Pumpenkirmes

Pumpenkirmes Rees: ein Jubiläum und eine neue Atmosphäre

Die Pumpengemeinschaft Süwer Schlückske feiert 85-jähriges Bestehen. Im Bild sind auch Pumpenmeister Joachim Bucksteeg (2.v.r.) und seine Frau Christina.

Die Pumpengemeinschaft Süwer Schlückske feiert 85-jähriges Bestehen. Im Bild sind auch Pumpenmeister Joachim Bucksteeg (2.v.r.) und seine Frau Christina.

Foto: Thorsten Lindekamp

Rees.   Rees feiert Pumpenkirmes. Die Gemeinschaft Süwer Schlückske hat 85-jähriges Jubiläum. Kühlen Dronk & Klor Water gut am Kolpinghaus angekommen.

Ein großer Pavillon, ein Partyzelt, ein Bierstand und eine eigens gestaltete Cocktailbar hatten die Mitglieder der Pumpengemeinschaft Süwer Schlückske am Spyck auf dem Mühlensteg zur Feier ihres 85-jährigen Jubiläums aufgebaut.

Rund um die geschmückte Pumpe versammelten sich am Samstag nach und nach Alteingesessene und Weggezogene, um sich miteinander auszutauschen. DJ Michael Besendonk sorgte für knackige Musik. Und zu späterer Stunde wurde das „Reeser Lied“ als „Nationalhyme“ gesungen und dazu geschunkelt.

Alt-Pumpenmeister Heinz Tersluisen kommt immer noch gerne

„Man kennt sich hier, kann sagen, was man will, aufeinander knatschig sein und den Tag später wieder ein Bier zusammen trinken“, beschrieb Pumpenmeister Joachim Bucksteeg die Idee der Straßengemeinschaft, die 1934 begründet wurde und heute aus 50 Erwachsenen und 13 Kindern besteht. Dazu kommen die zahlreichen Aktivitäten, die verbinden – von der Mai-Radtour über die Nikolausfeier und die Frühlings- und Herbstessen.

„Da, wo der Spielplatz hinten ist, hatten wir damals einen großen Holzboden, wo man tanzen konnte“, erinnerte sich der frühere Pumpenmeister Heinz Tersluisen, der seit 56 Jahren mit dabei ist. „Ich selbst wohne seit 40 Jahren in Esserden, aber das war und ist uns bis heute wichtig: der Erhalt der Tradition, soweit es geht.“

Neuer Standort, alte Traditionen

Ähnlich erging es den früheren und heutigen Mitstreitern der fusionierten Pumpengemeinschaft Kühlen Dronk & Klor Water, die ein paar hundert Meter weiter ihre Pumpenkirmes feierten. Erstmals fand das Fest der Gemeinschaft von Oberstadt und Am Bär unter der Regie der beiden Pumpenmeisterinnen Inga Schenk und Carmen Knoppik nahe des Mühlenturms am Kolpinghaus statt.

„Es gab in der Gemeinschaft einige Umstrukturierungen und Austritte“, erläuterte Schenk die Entscheidung für den neuen Standort. „Und da haben wir überlegt, dass wir das nicht mehr so groß aufziehen müssen wie sonst am Skulpturenpark.“

Man wolle trotz der Tatsache, dass die Gemeinschaft heute ‘nur’ noch 60 Erwachsene und 13 Kinder zählt, die Tradition und die verbindenden Aktivitäten wie Rad-, Weintouren oder Planwagenfahrten weiter erhalten.

Schöne Atmosphäre am Kolpinghaus geschaffen

Wie früher hatten Jung und Alt am Vorabend im Kolpinghaus die Rosen gebunden, die Pumpe am Bär gekränzt und am Turm-Platz richtig alte Platt-Lieder miteinander gesungen. „Das war da schon eine schöne Atmosphäre“, fand Mitglied Silke Hartung.

Zwei große Pavillonzelte mit Bänken und Stühlen, Stehtische und atmosphärisches Licht verliehen dem Platz an dem Abend ein besonderes Flair. „Toll, dass die das hier so durchgezogen haben. Das ist einfach näher beisammen“, meinte Doris Linneweber. Und auch das Pumpen-Urgestein Hans Knist war „positiv überrascht, dass alle so schön angekommen sind“.

Am Sonntag dürfen die Kinder planschen

Am Sonntag stehen am Spyck – neben den Würdigungen durch Vertreter beider Kirchen, des Ortsvorstehers und des Bürgermeisters – bei Kaffee und Kuchen die Kinder im Mittelpunkt. Sie dürfen sich im Planschbecken austoben und bekommen kleine Präsenttüten mit Kinderspielsachen.

Auch am Mühlenturm genießen die Feiernden Kaffee und Kuchen, Leckeres vom Grill und gemütliche Plaudereien. Vier Jubilare werden in dem Rahmen für ihre 50- bis 65-jährige Mitgliedschaft geehrt.

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