Verkehr

Neuer Schnitt für Autobahnabfahrten der A3 in Emmerich

Dr. Frank Eilermann von Straßen NRW hat den Gehölzschnitt im Blick.

Dr. Frank Eilermann von Straßen NRW hat den Gehölzschnitt im Blick.

Foto: WAZ FotoPool

Emmerich/Elten.   Straßen NRW lässt Anschlussstellen Emmerich und Elten der Autobahn A3 beackern. Kein Kahlschlag geplant. Sicherheit soll hergestellt werden. Arbeitsbeginn ist in der nächsten Woche.

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Die A 3-Anschlussstelle Emmerich in Fahrtrichtung Oberhausen bekommt einen neuen Schnitt. Ab nächster Woche lässt der Landesbetrieb Straßen NRW dort Gehölzarbeiten vornehmen. Eine mit Baumstümpfen übersäte, kahle Fläche wie an der Abfahrt Emmerich in Fahrtrichtung Niederlande müssen Naturfreunde allerdings nicht befürchten. „Es wird keinen Kahlschlag geben“, betont Andreas Raedt, Abteilungsleiter Betrieb und Verkehr der Autobahnniederlassung Krefeld. Die Baumfreunde werden genau aufpassen.

Doch nicht nur die Anschlussstelle wird von einem beauftragten Unternehmen beackert. Auch der Seitenstreifen sowie die A 3-Anschlussstelle Elten Richtung Niederlande werden mit der Pflegemaßnahme auf Vordermann gebracht. In Sachen Baumbestand und Gehölz – und zwar mit Fingerspitzengefühl, wie die Verantwortlichen versichern. Entlang der Strecke werden Bäume, die zur Gefahr werden können, entfernt. Gleiches gilt für den Bereich der Anschlussstellen, wo unter anderem Erlen, Eschen, Ahorn, Pappeln und auch Haselnuss stehen. In einem Saumbereich mit einem Abstand von sechs bis acht Metern zur Fahrbahn weichen ebenfalls Bäume. „Sicher wird das eine Vielzahl sein. Aber wir müssen die Sicherheit im Blick haben“, so Raedt. Erfahrungen aus den Sturmereignissen Kyrill und Ela machten dies erforderlich. Im Vorfeld hat Straßen NRW daher auch jeden Baum in den entsprechenden Bereichen überprüft. Die Maßstäbe bei der Überprüfung orientieren sich an den Erfordernissen der Verkehrssicherheit. Der Landschafts- und Artenschutz wird ebenfalls berücksichtig. So wird auch der Kernbereich der Gehölzfläche, von dem keine unmittelbare Gefahr für den Verkehr auf der A 3 und der Anschlussstelle ausgeht, unberührt bleiben, erklärt Dr. Frank Eilermann von Straßen NRW. Gerade an der Abfahrt Emmerich in Richtung Oberhausen gäbe es eine große Artenvielfalt. In der A 3-Abfahrt Emmerich Richtung Niederlande konnte ein solcher Grundbestand nicht stehen bleiben. „Dort gibt es einen Entwässerungsgraben, der frei und gefahrenlos bleiben muss“, sagt Raedt.

Sichtachsen schaffen

Der gibt auch zu: „In diesen Bereichen haben wir lange nichts getan.“ Nun geht Straßen NRW aber sukzessive und mit verschiedenen Konzepten die Grünpflege in den Anschlussstellen sowie entlang der Strecke an. Die Priorität dabei: „Für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer sorgen!“ Wenn also in den nächsten ein bis zwei Wochen geschnitten wird, „schafft das auch notwendige Sichtachsen, die wir einhalten müssen“, so der Fachmann. Zum Beispiel, damit auch der Rückstau aufgrund der Ampelanlage an der Abfahrt Emmerich in Fahrtrichtung Oberhausen auch schon frühzeitig in der Kurve eingesehen werden kann und so Auffahrunfälle vermieden werden.

INFORMATION
Entlang der Strecke und in den Anschlussstellen werden die Gehölze „auf den Stock gesetzt“. Heißt: Das Grün wird bis auf den Wurzelstock heruntergeschnitten, damit es später wieder verjüngt austreiben kann. Die dünneren Triebe sind dann weniger gefährlich für Autos, die von der Straße abkommen.

Bis zu zwei Wochen sollen die Arbeiten dauern. Mit kleineren Behinderungen aufgrund von Tagesbaustellen – zum Schutz der Arbeiter – ist zu rechnen.

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