Behinderten-Parkplätze

Stadt Rees prüft, ob weiterer Behindertenparkplatz nötig ist

Braucht Rees einen zusätzlichen Behinderten-Parkplatz am Brauhof? Die SPD meint Ja. Die Verwaltung will dies überprüfen.

Braucht Rees einen zusätzlichen Behinderten-Parkplatz am Brauhof? Die SPD meint Ja. Die Verwaltung will dies überprüfen.

Foto: Norbert Försterling

Rees.  Die SPD möchte einen weiteren Parkplatz für Menschen mit Handicap am Brauhof. Die Verwaltung versprach, dies zu prüfen.

Die Reeser Stadtverwaltung teilte in der jüngsten Ratssitzung mit, „wohlwollend“ prüfen zu wollen, ob man einen weiteren Behinderten-Parkplatz am Brauhof errichten wolle. Dem war ein Antrag der SPD-Fraktion vorausgegangen.

SPD-Fraktionschef Peter Friedmann hatte argumentiert, dass man Bürgern und vor allem ortsunkundigen Tagestouristen mit Handicap so die Möglichkeit eröffnen wolle, ihre Einkäufe auf kurzem Wege zu erledigen. Außerdem sei schwer erkennbar, wo sich Behinderten-Parkplätze befänden.

Gerwers: „Parkplätze sind nicht schwer zu finden“

Letzterem Argument widersprach Bürgermeister Christoph Gerwers. „Zudem können ja nicht an jedem Geschäft einen solchen Parkplatz einrichten, da Menschen mit Handicap ja auch jeden anderen Parkplatz nutzen können.“ Eine gewisse Anzahl liege auch so, dass man zumindest nach einer Seite hin viel Platz zum Ein- und Aussteigen habe. „Manche sind aber uneben oder liegen schräg“, wandte Grünen-Fraktionsvorsitzender Helmut Wesser ein.

Ratsherr Günter Markett (CDU), der selbst Rollstuhlfahrer ist, hält Rees für „gut aufgestellt“ hinsichtlich der Behinderten-Parkplätze. „Und wenn ich in eine fremde Stadt fahre, schaue ich zuvor ins Internet, wo ich parken kann“, sagte er. Diese Möglichkeit stehe ja auch in Rees allen offen.

Die Verwaltung gab eine Übersicht

Frank Postulart, Leiter der Ordnungsbehörde, gab eine kurze Übersicht über die Anzahl und Standorte der Behinderten-Parkplätze. Demnach gibt es im historischen Stadtkern 20 solcher Stellplätze. Sie seien bewusst an allen öffentlichen Einrichtungen wie Rathaus und Bücherei und an Arztpraxen und Altenheimen platziert. Überdies gebe es solche in Kirchennähe und am der Leichenhalle. „Aus unserer Sicht reichen sie zunächst einmal aus“, so Postulart.

Dieter Karczewski, CDU-Fraktionschef, pflichtete ihm indirekt bei, hatte er sich doch vergangenen Samstag auf den Weg gemacht, um um 10.30 Uhr einmal alle Behinderten-Parkplätze abzufahren. „Zehn waren zu diesem Zeitpunkt unbesetzt“, so seine Beobachtung.

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