Konzert

Musikalische Zeitreise im Bürgerhaus Rees von hoher Qualität

Der Männerchor Harmonie Rees nahm das Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise. Die Gesamtleitung des Konzerts hatte Chorleiterin Cindy Gregoor.

Der Männerchor Harmonie Rees nahm das Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise. Die Gesamtleitung des Konzerts hatte Chorleiterin Cindy Gregoor.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Rees.  Auf musikalische Zeitreise hatte der Männerchor Harmonie das Reeser Publikum mitgenommen, unterstützt von Sängern aus Sonsbeck. Hohe Qualität.

Auf eine musikalische Zeitreise nahm der Männerchor ‘Harmonie’ Rees am Sonntag seine Besucher mit. Doch er machte die Reise nicht allein. Musikalische Unterstützung erhielt er aus Sonsbeck. Das Ensemble ‘La Passione della Musica’ begleitete ihn dabei.

Während der Chor im ersten Teil bekannte volkstümliche Hits sang und sich im zweiten Teil vorwiegend auf Kompositionen von Mozart konzentrierte, war man gespannt auf das weniger bekannte Ensemble aus Sonsbeck. Man kann auch 2019 dem Chor bescheinigen, dass er in jedem Jahr interessante Partner bei seinem Jahreskonzert hat.

Anerkennender Beifall des Publikums

Das Vokalensemble ‘La Passione della Musica’ (neun Mitglieder), das in diesem Jahr bei der musikalischen Fahrt mitreiste, machte Station in Skandinavien, auf einem Segelschiff mit einem betrunkenen Seemann oder bei einem Musical. Auffällig war bei allen Beiträgen die professionelle Wiedergabe. Das gilt für die Dynamik, das Tempo und nicht zuletzt für die Perfektion des Gesamtvortrages.

Das Publikum im gut besetzten Bürgerhaus belohnte ihre Vorträge mit anerkennendem Beifall. Der Männerchor begann mit Liedern aus Funk und Fernsehen. Nach amerikanischen Folksongs, die jeder kannte, schmetterte man einen russischen Casatschok und verweilte dann beim italienischen ‘Bella Bimba’. ‘Tage wie diese’, das Lied der ‘Toten Hosen’, machte allerdings gewisse Schwierigkeiten.

Großes Lob für den Mann am Klavier

Eine Übertragung der original Gitarrenstimmen auf das Klavier ist problematisch. Jürgen Otto, der Mann am Klavier, hat jedoch ein großes Lob verdient, denn seine Chorbegleitung passte hervorragend. Der zweite Teil des Programms begann mit Liedern von Mozart und u. a. dem Lied ‘The Shepherd’ aus der Sammlung von William Blake.

Auch in diesen Beiträgen staunte man über die Qualität der Wiedergabe. Nicht vergessen sollte man die Tatsache, dass Cindy Gregoor, die Dirigentin des Männerchores, auch Mitglied des Ensembles ist. Vermutlich sind auch hier die Kontakte zum diesjährigen Konzert geknüpft worden. Auch der mehrstimmige Satz bei ‘An Irish blessing’ war sehr stimmig.

Konzert mit Liedern fürs Publikum im meist mittleren Alter

Der Männerchor verabschiedete sich mit mehreren Stücken aus der Feder von Mozart. Besonders gefiel die Aufzählung des Speisezettels (Karl Friedrich Zöllner) und die Meinung Mozarts über das Naschen. Hier hat der Komponist wohl gut hingeschaut. Es war ein Konzert, das bekannte Lieder für das meist im mittleren Alter zuhörende Publikum und zugleich Klänge im modernen Stil bot.

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