Anholter Schweiz

Luchs-Babys verzaubern die Besucher der Anholter Schweiz

Tierärztin Dr. Anne Brömmling, Patty Ijlma und Patrick Rutjes halten die neuen Luchsbabys.

Tierärztin Dr. Anne Brömmling, Patty Ijlma und Patrick Rutjes halten die neuen Luchsbabys.

Vehlingen.  Im Biotopwildpark Anholter Schweiz wurde der junge Nachwuchs des Luchs-Pärchens vorgestellt. Die kleinen Kätzchen bekamen ihre erste Impfung.

Die kleinen Racker haben sich gut versteckt. Irgendwo im hohen Gras, zwischen Baumscheiben und Sträuchern liegen sie entspannt. Pfleger Patrick Rutjes und seine Kollegen mussten gut eine halbe Stunde lang suchen, bis sie die süßen Luchskätzchen im Gehege des Biotopwildparks Anholter Schweiz tatsächlich gefunden haben. Die kleinen Kätzchen sind jetzt knapp vier Wochen alt und wurden am Dienstagvormittag von Tierärztin Anne Brömmling zum ersten Mal medizinisch untersucht. Ein perfekter Moment, um die Jungtiere der Öffentlichkeit vorzustellen.

Kräftige Jungtiere wachsen hier heran

Sie sehen wirklich zum Stehlen aus. An ihren kleinen Öhrchen zeigen sich bereits die typischen spitzen Luchshärchen, das Köpfchen gleicht noch einer Katze, aber die Tatzen deuten bereits darauf hin: Das wird mal ein großes, kräftiges Tier. Ärztin Brömmling ist mit den drei Luchsen zufrieden. Sie wiegen alle um die zwei Kilogramm, haben ein strammes Bäuchlein, ein gesundes Fell und zeigen keinerlei Erkrankungen. Die Expertin erkennt zwei Weibchen und ein Männchen.

Im Biotopwildpark Anholter Schweiz gibt es aktuell ein Luchspärchen, welches nun zum zweiten Mal Nachwuchs bekommen hat. Ein Wurf mit drei Tieren sei völlig normal. Die Ärztin entwurmt die Tiere und verpasst ihnen einen Chip.

Von der Mutter gesäugt

Dadurch erhalten die Luchse eine individuelle Nummer, mit der man sie auch in anderen Parks identifizieren kann.

Bis zu acht Wochen werden die Kätzchen von der Mutter gesäugt. Allerdings wird schon vorher zugefüttert, mit Kaninchen- und Hühnerfleisch.

In freier Wildbahn leben Luchse im Harz oder in Bayern, aber Niederrhein gibt es sie noch nicht. Im Gegensatz zum Wolf verläuft die Integration des Luchses sehr viel geräuschloser: „Es ist ein sehr scheues Tier und reißt auch nur Einzeltiere“, erklärt Pfleger Patrick Rutjes.

Die Tiere haben noch keinen Namen

Die kleinen Luchse haben noch keinen Namen. Auch die Mutter, die aus einem anderen Tierpark stammt, hat noch keinen Rufnamen erhalten. Vielleicht werde man dies noch nachholen, sagt Brömmling. Nahezu sicher ist, dass die Kätzchen nicht in Anholt bleiben, sondern nach erfolgreicher Aufzucht in andere Tierparks in Deutschland untergebracht werden. Ein Luchs kann bis zu 18 Jahre alt werden.

Nach gut zwölf Wochen haben die Luchse die richtige Größe erreicht, um geimpft zu werden. Bislang seien sie noch so klein, dass sie noch wenig mit den Geschwistern anfangen können. Aber Brömmling versichert, dass auch Luchs-Kinder einen sehr ausgeprägten Spieltrieb besitzen und die drei lassen sich sicherlich in den nächsten Wochen beim Tollen und Toben im großen Gehege beobachten.

Luchsnachwuchs im Biotopwildpark Anholter Schweiz
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