70 Jahre Grundgesetz

Realschüler feiern den 70. Geburtstag des Grundgesetzes

Die 9. Jahrgangsstufe der Realschule Rees feierte 70 Jahre Grundgesetz mit Geburtstagskaffee und selbstgebackenem Kuchen in der Deutschlandfarben.

Die 9. Jahrgangsstufe der Realschule Rees feierte 70 Jahre Grundgesetz mit Geburtstagskaffee und selbstgebackenem Kuchen in der Deutschlandfarben.

Foto: Konrad Flintrop

Rees.  Reeser Realschüler feiern den 70. Geburtstag des Grundgesetzes mit einem Geburtstagscafé und einem Rollenspiel zu Gesetzen der Verfassung.

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Die Aula der Realschule war mit Deutschlandflaggen dekoriert. Banner mit handgeschriebenen Paragrafen aus dem Grundgesetz zierten die Tafel. Und selbst Politik- und Sozialwissenschaftslehrerein Andrea Müntjes trug als Cape Schwarz-Rot-Gold. Das alles sollte die Bedeutung und Wertschätzung der Geburtsstunde der deutschen Verfassung untermalen.

Die Schüler hatten noch vor den Osterferien diese Veranstaltung geplant und nach den Ferien inhaltlich vorbereitet. Dabei ist ihnen bewusst geworden, wie einzigartig den Vätern der Grundgesetzes ihre Arbeit gelungen ist.

Besonders mit den Menschenrechten haben sich die Schüler auseinandergesetzt

So lange im Frieden zu leben, sei ein hoher Wert, waren sich Alina Wingers und Viktoria Schindler einig, und um diesen Frieden zu bewahren, sei es wichtig, die Bedeutung des Grundgesetzes immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, gab auch Amelie te Baay den allgemeine Tenor der Mitschüler wieder. Dazu hatten die Schüler der Klasse 9c gleich 300 Pocket-Ausgaben des Grundgesetzes bestellt, die sie an die Schüler der Realschule verteilten. Im Unterricht haben sie sich besonders mit den Menschenrechten auseinandergesetzt.

Artikel des Grundgesetzes wurden in Szene gesetzt und mussten erraten werden

Was besonders gut herüberkam: Mehrere Schülergruppen hatten je einen Artikel des Grundgesetzes als Rollenspiel präsentiert, die übrigen mussten ihn erraten. Beispielsweise ging es um die Wahrung des Briefgeheimnisses.

Was bedeutet Briefgeheimnis

Dieses gewährleistet, dass die Kommunikation mittels Briefen vertraulich bleibt. Es hindert Hoheitsträger daran, sich Kenntnis vom Inhalt eines Briefs oder den Umständen seiner Übermittlung zu verschaffen.

So spielten die Schüler eine Szene vor: Die Lehrerin sieht, dass zwei Schüler im Unterricht ein Briefchen austauschen. Sie nimmt ihnen den Zettel ab und liest ihn vor. Schnell war den Schülern klar: Hier wurde tatsächlich gegen das Briefgeheimnis verstoßen. Warum? Das machte Andrea Müntjes den Schülern klar: Das Briefchen war an eine bestimmte Person gerichtet.

Gleichberechtigung war nicht immer selbstverständlich

Aber auch das Thema Gleichberechtigung fand die Zustimmung der Schüler, wie Maximilian Messing betonte. Dazu gab es einen Exkurs in den Alltag eines Fußballvereins, wo lange Jahre eine weibliche Mitgliedschaft nicht möglich war.

Grundgesetz laut gelesen

„Wir haben aber auch aus dem Grundgesetz laut vorgelesen und waren erstaunt, was für eine Wirkung es hat“, erzählt Andrea Müntjes.

Der Höhepunkt des Tages war jedoch, als die Geburtstagstorten präsentiert wurden. Melina Ziegner hatte die Torte mit schwarz, rot, goldenen Schichten gebacken. Den Kuchen von Antonie Lach ziert nicht nur der Bundesadler, sondern die erste Strophe des Deutschlandliedes wurde mit Zuckerguss auf den Kuchen geschrieben. Da traute sich kaum jemand, diesen anzuschneiden.

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