Projektcircus

Über 270 Kinder proben für Zirkusvorstellung in Isselburg

Die Isselburger Grundschülerin Jouline trainierte am Donnerstag fleißig für die Vorstellung im Projektcircus Lollipop.

Die Isselburger Grundschülerin Jouline trainierte am Donnerstag fleißig für die Vorstellung im Projektcircus Lollipop.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Isselburg.  Alle vier Jahre macht der Circus Lollipop in Isselburg Station. Kinder der Isselschule proben derzeit für drei Vorstellungen im Zirkuszelt.

Jouline hält inne. Hoch ist ihre Konzentration. Schließlich gilt es, die Körperspannung so gut es geht zu halten. Der Zehnjährigen gelingt dies perfekt. Gekonnt balanciert sie die Teller auf den dünnen Holzstäben mit der Hand – und sogar im Mund. Die Jonglage-Nummer sitzt. Muss sie auch.

Denn am Freitag und Samstag werden in drei Vorstellungen je 450 Menschen im roten Zirkuszelt auf dem Schulhof der Isselschule verfolgen, was Jouline und ihre über 270 Mitschüler des Grundschulverbundes in dieser Woche alles gelernt haben.

Alle vier Jahre kommt der Zirkus an die Isselschule

Der Projektcircus Lollipop ist seit Montag fester Bestandteil des Stundenplans der Isselburger Schule. Alle vier Jahre – eben so, dass jeder Schüler einmal in den Genuss der Zirkuswoche kommt – macht das Team von Lollipop in Isselburg Station. 10.000 Euro kostet es, den Zirkus zu engagieren.

„Und das ist vor allem durch den Förderverein der Schule möglich“, so Oliver Skukies, Leiter des Grundschulverbundes Isselschule.

Förderverein finanziert den Zirkus

Dieser sammelt vier Jahre lang stetig Geld, um den Zirkus ermöglichen zu können. Spenden bei Firmen werden akquiriert, Kuchen verkauft auf Schulfesten oder auch Selbstgemachtes am Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Werth.

„Es wird regelrecht drauf hingearbeitet, dass der Zirkus finanziert werden kann“, erklärt Skukies. Und das zu Recht. Denn das Ergebnis der Arbeit sei „phänomenal“. Und auch aus pädagogischer Sicht nicht zu verachten.

Kinder wachsen über sich hinaus

Kinder können hier über sich hinaus wachsen. „Auch jene, die vielleicht im Unterricht sonst nicht so stark sind“, erklärt Skukies. Sie können in der Manege während der Vorstellung glänzen. Und ernten dafür den wohlverdienten Lohn: Jede Menge Applaus – seitens der Eltern, der Lehrer und auch der Mitschüler.

Bis es soweit ist, muss aber erstmal geackert werden. Bereits am Sonntag ist der Zirkus angereist. „Im Regen haben dann 40 Eltern geholfen, das Zirkuszelt aufzubauen“, so der Schulleiter, der sehr dankbar über den Einsatz der Elternschaft ist.

Nicht viel Zeit zum Lernen

Montag hat sich das Zirkusteam den Kindern vorgestellt, zudem wurde gemeinsam das Programm besprochen. Seit Dienstag wird geprobt. „Viel Zeit zum Einstudieren ist nicht. Da ist richtig Zug drin“, so der Rektor. Schließlich ist am Freitagmorgen schon die Generalprobe, und am Abend die erste Vorstellung. Zwei weitere folgen am Samstag.

Erlernt werden die Zirkusnummern im Zelt, aber auch der Turnhalle der Schule. Mit Feuereifer sind nicht nur die Feuerschlucker dabei, sondern auch die Akrobaten. Überall herrscht Disziplin. Überall sind die Ohren gespitzt. Schließlich freuen sich alle auf ihren großen Tag.

Drei ausverkaufte Vorstellungen im Zelt

Wer welche Nummer in der Manege zeigt, ist übrigens geheim. „Keiner darf Zuhause was verraten“, so Skukies. So ist der Überraschungseffekt bei den Zuschauern noch größer.

Drei Vorstellungen werden die Schüler des Grundschulverbundes Isselschule im Zirkuszelt auf dem Schulhof darbieten. Natürlich unterstützt vom zehnköpfigen Team des Projektcircus Lollipop. Die Vorstellungen sind übrigens alle bereits ausverkauft. „Die Nachfrage war sehr groß“, so Schulleiter Skukies. Auch von Außenstehenden aus der Nachbarschaft.

Übrigens: Während der Projektzirkus zu Gast ist, entfällt nicht komplett der Unterricht. Der Tag ist zweigeteilt für die Schüler.

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