Feuerwehr Isselburg

Isselburg: „Neuem Feuerwehrgerätehaus noch nie so nah“

Gut 150 Feuerwehrleute nahmen an der Jahreshauptversammlung in Isselburg-Werth teil.

Gut 150 Feuerwehrleute nahmen an der Jahreshauptversammlung in Isselburg-Werth teil.

Foto: Thorsten Lindekamp

Isselburg.   Nach zwölf Jahren im Amt scheidet Isselburger Kreisbrandmeister Thesing altersbedingt Ende September aus. Jahreshauptversammlung mit Ehrungen.

Am Donnerstagabend fand wie jedes Jahr zu Gründonnerstag wieder die Jahreshauptversammlung der Gesamtfeuerwehr Isselburg statt. Es war ein sehr beeindruckendes Bild, die etwa 150 Mitglieder der drei Isselburger Wehren in ihren neuen Uniformen im Feuerwehrgerätehaus in Werth zu erleben.

Im Berichtsjahr 2018 bestand die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Isselburg aus 137 aktiven Kameraden, aus 22 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und aus 31 Kameraden der Ehrenabteilung – eine Zahl, auf die die Stadt Isselburg mit Recht stolz sein kann.

Die Bemühungen hinsichtlich der aktiven Ansprache der Bevölkerung bezüglich eines Engagements bei der Feuerwehr über verschiedene Kanäle und die direkte Ansprache im Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis scheint hinsichtlich der gestiegenen Mitgliederzahlen erste Erfolge zu zeigen.

Feuerwehr wurde zu 32 Brandeinsätzen gerufen

Die volle Leistungsfähigkeit der Wehren wurde nicht nur während des Sturmtiefs Frederike zu Anfang des Jahres abgerufen, sondern auch die große Trockenheit im Sommer forderte den vollen Einsatz der Kameraden. Insgesamt wurde die Isselburger Feuerwehr zu 32 Brandeinsätzen und 29 Hilfeleistungen alarmiert, wobei die 80 Einsatzstellen während des Sturmes als ein einziger Einsatz erscheinen.

Im vorbeugenden Brandschutz in den Kindergärten und der Grundschule war man tätig und begleitete das Schulprojekt „Feuer und Flamme“, präsentierte sich hautnahe der Bevölkerung beim Stadtfest. Und zahlreiche Kameraden beteiligten sich an Lehrgänge und Seminare oder erwarben Leistungsabzeichen für die Teilnahme am Leistungsnachweis.

Kameraden bleiben Feuerwehr meist Leben lang treu

„Wenn man der Feuerwehr beigetreten ist“, erläutere Marcel Drunagel in seinem Jahresbericht, „dann bleiben ihr die Meisten ein Leben treu.“ Und so konnten auch im Jahre 2018 wieder viele Kameraden für ihren langjährigen Feuerwehrdienst geehrt werden.

Dass die Feuerwehr in Isselburg gut funktioniert, das zeigte nicht nur der Jahresbericht, sondern das ist auch der Politik bekannt. Die Vertreter aller vier Parteien im Rat bedankten sich bei den Feuerwehrkameraden für die im letzten Jahr geleistete Arbeit und lobten ihre Einsatzbereitschaft und Kameradschaft. Gleichzeitig sagten alle ihre Unterstützung zu, dass der Bau des Feuerwehrgerätehauses in Isselburg jetzt endlich in die letzte Runde geht.

„Wichtig ist eine gut ausgerüstete Feuerwehr“

„Wichtig ist eine gut ausgerüstete Feuerwehr“, betonte Wehrleiter Markus Berning und lobte in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung und Bürgermeister Michael Carbanje.

Es sei immer wieder beeindruckend und erstaunlich, mit welcher Motivation und welchem Engagement die Mitglieder der Feuerwehr arbeiten, lobte der Bürgermeister die Feuerwehr. Er habe versucht der Frage nachzugehen, was die Männer der Feuerwehr motiviert.

Sie seien Helfer und setzen sich selbstlos ein, um Menschen zu helfen, die in einer Notlage wären, aber auch Helden, die Anerkennung und Wertschätzung verdienen, Technikbegeisterte, Teamplayer und Kameraden – und oft sei es die Mischung aus diesen Motivationen, warum jemand bei der Feuerwehr sei.

Bürgermeister wollte nicht zu viel versprechen

Carbanje ging natürlich auch auf den Bau des Feuerwehrgerätehauses ein. „Ich möchte euch nicht zu viel versprechen“, endete der Bürgermeister seine Ausführung, „doch eins kann ich sagen. Dass wir unserem Ziel, dem Baubeginn eines neuen Gerätehauses für den Löschzug Isselburg, noch nie so nahe waren wie heute.“ „Das hat bereits jemand im April 1987 gesagt“, scherzte Markus Berning und hatte die Lacher auf seiner Seite.

>>KREISBRANDMEISTER HÖRT AUF

Kreisbrandmeister Johannes Thesing, der am 30. September 2019 aus Altersgründen nach zwölf Jahren endgültig aus der Funktion des Kreisbrandmeisters ausscheidet, ließ die Zusammenarbeit mit der Isselburger Feuerwehr noch einmal Revue passieren. Er bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit mit der Isselburg Wehr und der Verwaltung.

Dominik Grünberger, Lukas Freund, Lutz Ewald, Silas Roes, Jannek Spiekers und Heiko Weische wurden zu Feuerwehrmännern ernannt. Maximilian Wengert und Kevin Derrez zu Oberfeuerwehrmännern. Stefan Becking und Tobias Demirci zu Brandmeistern, Philipp Kottke zum Oberbrandmeister, Marcel Gronau zum Brandoberinspektor.

Aus dem Amt des Stadtjugendfeuerwehrwartes schied Dennis Schamell aus persönlichen Gründen aus. Bestellt zum neuen Stadtjugendfeuerwehrwart wurde Dominic Bulten und zum stellvertretenden Stadtjugendfeuerwehrwart Tim Wessels. Das Feuerwehrehrenabzeichen für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr erhielt Mario van Onna.

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