Medikamente

Was Urlauber in Sachen Reiseapotheke beachten sollten

Die Apotheken im Kreis Kleve beraten ihre Kunden rund um das Thema Reiseapotheke und was bei Fernreisen mit Kindern zu beachten ist.

Die Apotheken im Kreis Kleve beraten ihre Kunden rund um das Thema Reiseapotheke und was bei Fernreisen mit Kindern zu beachten ist.

Foto: Dietmar Gust

Kreis Kleve.  Spezielle Medikamente darf man nicht in jedes Land mitnehmen. Die Apotheken im Kreis Kleve geben Urlaubern nun Tipps zum Thema Reiseapotheke.

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Viele Menschen müssen Medikamente mit in den Urlaub nehmen. Für diejenigen, die ins Ausland reisen, sind neue Bestimmungen zu beachten. Denn spezielle Medikamente darf man nicht in jedes Land mitnehmen. Die Apotheken im Kreis Kleve geben nun Tipps zum Thema Reiseapotheke und was während Fernreisen mit Kindern zu beachten ist.

Vorsicht ist bei Schmerz- und Betäubungsmitteln gebeten. Besonders bei starken Schmerz- oder Beruhigungsmitteln, die Morphine oder weitere Opiate enthalten, ist erhebliche Vorsicht geboten. Diese Medikamente fallen unter das Betäubungsmittelgesetz und unterliegen Sonderbestimmungen. In den 26 EU-Ländern des Schengen-Raums gelten korrespondierende Regelungen.

Beglaubigte Bescheinigung oftmals nötig

Für Reisen bis zu 30 Tagen ist das Mitführen von ärztlich verordneten Betäubungsmitteln erlaubt, wenn eine von der zuständigen Landesbehörde beglaubigte Bescheinigung vorliegt. Ein geeignetes Formular steht auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zum Download bereit. Bei Reisen in zusätzliche Länder existieren keine vergleichbaren Richtlinien. Hier ist es absolut ratsam, die jeweils geltenden Regelungen im Zuge den diplomatischen Vermittlern zu erfragen.

In manche Länder dürfen auch Schlafmittel, Antidepressiva oder Hustensaft, der den zu den Opiaten zählenden Wirkstoff Codein enthält, nicht eingeführt werden. Strenge Vorgaben gelten überdies in den Vereinigten Staaten, Singapur, Saudi-Arabien, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten. „Im Zweifel lassen sie sich in ihrer Apotheke dazu zusätzlich informieren“, rät Ulrich Schlotmann, Pressesprecher der Apotheker im Kreis Kleve.

Wichtige Medikamente ins Handgepäck packen

„Wer mit dem Flugzeug verreist, verstaut alle wichtigen Medikamente am besten im Handgepäck“, rät Apotheker Schlotmann. Dort sind sie fortwährend griffbereit und können nicht verloren gehen. Im Gegensatz zum Koffer, der gegebenenfalls an einem zusätzlichen Flughafen landen kann. Im Frachtraum eines Flugzeugs wird es überdies ziemlich kalt. Dies kann sich auf besondere Wirkstoffe ungünstig auswirken.

Flüssige Arzneimittel, die binnen der Reise im Flugzeug braucht werden, dürfen im Gegensatz zu sonstigen Flüssigkeiten im Handgepäck mitgenommen werden. Sie müssen nicht in einen transparenten Beutel verpackt werden. Es gelten gleichermaßen keine Mengenbeschränkungen. Da das Sicherheitspersonal im Zweifelsfall einen Nachweis für die Notwendigkeit erwarten kann, sollten die Medikamente namentlich des Patienten und der getrennten Dosierungsangabe beschriftet sein. „Dies kann gleich bei Abgabe der Medikamente in der Apotheke vor Ort durch einen entsprechenden Aufkleber erfolgen“, erklärt Ulrich Schlotmann.

Schriftliche Bescheinigung des Hausarztes

Chronisch kranke Patienten benötigen einen größeren Arzneimittelvorrat. Empfehlenswert ist es, zum Beispiel das Doppelte der notwendigen Medikamente mitzunehmen. Bei Grenzkontrollen können dergleichen Mengen indes Misstrauen erregen. Hier schützt eine schriftliche Bescheinigung des Hausarztes, die am positivsten genauso auf Englisch ausgestellt wird.

Bei Fernreisen sollten Eltern und Kindern zu jedem Zeitpunkt sauberes Trinkwasser, sichere Lebensmittel und eine geeignete medizinische Bereitstellung verfügbar sein. Reise- und Sicherheitshinweise zu allen Ländern gibt das Auswärtige Amt unter www.auswaertiges-amt.de in der Rubrik „Sicher Reisen“.

Von der Reise in Malaria-Gebiete oder längeren Aufenthalten in Areale über 2500 Metern mit Klein- und Vorschulkindern raten Experten ab. Ausreichender Impfschutz ist für Eltern und Kind zwingend. Spezielle Hinweise für die Reiseapotheke geben die Apotheker im Kreis Kleve. Sie beraten persönlich und auf das jeweilige Reiseland angepasst.

Sonnenlicht kann gefährliche Nebenwirkungen hervorrufen

Der Patient erhält z. B. elementare Daten über stimmigen Insektenschutz, wirksame Mittel gegen Durchfall und die richtige Wundversorgung. Gleichermaßen der Einfluss einer Zeitverschiebung auf die Arzneimitteleinnahme kann ein essentielles Thema sein. Strandurlauber sollten im Zuge der Einnahme von spezifischen Antibiotika und Rheumamitteln gesondert vorsichtig sein. Diese können im Zusammenspiel mit Sonnenlicht gefährliche Nebenwirkungen hervorrufen, warnt Ulrich Schlotmann. Eine angepasste Beratung zur Reisegesundheit und perfekten Zusammenstellung der Reiseapotheke ist eine fundamentale Voraussetzung für eine gelungene Reise und ein schönes Urlaubserlebnis

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