Naturschutz

Isselburg: Corona schränkt auch Arbeit der Naturschützer ein

Sascha Heßeling liebt die Natur. Und engagiert sich gern beim Nabu. Dort leitet er die Ortsgruppe Anholt/Werth/Isselburg.

Sascha Heßeling liebt die Natur. Und engagiert sich gern beim Nabu. Dort leitet er die Ortsgruppe Anholt/Werth/Isselburg.

Foto: Grüne Isselburg

Isselburg  Über ein Dutzend Mitglieder hat die Nabu-Ortgruppe Anholt-Werth-Isselburg. Deren Arbeit muss auch wegen Corona mehr ruhen als geplant.

Sascha Heßeling hat den Schritt früh gewagt. „In der zweiten Klasse“, daran erinnert er sich noch. Lehrer Gerd Hagemann hatte ihn damals erst für die Mitarbeit im Schulgarten gewinnen können. Und dann für eine Mitgliedschaft in der Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu). Seither – natürlich auch mit einigen Unterbrechungen was die Aktivität angeht – ist der Anholter Mitglied des Nabu. Und sogar Ansprechpartner für die Ortsgruppe Anholt-Werth-Isselburg. 13 Mitglieder zählt die Gruppe.

Zum Betreuungsgebiet gehören die Alte Bahntrasse Werth, der Amphibienteich Vehlingen und der Kräutergarten in Anholt. „Vor allem im letzterem liegt unsere Arbeit leider momentan brach“, bedauert Heßeling. Denn eigentlich wollte die Ortsgruppe hier nun gemeinsam verstärkt anpacken.

Kräutergarten Anholt wird neu gestaltet

„Doch Corona schränkt uns dort in unserer Arbeit ein.“ Denn auch wenn man hier gemeinsam im Freien agieren kann, „so ist es im Garten dann doch etwas beengt“, sagt Heßeling. Zudem gehören die meisten in der Ortsgruppe, die sich vor allem mit dem Thema Kräutergarten auskennen, „zur Risikogruppe“.

So muss also die Überarbeitung des Kräutergartens, gleich neben dem Kindergarten an der Kranenweide noch ein wenig warten. Neue Sitzmöbel sollen hierher. Und auch Bienenhotels. Zudem soll der alte Buchsbaum weichen. Alles eben ein wenig aufgefrischt werden. „Das alles werden wir dann hoffentlich angehen können, wenn die Impfungen durch sind“, ist Heßeling optimistisch.

Gern in der Natur unterwegs

Gern ist der Anholter in der Natur unterwegs. Und dort auch für den Nabu aktiv. Etwa bei den Arbeitseinsätzen, die vom Nabu Kreis Borken organisiert werden. Der Nabu leistet mit seinen freiwilligen Arbeitseinsätzen in der „stilleren“ Jahreszeit von Oktober bis März entscheidende Hilfen zur Pflege der Naturschutzgebiete und Rote-Liste-Seltenheiten in der regionalen Flora und Fauna. In den Wintermonaten rücken regelmäßig dutzende fleißiger Helfer mit Säge, Schere, Hacke und motorisierten Geräten aus, um Licht und Raum in bedrohten Feuchtgebieten, Wiesen, Sandböden und Gewässern zu schaffen.

Besonders schützenswerte Lebensräume für bedrohte Arten, die nur noch in kleinen Randgebieten der Urbanisation und industrialisierten Landschaft existieren, würde es ohne Nabu-Einsätze nicht mehr geben. Durch die Landschaftsschutzbehörden der Bezirksregierung und des Kreises Borken beauftragt, treffen sich in der dunkleren Jahreshälfte jeden Samstag viele Freiwillige, um im gesamten Gebiet des Kreises tätig zu werden. Doch auch hier behinderten leider die aktuellen Corona-Bestimmungen die Tätigkeiten.

Amphibienteich in Vehlingen reinigen

Etwa können die Helfer nicht mehr gemeinsam im Vereinsbus sondern im wesentlichen nur noch zu zweit und mit privatem Pkw zum Arbeitseinsatz anreisen und überregional tätig werden. Das schränke die Anzahl zupackender Hände ein, so Heßeling. Auf viele zupackende Hände hofft er im Februar. Denn dann ist wieder ein Arbeitseinsatz auf Isselburger Stadtgebiet geplant, genauer gesagt in Vehlingen am dortigen Amphibienteich neben dem alten Bundeswehrgelände.

„Dieses muss gereinigt, sprich etwa behutsam mit dem Kescher vom alten Laub gereinigt werden“, so Heßeling. Helfende Hände, aber auch sonst Unterstützer sind gerngesehen. Wer Interesse an einer Mitarbeit beim Nabu hat, kann sich gern melden bei Sascha Heßeling unter der Telefonnummer 02874/2627.

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