klassisch eine Klasse pro Klassenraum, sondern viele Räume für Differenzierungen, was so auch im pädagogischen Konzept der Schule vorgesehen ist.

Auf Umbau am Grollscher Weg verzichten?

Ferner, so Straver, müsse man bei der Planung der Gesamtschule nicht bei Null anfangen, wenn eine neue Realschule gegründet würde. Man müsse nur auf den 2021 am Teilstandort Grollscher Weg geplanten Umbau verzichten. „Zur Erinnerung: Im Schulzentrum an der Hansastraße waren seinerzeit Gymnasium und Hauptschule gemeinsam untergebracht“, wirft Straver ein. Wobei auch dies nicht über Klassenstärken und heutige pädagogische Konzepte aussagt.

Straver unterstreicht, dass die BI nicht von 30 nach Rees abwandernden Schülern pro Jahr, sondern nur in diesem Jahr spreche.

„Keine Rede ist von der hohen Anmeldezahl von Schülern ohne Gymnasial-Empfehlung am Gymnasium und der damit verbundenen Abschulung nach Klasse 7 zur Gesamtschule. Das ist doch höchst unbefriedigend!“, so Straver weiter.

BI: Die Gesamtschule hat heute schon keine Schüler mit Gymnasial-Empfehlung

Zur Heterogenität der Gesamtschule: „Fakt ist, dass in Emmerich so gut wie keine Schüler mit Gymnasial-Empfehlung und guter Realschul-Empfehlung an die Gesamtschule gehen.“ Eine echte Heterogenität wäre nur erreichbar, wenn man das Gymnasium schließen würde.

Die Aussage, eine Realschule müsse mindestens vierzügig sein, erachtet die BI als „nachweislich falsch. Eine zweizügige Realschule stellt nach dem Schulgesetz einen geordneten Schulbetrieb dar“.

Die BI beabsichtige mit der Gründung der maximal zweizügigen Realschule lediglich jene Schüler abzufangen, die nach Rees abwanderten oder ohne Gymnasial-Empfehlung ans Gymnasium gehen. „Wir gehen davon aus, dass die Realität den Bürgermeister und die SPD noch einholen wird“, so Straver. Hierbei wäre allerdings zu berücksichtigen, dass es immer schon Schüler gab, die in anderen Städten angemeldet wurden. Und die Empfehlung für die weiterführenden Schulen sind heutzutage nicht bindend. Die Eltern entscheiden.


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