Insolvenz

Kaffeeröstanlagen-Hersteller IMS in Rees meldet Insolvenz an

Die damalige Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks besuchte die Firma IMS Maschinen und Anlagenbau GmbH im Februar 2017

Die damalige Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks besuchte die Firma IMS Maschinen und Anlagenbau GmbH im Februar 2017

Foto: Thorsten Lindekamp

Rees.   Die in Rees gegründete und ansässige Firma IMS, die Röstanlagen für die Kaffee- Industrie repariert, aber auch selbst konstruiert, ist insolvent.

In der vergangenen Woche wurde beim Amtsgericht Kleve das Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der IMS Maschinen- u. Anlagenbau u. Beteiligungs-GmbH in Rees eingeleitet.

Noch vor zwei Jahren war die damalige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks bei IMS zu Gast. Damals sprach Firmenchef Alwin Böing von 50 Mitarbeitern und gefüllten Auftragsbüchern bis Mitte 2018.

IMS, gegründet im Jahr 2004, konzentrierte sich in den ersten Jahren auf die Reparatur und Modernisierung von Röstanlagen, ab 2006 wurden eigenen Röstanlagen und dazugehörige Anlagentechniken für die Kaffee- und Nuss-Industrie selbst konstruiert.

Die Politiker zeigten sich angetan

Auch Stefan Rouenhoff (CDU) lobte beim Firmenbesuch im März 2017: „Von Rees aus werden Röstanlagen in die ganze Welt exportiert. Für eine solche Erfolgsgeschichte ist echter Unternehmergeist, ein gutes Miteinander von Arbeitgeber und Arbeitnehmern, Innovationskraft sowie eine gehörige Portion Risikobereitschaft erforderlich.“

Keine Stellungnahme vom Insolvenzverwalter

Für eine Stellungnahme über die Hintergründe der Insolvenz war Geschäftsführer Alwin Böing nicht zu sprechen. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Mark Steh aus Duisburg bestellt. Auch er äußerte sich bisher auf NRZ-Anfrage nicht zum Verfahren oder wie es um die Zukunft der Mitarbeiter bestellt ist.

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