Sport im Rheinpark

Positive Bilanz zur Premiere von Sport im Rheinpark Emmerich

Indra und Allegra Angenendt waren bereit für Völkerball im Rheinpark Emmerich, haben sogar den Kneipp-Schriftzug mit einem löslichen Spray aufs Grün gesprüht, aber leider kamen keine Mitspieler.

Indra und Allegra Angenendt waren bereit für Völkerball im Rheinpark Emmerich, haben sogar den Kneipp-Schriftzug mit einem löslichen Spray aufs Grün gesprüht, aber leider kamen keine Mitspieler.

Foto: mavi / NRZ

Emmerich.  Auch wenn Völkerball am Montag nicht gefragt war: Die Bilanz für die Premiere der Aktion Sport im Rheinpark Emmerich fällt durchaus positiv aus.

Völkerball erinnert viele Emmericher womöglich an ihre Jugend. Der Sport war früher sehr beliebt. Heute spielen Schüler vielleicht noch Brennball im Sportunterricht, aber ansonsten scheint es doch eine vergessene Sportart zu sein. Das zeigte leider auch das Angebot der Aktion Sport im Rheinpark am Montagnachmittag. Außer Reiner Angenendt vom Kneipp-Verein Elten und seinen Töchtern Allegra und Indra kam zum Auftakt kein Sportinteressierter. Schade.

Dennoch fällt die Bilanz zur Premiere des Rheinparksports, den die Stadt Emmerich, der Kneipp-Verein Elten und TV Elten gemeinsam organisiert haben, positiv aus: „Insgesamt hat es sich gelohnt. Viele sind gekommen, um mal reinzuschnuppern. Eine Wiederholung im nächsten Jahr ist gut vorstellbar“, sagt Dr. Manon Loock-Braun, Vorsitzende des Kneipp-Vereins.

Zumba und Leichtathletik zogen Interesse an

Manche Angebote seien sehr gut angenommen worden, wie etwa Zumba und Leichtathletik. Andere aber auch weniger. „Herzsport ist zum Beispiel ein kritisches Thema, weil es da auch um den Defibrillator und die ärztliche Begleitung geht“, verrät Loock-Braun.

Und eben der Völkerball zog nicht. Dabei hatten die Angenendts einiges vorbereitet. Die Felder wurden mit löslichem Spray auf den Rasen gesprüht. Reiner Angenendt, der sonst Aqua-Kurse für den Kneipp-Verein gibt, erinnert sich gerne an seine Jugend: „Wir haben unheimlich viel Völkerball auf der Straße gespielt.“ In Zeiten der den Alltag dominierenden Smartphones und Spielkonsolen sowie des Ganztags-Unterrichts an den Schulen sieht man immer weniger Kinder-Gruppen auf den Straßen Spiele dieser Art spielen.

Donnerstag können Kinder und Jugendliche tanzen

Später kamen dann doch noch ein paar Kids, die Lust auf Völkerball hatten. So konnten die Angenendts den Besuchern doch noch die Vielfalt des Völkerballs vermittelt, bei dem es ja darum geht, in zwei Teams sich gegenseitig abzuwerfen – vor allem den gegnerischen König.

Außer der klassischen Methode gibt es unheimlich viele Varianten. Mit Matten, hinter denen man sich verstecken kann, mit vorgegebenen Handycaps (z.B. nur mit schwachem Arm werfen) oder mit Bienenkönigin, die getarnt in der Gruppe bleibt und bei deren Abwurf das Team sofort verloren hat. Beim James-Bond-Völkerball ist ein Spieler gegen die Würfe immun und kann die anderen schützen. Beim Dodgeball wird mit drei Bällen geworfen. Um nur einige Varianten zu nenne.

Am Donnerstag, 22. August, bietet der Kneipp-Verein zwei Tanz-Events für Kinder an. Zunächst sind von 10 bis 12 Uhr die Fünf- bis Zehnjährigen an der Reihe. Die Elf- bis 16-Jährigen bewegen sich von 13 bis 15 Uhr zur Musik. Am Freitag, 23. August, 15 bis 17 Uhr, wird ein Schnupper-Sportparcours für Jung und Alt aufgebaut.

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