Musikalische Zeitreise

In Isselburg erklingt seit 125 Jahren Blasmusik

Klemens Hakvoort (v.li.), Gerd Sandtel, Dr. Gerhard Krause und Heinz Streuff rühren die Werbetrommel für das Jubiläumsjahr.

Klemens Hakvoort (v.li.), Gerd Sandtel, Dr. Gerhard Krause und Heinz Streuff rühren die Werbetrommel für das Jubiläumsjahr.

Foto: Konrad Flintrop

Isselburg.   Isselburger Blasorchester, Heimatverein Anholt und Heimatkreis Isselburg haben einige Aktionen zum Blasmusik-Jubiläum im Jahr 2019 geplant.

Die Anfänge der Blasmusik in Isselburg sind gut belegt. Im Jahr 1894 schließen sich Arbeiter der Hütte zusammen, um Feiern der Firma musikalisch zu umrahmen. Dies wird als Geburtsstunde der Blasmusik gesehen. Zum nun anstehenden 125-jährigen Jubiläum kooperieren Heimatkreis Isselburg, Heimatverein Anholt und das Isselburger Blasorchester. „Bei den Vereinen als solche stehen zwar keine Jubiläen an, aber es sind das ganze Jahr über verschiedene Aktionen geplant“, berichtet Heinz Streuff, Vorsitzender des Blasorchesters.

Bereits im Januar geht es los mit einer Ausstellung im Heimathaus Anholt. Unter dem doppelsinnigen Titel Klingende Luft werden zum einen Blasinstrumente und die Historie der Blasmusik in verschiedenen Zeitabschnitten dokumentiert.

Vernissage am 11. Januar

Der Clou ist, dass zum anderen auch der in Anholt beheimaten Orgelbau-Tradition gedacht werden kann. „Der Titel der Ausstellung lag nahe, denn auch durch Orgelpfeifen geht Luft durch“, so Streuff.

Die Ausstellung wird mit einer Vernissage am Freitag, 11. Januar, eröffnet. Die Exponate sind an der Hohen Straße bis zum Sonntag, 10. Februar, zu sehen. Von Seiten des Blasorchesters hat sich Hans Biermann federführend um die Ausstellung gekümmert. Darüber hinaus ist im Heimathaus auch im Januar ein Trecksack-Abend und in der St. Pankratius-Kirche ein Orgelkonzert unter Mitwirkung der Musikschule Bocholt-Isselburg geplant. Zudem wird der Heimatverein Anholt wohl im Februar einen Ausflug nach Kevelaer anbieten. Im niederrheinischen Wallfahrtsort soll dann die Orgelbaufirma Seifert besichtigt werden.

Am Samstag, 6. April, wird auch musikalisch das Thema 125 Jahre Blasmusik in Isselburg aufgegriffen. Das Jubiläumskonzert des Blasorchesters in der Stadthalle Werth steht dann auf dem Programm.

Musikfest mit Gastvereinen

Im September geht es dann im Jubiläumsjahr mit einem Musikfest rund um den alten Stadtturm in Isselburg weiter. Viele befreundete Spielmannszüge, Musikvereine und Orchester sind eingeladen worden, am Samstag, 14. September, mit dem Blasorchester zu feiern. Ein Höhepunkt steht schon fest. Die Emsland Highlander Pipes and Drums werden keltische Klänge am Ufer der Issel zu Gehör bringen.

Geplant ist an diesem Tag ein Sternmarsch zum Festzelt am alten Turm. Gestartet wird von vier Standorten: Parkplatz Stromberg, Schützenfestplatz, Parkplatz Aldi sowie Parkplatz Netto. Im Festzelt spielen die Isselmusikanten. Der Eintritt wird dann – wie übrigens bei allen Aktionen im Jubiläumsjahr – frei sein. Die im Januar in Anholt gezeigte Ausstellung wird rund um das Musikfest dann in Alt-Isselburg zu sehen sein.

Gemeinsame Reise geplant

Ein ausdrücklicher Wunsch aller aktiven Mitglieder des Jugendblasorchesters und auch der Mitglieder des Seniorenorchesters ist es, in 2019 eine gemeinsame Reise zu unternehmen. Vom 3. bis 6. Oktober bricht der Tross mit über 100 Personen Richtung Eifel auf. Abstecher nach Aachen und Maastricht sind geplant. „Wir werden uns auch musikalisch an der ein oder anderen Stelle präsentieren“, verrät Streuff. „Wir auch schon auf früheren Reisen verstehen wir uns hierbei als Kulturträger unserer Stadt Isselburg.“

Das Jubiläumsjahr endet für das Blasorchester mit dem Weihnachtskonzert in der Stadthalle in Werth am vierten Advent (22. Dezember 2019).

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