Amtsgericht

Mieter will seinen Vermieter in Rees nicht betrogen haben

Zur Einstellung des Verfahrens kam es am Donnerstagmorgen vor dem Amtsgericht in Emmerich. Ein Reeser musste sich wegen Betruges verantworten.

Zur Einstellung des Verfahrens kam es am Donnerstagmorgen vor dem Amtsgericht in Emmerich. Ein Reeser musste sich wegen Betruges verantworten.

Foto: Kurt Michelis / NRZ

Rees.  Wegen Betruges musste sich ein Reeser vor Gericht verantworten. Er soll seinem Vermieter seine finanzielle Lage nicht dargelegt haben.

Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft war nicht restlos überzeugt. Dennoch stimmte sie der Einstellung des Verfahrens zu. Schließlich hatte der Angeklagte immerhin seine Mietrückstände zeitig beglichen.

Vor dem Emmericher Amtsgericht verantworten musste sich nun ein 38-jähriger Reeser, dem Betrug vorgeworfen wurde. So soll der Mann, der nach eigenen Angaben für eine Zeitarbeitsfirma in den Niederlanden arbeitet, beim Abschluss des Mietvertrages für eine Wohnung in Rees im Dezember 2018 den Vermieter über seine finanziellen Verhältnisse getäuscht haben.

Handwerker hat keinen guten Schufa-Auszug

Weder von seinen Schulden, noch Vollstreckungsverfahren und den eigentlichen Gründen, warum er zuvor seine Wohnung verloren habe, soll er seinem Vermieter erzählt haben. „Es wurde auch nicht danach gefragt“, beteuerte der Handwerker.

„Hätte ich bei der Unterzeichnung des Mietvertrages einen Schufa-Auszug, der bei mir wirklich schlecht ist, vorlegen müssen, wäre ich ohnehin raus gewesen und hätte die Wohnung nicht bekommen“, so der Angeklagte.

Mieter zahlte die Miete zweimal nicht pünktlich

Zum Betrugsvorwurf kam, dass er zweimal die Miete nicht zahlte. Der Vermieter drohte mit fristloser Kündigung – die er mit einer Nachzahlung und nun pünktlichen Überweisungen abwendete. Für das Gericht war die Sache damit erledigt. Zeugen, die Eltern des Vermieters, hinsichtlich des Abschlusses des Mietvertrages wurden nicht mehr gehört.

Ganz beendet ist das Ganze aber nicht: Vermieter und Mieter werden nochmal vor Gericht wiedersehen. Und zwar im Rahmen eines Zivilprozesses.

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